Bewegungsrichtung, Tempo, Entfernung und Weißabgleich
2b-Sportredaktion am 11.07.2006 - 12:14 Uhr
Wie vielfach bereits beschrieben wurde, eignen sich kurze Verschlusszeiten besonders, um schnelle Bewegungen scharf festzuhalten. Je kürzer die Belichtungszeit, desto weniger bewegt sich das Motiv in diesem Moment und desto schärfer wird es abgebildet.
Wie kurz soll die Verschlusszeit sein?
Je schneller die Bewegung, desto kürzer die Verschlusszeit wäre also eine logische Anwendungsregel für den Fotografen. Doch es kommt zusätzlich auch darauf an, wie das Motiv zur Kamera steht: Kommt ein Sportler direkt auf diese zu oder läuft er von ihr weg, so bewegt er sich im Sucher langsamer, als wenn die Kamera seitlich passiert wird. Im ersten Fall sind also längere Verschlusszeiten möglich. Zeitlich gesehen in der Mitte von beiden Fällen sind diagonale Bewegungen angesiedelt. Läuft ein joggender Mann also direkt auf die Kamera zu, so genügen 1/30 Sekunden als Verschlusszeit. Bei einer diagonalen Bewegung wären 1/60 Sekunden angebracht. Läuft der Mann von links nach rechts durch das Bild, sind 1/125 Sekunden notwendig. Bei einem schnelleren Motiv, beispielsweise einem Sprinter, liegen die idealen Werte bei 1/250, 1/500 und 1/1000 Sekunden.
Entfernung zum Motiv beachten
Natürlich ist das exakte Einfrieren von Bewegungen aber nicht die einzige Möglichkeit für ein gutes Bild. Bereits im ersten Teil dieses Specials wurde auf die Technik des Schwenkens hingewiesen, bei der die Bewegung des Motivs mit der Kamera verfolgt wird. Hierbei können längere Verschlusszeiten genutzt werden. Um Bewegung und Dynamik auszudrücken, ist aber auch eine leichte Bewegungsunschärfe ein möglicherweise erwünschtes Ergebnis. Auch in diesem Fall ist eine etwas längere Verschlusszeit angebracht.
Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Wahl der Belichtungszeit ist die Entfernung zum Motiv. Dabei gilt als Faustregel: Bei stärkerem Zoom und geringerer Distanz sind kürzere Verschlusszeiten nötig. Geringere Brennweite und steigende Entfernung lassen wiederum eine längere Belichtung zu.
Weißabgleich
Das Licht besitzt unterschiedliche Farbqualitäten, die das menschliche Auge sehr gut wahrnehmen kann. Am auffälligsten ist dies an den Tageszeiten auszumachen: Mittags verhält sich das Licht zumeist neutral, morgens und abends nimmt es wärmere Schattierungen an. Bewölkung sorgt für eine bläuliche Farbabstufung, Glühlampen in geschlossenen Räumen haben einen Orangestich zur Folge und Neonröhren können grünliche Färbungen erzeugen. Um diesen Phänomenen entgegen zu wirken, wird der Weißabgleich eingesetzt. Er sorgt dafür, dass möglichst die natürlichen Farben wiedergegeben werden. Die meisten Digitalkameras verfügen neben der Automatik-Einstellung für den Weißabgleich daher auch über spezielle Voreinstellungen für sonniges und bewölktes Wetter, sowie für Neon- und Kunstlicht. Natürlich können bei digitalen Aufnahmen die fertigen Bilder auch im Nachhinein noch angepasst werden. Dieses Thema wird aber erst im fünften und letzten Teil dieses Specials im Mittelpunkt stehen. Im nächsten Teil beschäftigen wir uns zunächst mit der richtigen Motivauswahl und einigen praktischen Tipps für den Einsatz bei Sportveranstaltungen.
Wie kurz soll die Verschlusszeit sein?
Je schneller die Bewegung, desto kürzer die Verschlusszeit wäre also eine logische Anwendungsregel für den Fotografen. Doch es kommt zusätzlich auch darauf an, wie das Motiv zur Kamera steht: Kommt ein Sportler direkt auf diese zu oder läuft er von ihr weg, so bewegt er sich im Sucher langsamer, als wenn die Kamera seitlich passiert wird. Im ersten Fall sind also längere Verschlusszeiten möglich. Zeitlich gesehen in der Mitte von beiden Fällen sind diagonale Bewegungen angesiedelt. Läuft ein joggender Mann also direkt auf die Kamera zu, so genügen 1/30 Sekunden als Verschlusszeit. Bei einer diagonalen Bewegung wären 1/60 Sekunden angebracht. Läuft der Mann von links nach rechts durch das Bild, sind 1/125 Sekunden notwendig. Bei einem schnelleren Motiv, beispielsweise einem Sprinter, liegen die idealen Werte bei 1/250, 1/500 und 1/1000 Sekunden.
Entfernung zum Motiv beachten
Natürlich ist das exakte Einfrieren von Bewegungen aber nicht die einzige Möglichkeit für ein gutes Bild. Bereits im ersten Teil dieses Specials wurde auf die Technik des Schwenkens hingewiesen, bei der die Bewegung des Motivs mit der Kamera verfolgt wird. Hierbei können längere Verschlusszeiten genutzt werden. Um Bewegung und Dynamik auszudrücken, ist aber auch eine leichte Bewegungsunschärfe ein möglicherweise erwünschtes Ergebnis. Auch in diesem Fall ist eine etwas längere Verschlusszeit angebracht.
Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Wahl der Belichtungszeit ist die Entfernung zum Motiv. Dabei gilt als Faustregel: Bei stärkerem Zoom und geringerer Distanz sind kürzere Verschlusszeiten nötig. Geringere Brennweite und steigende Entfernung lassen wiederum eine längere Belichtung zu.
Weißabgleich
Das Licht besitzt unterschiedliche Farbqualitäten, die das menschliche Auge sehr gut wahrnehmen kann. Am auffälligsten ist dies an den Tageszeiten auszumachen: Mittags verhält sich das Licht zumeist neutral, morgens und abends nimmt es wärmere Schattierungen an. Bewölkung sorgt für eine bläuliche Farbabstufung, Glühlampen in geschlossenen Räumen haben einen Orangestich zur Folge und Neonröhren können grünliche Färbungen erzeugen. Um diesen Phänomenen entgegen zu wirken, wird der Weißabgleich eingesetzt. Er sorgt dafür, dass möglichst die natürlichen Farben wiedergegeben werden. Die meisten Digitalkameras verfügen neben der Automatik-Einstellung für den Weißabgleich daher auch über spezielle Voreinstellungen für sonniges und bewölktes Wetter, sowie für Neon- und Kunstlicht. Natürlich können bei digitalen Aufnahmen die fertigen Bilder auch im Nachhinein noch angepasst werden. Dieses Thema wird aber erst im fünften und letzten Teil dieses Specials im Mittelpunkt stehen. Im nächsten Teil beschäftigen wir uns zunächst mit der richtigen Motivauswahl und einigen praktischen Tipps für den Einsatz bei Sportveranstaltungen.
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