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Mit guter Form nach Sölden

Rainer Schönfelder am 25.10.2007 - 13:53 Uhr
präsentiert diese Kolumne
„Ich freue mich, dass ich gesund bin und teilnehmen kann“, sagt Rainer Schönfelder wenige Tage vor dem Ski-Weltcupauftakt in Sölden. Keine Ansage, wie man sie von Rainer Schönfelder gewohnt in den vergangenen Jahren gewohnt gewesen wäre. Vor genau sechs Jahren hat er in Sölden begonnen, die Skiwelt auf- und abseits der Piste zu seiner Bühne zu machen - und seine erste CD präsentiert. Resümee der wilden Jahre: „Viel erlebt, viel gelernt, geile Zeit, die mir auch eine neue Qualität der Gelassenheit gebracht hat“. Und so bleibt er, man staune, heuer dem Trubel in Sölden so lange wie möglich fern und stimmt sich allein in einem Innsbrucker Hotel auf den Weltcupauftakt ein: Mit vielen Büchern und Zeit für sich selbst.

Erinnerung an vergangene Zeiten in Sölden
„Mir hat“, sagt Rainer Schönfelder, „das Skifahren vielleicht noch nie so viel Spaß gemacht wie jetzt!“ Und natürlich: „Es fängt an zu Kribbeln: Als ich die neuen Rennanzüge abgeholt habe, hatte ich so ein starkes Gefühl: Ok, es geht los!“ Dem ganzen Drumherum steht er inzwischen mit großer Gelassenheit gegenüber: „Ich war jahrelang wahnsinnig hungrig auf alles, was dazugehört: Die Menschenmassen, die Spannung, die PR- und Medientermine, die Fotoshootings, die Auftritte – und ich habe das Glück, wahnsinnig viel Schönes dabei erlebt zu haben. Ich hab viel von mir hergegeben und ich hab viel mehr zurückbekommen“, lässt er seine Jahre in Sölden Revue passieren.


„Viel erlebt, viel gelernt, geile Zeit…“
Andere Dinge seien ihm, bedingt durchs Älterwerden, bedingt durch den schwierigen vergangenen Winter und die langwierige Verletzung, wert und wichtig, jetzt. „Meine Gesundheit: Wenn es drum geht, mach ich eine vorbeugende Einheit beim Physio oder irgendeinen offiziellen Termin, dann lieg ich heute beim Physio. Das war früher anders: Ich hab in der wilden Zeit viel erlebt, viel gelernt und es war geil – aber es hat natürlich auch Energie gebunden. Energie, die ich jetzt einfach etwas anders disponiere.“

Wilde Zeit vorbei?
Ist die wilde Zeit des Rainer Schönfelder endgültig Geschichte? Er lächelt. „Einmal Rock´n´Roller, immer Rock´n´Roller – mein Maß an Individualität und Unberechenbarkeit wird bleiben, weil es zu mir gehört. Vor einem Jahr hab ich einem Magazin ein Interview gegeben. Sie haben dann, wie ich nachher gesehen habe, den Titel gemacht: „Der Kasperl ist tot“. Die Story is am selben Tag erschienen, wie ich in Wengen meine Wettschuld eingelöst habe. Soviel dazu.“

„Ziel für Sölden: Geil Skifahren – Erfolg ist, was folgt!“
Kampfansage fällt Rainer Schönfelder keine ein für Sölden, was passt ist das Motto von Balu, dem Bären: „Probier´s doch mit Gemütlichkeit…“ Ernsthaft: Ich hab meine Technik komplett umgestellt. Und der Kern ist, ich darf beim Fahren nicht um Linie fighten und nichts extra tun, dass ich schnell bin – ja nicht, dann bin ich nämlich langsam. Wenn ich aber locker und glücklich runterschwing wie bei einer Besichtigungsfahrt, dann kann ich – siehe Trainingsläufe – ganz schön schnell sein. Insofern: Geil Skifahren – Erfolg ist, was folgt, wenn man bleibt, wer man ist und dabei wird, wer man werden kann.“
Weiterführende Informationen:
Fischer Ski
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