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Peter Fill feiert Premierensieg in Lake Louise: Drei Deutsche in den Punkten

Ski2b/sid am 30.11.2008 - 01:06 Uhr
Peter Fill hat den Favoriten ein Schnippchen geschlagen und die erste Weltcup-Abfahrt des Winters im kanadischen Lake Louise gewonnen. Der Italiener profitierte bei seinem ersten Erfolg überhaupt von seiner günstigen Startnummer 10 und den schlechteren Bedingungen für die Top-Favoriten.

Vorteil für die niedrigen Nummern
In einer Zeit von 1:47,40 Minuten verwies Fill den Schweizer Carlo Janka (0,08 Sekunden zurück) und Hans Olsson (Schweden/0,16) auf die Plätze. Janka raste mit Nummer 65 erstmals auf das Podium, nachdem sich das Wetter für die letzten Starter wieder gebessert hatte. Olsson war mit Nummer 5 unterwegs und kam in den Vorteil der frühen Starter. Für die hatte die Sonne den ersten und extrem schlagigen Teil der Piste durch gute Sichtbedingungen entschärft. Olsson setzte somit ein erstes Zeichen und musste zunächst nur Fill an sich vorbei ziehen lassen.

Top-Favoriten scheitern
Nach den ersten 15 Fahrern ging die Sonne aus dem Hang - abrupt verschlechterten sich die Fahrzeiten im oberen Abschnitt. Topfavorit Bode Miller (USA), der bei seinen beiden Fahrten im Training jeweils die Bestzeit vorgelegt hatte, hatte mit Startnummer 19 keine Chance mehr auf eine Spitzenplatzierung und fuhr auf Rang 16. Abfahrtsweltcup-Sieger Didier Cuche aus der Schweiz verpasste als 32. sogar die Punkte-Ränge. Nur TJ Lanning (USA) gelang es, mit einer mittleren Startnummer ein Top-Ten-Ergebnis einzufahren.



Jenseits der 50 wird die Piste schneller - Sensation durch Janka
Erst die richtig hohen Startnummern bekamen auf eisigen Untergrund wieder bessere Sicht und damit wettbewerbsfähige Bedingungen. So blieb es Carlo Janka aus der Schweiz vorbehalten, den vermeintlich sicheren Sieger Peter Fill noch einmal auf eine Nervenprobe zu stellen. Nur um acht Hundertstel verfehlte der Schweizer den ersten Platz, Georg Streitberger aus Österreich musste für ihn seinen Podestplatz räumen.

DSV-Trio nutzt Chance
Gleich drei der vier deutschen Starter hatten Glück mit den sonst so ungünstigen hohen Nummern. Peter Strodl fuhr mit nur 1,03 Sekunden Rückstand als 22. zu seinem besten Weltcup-Ergebnis. Sein Bruder Andreas (beide Partenkirchen/1,45) wurde 26., Stephan Keppler aus Ebingen (1,47) feierte nach seinem Kreuzbandriss als 27. ein gutes Comeback. Tobias Stechert (Oberstdorf/4,24) kam auf Rang 67.

Albrecht führt im Gesamtweltcup
Für die Sieger Fill, Janka und Olsson war ihr Ergebnis das jeweilig beste Karriereresultat überhaupt. Während der Italiener sich nach der ersten Abfahrt nun logischerweise das rote Trikot des Führenden in seiner Disziplin überstreifen darf, hat Daniel Albrecht durch einen elften Platz die Spitze der Gesamtwertung übernommen. Dort liegt er fast gleich auf mit Jean-Baptiste Grange und Bode Miller. Am 30. November steht in Lake Louise noch ein Super-G auf dem Programm.
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