Rainer Schönfelder: "Ich freu mich, als würde die Saison gerade erst anfangen..."
Schönfelder Media am 03.01.2008 - 12:31 Uhr
präsentiert diese KolumneAm 24. Dezember hat sich Rainer Schönfelder seinen Weihnachtswunsch erfüllt: Und ist nach dem schlimmen Sturz in Bad Kleinkirchheim erstmals wieder auf Skiern gestanden. Seither war jeder Kontakt mit seinem Lieblingsmedium Schnee ein Fortschritt – in Richtung Comeback. Heute, nach einem erfolgreichen Slalomtraining in Kühtai, hat er sich entschieden: „Start in Adelboden!“
Zähne zusammenbeißen in Adelboden
Linker Oberarmkopf angebrochen, ein Band in Mitleidenschaft gezogen. Prellungen im Thorax-, Rippen-, Becken-, Knie-, Schienbeinbereich: Seit seinem argen Sturz in Bad Kleinkirchheim, seinem ersten Heimrennen ausgerechnet, weiß Rainer Schönfelder, was es heißt, seine „blauen Wunder zu erleben“. Schmerzen hat er nach wie vor: „Manchmal mehr, manchmal weniger – es hängt sehr damit zusammen, wie ich in der Nacht im Bett liege, bin ich draufgekommen.“ Das große Aber: „Der Spaß am Skifahren, der Hunger aufs Rennfahren – das überwiegt bei weitem. Ich freu mich auf Adelboden und werde dort die Zähne zusammenbeißen - wofür hätt ich sie denn sonst“, ist Rainer Schönfelder längst wieder bester Dinge.
Schönfelder: Diese Zwangspause war auch ein Geschenk...
„Was mir im Vorjahr gar nicht und heuer großartig gelungen ist“, sagt Rainer Schönfelder, „ist anzuerkennen, wenn der Körper ‚Nein!‘ sagt!“ Im Vorjahr war er in Adelboden mit Gehirnerschütterung und Schleudertrauma nach einem Trainingssturz an den Start gegangen: „Vor lauter Konzentration, die Beeinträchtigung auszublenden, bin ich im Riesentorlauf vor dem Startsignal losgefahren und wurde disqualifiziert.“ Heuer hat er zwar wieder Schmerzen, aber trotzdem fühlt sich alles ganz anders an: „Diese Zwangspause war auch ein Geschenk: Einmal aus dem Wettkampfrhythmus auszusteigen, den Advent in Wien zu erleben, Muse zu haben – das hat große Qualität gehabt. Die Norweger haben das früher programmatisch gemacht in ihrer besten Zeit. Ab Weihnachten hab ich dann zuhause auf der Petzen trainiert. Und war, auch wenn mir das Gstell so weh getan hat, wie ein Schwamm, der lange im Trockenen gelegen ist: Ich habe jeden Schwung aufgesaugt und mich sehr stark und locker gefühlt. Das hat sich bei den Trainings mit der Mannschaft fortgesetzt. Es ist für mich, als ob die Saison erst jetzt beginnen würde, so freue ich mich auf die Rennen in Adelboden.“
Adelboden hat für Schönfelder ein besonderes Ambiente
Rainer Schönfelder: „Ich mag das Ambiente in Adelboden, es ist so ein Winteridyll und die Begeisterung der Menschen ist so groß – ich hab sehr viele Fans in der Schweiz. Heuer wird noch mehr los sein, weil die jungen Schweizer so gut in Form sind und ich habe hier auch schon gewonnen: Also ein idealer Ort, wieder ins Renngeschehen einzusteigen.“ An seinen Perspektiven habe sich nichts verändert: „Jänner ist Hochsaison! Das Ziel ist, in der Schweiz, in Adelboden und Wengen, gute Leistungen zu bringen und mich so für die Highlights in Kitzbühel – heuer ein doppeltes Heimrennen, weil meine Sponsorpartner von der Hypo Group Alpe Adria dort auch das Rennen sponsern - und Schladming zu pushen. Und das dann für den Rest der Saison mitzunehmen. Und damit das gelingt, dafür werde ich mein Allerbestes tun.“
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