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Interview mit Tanja Poutiainen: "Meine Konstanz war schon immer meine Stärke"

Ski2b Redaktion am 19.03.2009 - 13:26 Uhr
Die Finnin Tanja Poutiainen kann mit ihrer Saison zufrieden sein. Sie gewann bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Val d'Isere (FRA) zwei Medaillen und sicherte sich in Are noch die Kristallkugel im Riesenslalom. ski2b.com sprach mit der Finnin über das Weltcup-Finale und den spannenden Kampf um den Riesenslalom-Weltcup.

ski2b.com: Tanja, herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Weltcup-Finale in Are. Was macht es für einen Unterschied, die Riesenslalom-Kugel erneut zu gewinnen nach einer erfolgreichen Saison anstatt Zweite zu werden?
Tanja Poutiainen: Es war so ein großartiges Gefühl diese Saison mit dem Gewinn der Kugel in Are zu beenden. Es war wirklich eine lange Saison und alle waren müde am Ende und so bin ich überglücklich, dass der Traum vom Sieg im Riesenslalom doch noch wahr wurde.

ski2b: Du musstest in Are attackieren, um Kathrin Zettel zu schlagen - beides hast du geschafft. Wie hast du dich in den Durchgängen gefühlt?
Tanja: Ich war sehr nervös vor dem Riesenslalomrennen. Schon einen Tag zuvor konnte ich mich nicht so auf den Slalom konzentrieren, aber am Tag des Riesenslaloms war jeder Bereich und jeder Muskel von meinem Körper bereit, um zu kämpfen. Ich habe dann einfach versucht, aktiv zu sein und zu attackieren und dann zu gucken, was am Ende herauskommt.

ski2b: Dies ist schon deine dritte Kristallkugel nach den beiden, die du 2005 gewonnen hast. War diese Kugel schwerer zu gewinnen als die ersten beiden?
Tanja: Im ersten Moment in Are hat sich diese hier sehr 'schwer' angefühlt und hart zu gewinnen. Ich glaube, dass Kathrin Zettel und ich einen guten und fairen Kampf hatten während der Saison und ich konnte mich nie ausruhen und denken, dass diese Kugel einfach zu gewinnen sein wird.



ski2b: Rückblickend kann man sagen, dass du die verdiente Siegerin bist, weil du über die ganze Saison auf hohem Niveau gefahren bist. Deine Konkurrentin Kathrin Zettel hat zwar mehr Siege errungen, aber du warst die konstantere Fahrerin. Hast du dich selbst so sicher gefühlt während der Saison?
Tanja: Meine Konstanz war schon immer meine Stärke und ich versuche, dies beizubehalten. Ich fühle mich sicher aber nicht zu sicher, weil ich gewinnen und das Podium erreichen kann. Das hat mich zur Siegerin der Kugel gemacht und ich freue mich darüber. Konstanz ist eine gute Basis, auf die ich aufbauen kann - auch in der Zukunft.

ski2b: Es war auch im Slalom eine gute Saison für dich. Gibt es etwas, was du nächsten Winter besser machen möchtest?
Tanja: Meine Slalomsaison war zwar auch gut, aber ich habe mich in dieser Disziplin nicht so wohl gefühlt wie im Riesenslalom. Wir werden etwas Zeit in meine Slalomtechnik investieren im April in Finnland und so versuchen, es für die nächste Saison zu verbessern.

ski2b: Wie hast du den Erfolg in Are gefeiert?
Tanja: Wir hatten nach dem Riesenslalom in Are ein schönes Abendessen mit dem Team. Vielleicht finde ich im Frühjahr noch eine Gelegenheit, um auch mit meinen Freunden daheim etwas Schönes zu unternehmen.

ski2b: Neben dem Sieg in der Riesenslalomwertung hast du auch zwei Medaillen bei der WM in Frankreich geholt. Was ist wichtiger für dich?
Tanja: Ich glaube, die Kristallkugel ist größer, schwieriger und wichtiger für mich. Wenn allerdings die beiden Medaillen in Gold gewesen wären, müsste ich nochmal über die Frage nachdenken ...

ski2b: Was steht in den nächsten Wochen für dich auf dem Programm? Wirst du Ski testen?
Tanja: Ich werde an den nationalen Meisterschaften teilnehmen und im April gehen wir trainieren und Ski testen. Also startet mein Urlaub Ende April.

ski2b: Hast du schon Pläne für deinen Urlaub?
Tanja: Ich würde gerne im Mai irgendwo hinfahren, aber ich habe noch nichts gebucht.

ski2b: Tanja, besten Dank für das Interview und alles Gute für die nächste Zeit.
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