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Lasse Kjus freut sich auf Beaver Creek

Patrick Lang am 26.11.2005 - 14:07 Uhr
Der Norweger Lasse Kjus fährt traditionell gut in Nordamerika. Hier konnte er bereits viele Erfolge feiern und nach dem nicht ganz so gelungenen Wochenende in Lake Louise mit den Plätzen 17 und 18 ist er ganz 'heiß' auf die Rennen in Beaver Creek.

Immer gut in Beaver Creek
Der Skandinavier, zweimaliger Sieger des Gesamt-Weltcups, hat einige seiner besten Resultate in Nordamerika erzielt. Letztes Jahr schlug er zum Beispiel alle Favoriten beim Riesenslalom in Beaver Creek (USA). 1999 in Vail war er der erste Athlet, der fünf Medaillen bei der selben Weltmeisterschaft gewann, unter anderem siegte er im Super-G und im Riesenslalom. "Es stimmt, dass die Bedingungen in Nordamerika gut für mich sind, weil man sehr gefühlvoll fahren muss. Man kann nicht zu aggressiv fahren auf dem trockenen Kunstschnee. Man muss auch sehr präzise fahren", so Kjus.

Die Katzen-Technik
In der Tat ist die Katzen-Technik von Kjus berühmt im Weltcup-Zirkus. Seine Konkurrenten wissen, dass er in bestimmten Situationen nur schwer zu schlagen ist. Besonders auf weichem Schnee, wie zum Beispiel beim Weltcup-Finale letzten März in Lenzerheide (SUI), als er das letzte Abfahrtsrennen der Saison vor Bode Miller gewann. Er trug die Startnummer 2, was ihm erlaubte, auf dem sehr guten Kurs eine frühe Bestzeit zu erzielen, die keiner mehr schlagen konnte. "Ich habe nicht darüber nachgedacht, einen großartigen Lauf hinzulegen. Ich war total relaxed und das hat mir sicherlich geholfen, dieses tolle Ergebnis zu erzielen", so Kjus. Nur eine Woche zuvor erlebte er in Kvitfjell noch ein Desaster, als er auf der 'Whiteface'-Piste Mühe hatte, überhaupt sicher das Ziel zu erreichen und nur 39. wurde.

Zufrieden mit seinem Material
Ein weiterer Grund für die gute Laune von Kjus derzeit ist die Tatsache, dass er sehr zufrieden ist mit seinem Material und seinen Skischuhen. Kjus benutzt Lange Schuhe in diesem Winter und es scheint, als habe er die richtige Abstimmung gefunden. "Er ist sehr kompliziert, die richtige Abstimmung zu finden. Man muss eine Menge Tests dafür machen", erklärte Kjus, der im Januar 35 Jahre alt wird. "Heutzutage ist es wichtig, Produkte der selben Marke zu benutzen. Es ist effizienter und der Service ist viel besser. In meiner Karriere habe ich immer viel an meiner Ausrüstung gearbeitet, besonders an meinen Schuhen. Ich habe anderen Firmen geholfen, exzellente Skischuhe zu produzieren, aber jetzt bin ich bereit, die Schuhe von Lange weiter zu verbessern, denn diese sind bequem zu tragen."

Hartes Training über den Sommer
Als einer der härtesten Gegner des starken österreichischen Teams sowie den US-Amerikanern Bode Miller und Daron Rahlves hat Kjus über den Sommer hart trainiert, um in Form zu kommen. Er reiste mit dem Rest des Teams nach Neuseeland: "Es könnte meine letzte Saison sein, also möchte ich alles für eine weitere gute Saison tun", so Kjus. Sein Hauptziel ist es, gesund zu bleiben und jedes Rennen so viel wie möglich zu genießen. "Wenn ich keine gesundheitlichen Probleme bekomme, bin ich bereit für eine weitere große Saison und hoffentlich für erfolgreiche Olympische Spiele. Ich mag große Rennen. Es ist viel Druck da und jeder ist nervös. Wenn es wirklich drauf ankommt, kann ich all meine Energie freisetzen und mich besser konzentrieren als viele andere Menschen. Das ist der Grund, weshalb ich bereits 17 Medaillen seit 1993 gewonnen habe!"
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