Pistenpräparierung ein "Irrsinn": Riesch kritisiert FIS
sid am 25.01.2010 - 09:13 Uhr
Ski-Rennläuferin Maria Riesch hat den internationalen Skiverband FIS am Rande des Weltcup-Riesenslaloms in Cortina d'Ampezzo scharf attackiert und so die seit Saisonbeginn schwelende Sicherheitsdiskussion bei den Alpinen erneut befeuert. Die Slalom-Weltmeisterin aus Partenkirchen kritisierte die Pistenpräparierung auf der Tofana als "Irrsinn": "Da sind Knieverletzungen programmiert."
Oben griffig, unten vereist
Unterstützung erhielt Riesch von Doppel-Weltmeisterin Lindsey Vonn (USA) und Riesenslalom-Champion Kathrin Hölzl. Nach Meinung der Athletinnen war es unmöglich, sich auf die wegen der Präparierung unterschiedlichen Schneeverhältnisse einzustellen und das Material so abzustimmen, dass es auf der kompletten Piste funktionierte. "Oben war der Schnee sehr aggressiv, also sehr griffig. Unten haben sie die Piste mit Wasser präpariert, weshalb sie dort völlig vereist war. Das ist das größte Problem für die Sicherheit, und das sagen wir denen (der FIS, d. Red.) auch schon immer. Aber die hören nicht auf uns", klagte Riesch.
"Sowas darf nicht mehr passieren"
Frauen-Cheftrainer Mathias Berthold hatte deshalb vor Beginn des Rennens bei FIS-Renndirektor Atle Skaardal protestiert. "Ich habe mir einfach Sorgen um die Mädels gemacht und habe das stark kritisiert. Und es hat ja dann auch wieder eine Kreuzbandverletzung gegeben", sagte er. Die Schweizerin Fränzi Aufdenblatten verletzte sich bei einem Sturz im ersten Durchgang am Knie. Ihr Cheftrainer Hugues Ansermoz führte den Unfall "auch" auf die Piste zurück, und sagte: "Das ist schade, sowas darf nicht mehr passieren."
FIS will Thema Sicherheit ernst nehmen
Wegen zahlreicher schwerer Stürze und daraus resultierender Verletzungen tobt schon seit Saisonbeginn eine mitunter emotional geführte Diskussion zwischen den Athleten und der FIS. Der Verband hat angekündigt, das Thema Sicherheit ernst nehmen und für Besserung sorgen zu wollen. "Da wird dann ständig am Material rumgemacht, und es heißt, das sei zu gefährlich. Und dann haben wir so eine Piste - das ist das Gefährlichste überhaupt", sagte Riesch dazu. Auch Hölzl nannte die Pistenpräparierung ein "Hauptthema für die Sicherheit. Ich verstehe einfach nicht, was die sich hier dabei gedacht haben." Eine Reaktion von FIS-Renndirektor Skaardal auf die Kritik von Riesch und Co. stand zunächst noch aus.
Neues Projekt bis 2013
Jedoch plant die FIS nach Informationen des Nachrichtenmagazins Focus ein Anti-Unfall-Projekt. In Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg sollen dafür Daten bei Rennen erhoben werden, anhand derer neue Sicherheitskonzepte entwickelt werden könnten. Die Laufzeit des Projekts ist bis 2013 angesetzt.
Oben griffig, unten vereist
Unterstützung erhielt Riesch von Doppel-Weltmeisterin Lindsey Vonn (USA) und Riesenslalom-Champion Kathrin Hölzl. Nach Meinung der Athletinnen war es unmöglich, sich auf die wegen der Präparierung unterschiedlichen Schneeverhältnisse einzustellen und das Material so abzustimmen, dass es auf der kompletten Piste funktionierte. "Oben war der Schnee sehr aggressiv, also sehr griffig. Unten haben sie die Piste mit Wasser präpariert, weshalb sie dort völlig vereist war. Das ist das größte Problem für die Sicherheit, und das sagen wir denen (der FIS, d. Red.) auch schon immer. Aber die hören nicht auf uns", klagte Riesch.
"Sowas darf nicht mehr passieren"
Frauen-Cheftrainer Mathias Berthold hatte deshalb vor Beginn des Rennens bei FIS-Renndirektor Atle Skaardal protestiert. "Ich habe mir einfach Sorgen um die Mädels gemacht und habe das stark kritisiert. Und es hat ja dann auch wieder eine Kreuzbandverletzung gegeben", sagte er. Die Schweizerin Fränzi Aufdenblatten verletzte sich bei einem Sturz im ersten Durchgang am Knie. Ihr Cheftrainer Hugues Ansermoz führte den Unfall "auch" auf die Piste zurück, und sagte: "Das ist schade, sowas darf nicht mehr passieren."
FIS will Thema Sicherheit ernst nehmen
Wegen zahlreicher schwerer Stürze und daraus resultierender Verletzungen tobt schon seit Saisonbeginn eine mitunter emotional geführte Diskussion zwischen den Athleten und der FIS. Der Verband hat angekündigt, das Thema Sicherheit ernst nehmen und für Besserung sorgen zu wollen. "Da wird dann ständig am Material rumgemacht, und es heißt, das sei zu gefährlich. Und dann haben wir so eine Piste - das ist das Gefährlichste überhaupt", sagte Riesch dazu. Auch Hölzl nannte die Pistenpräparierung ein "Hauptthema für die Sicherheit. Ich verstehe einfach nicht, was die sich hier dabei gedacht haben." Eine Reaktion von FIS-Renndirektor Skaardal auf die Kritik von Riesch und Co. stand zunächst noch aus.
Neues Projekt bis 2013
Jedoch plant die FIS nach Informationen des Nachrichtenmagazins Focus ein Anti-Unfall-Projekt. In Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg sollen dafür Daten bei Rennen erhoben werden, anhand derer neue Sicherheitskonzepte entwickelt werden könnten. Die Laufzeit des Projekts ist bis 2013 angesetzt.
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