Interview mit dem DSV-Abfahrtstrainer Andi Fürbeck
Ski2b Redaktion am 16.01.2004 - 16:48 Uhr
Zur Person von Andi Fürbeck:
Der 30-jährige Andi Führbeck steht seit 1998 in Diensten des DSV und ist der verantwortliche Trainer der DSV-Damen für den Bereich Abfahrt und Super-G.
Ski2b: Andi, zunächst natürlich unser Glückwunsch zu den Resultaten Deines Teams an den vergangenen beiden Tagen in Cortina d'Ampezzo. Zweimal Platz zwei und Platz drei in den Super-G-Rennen, Maria Riesch als schnellste Fahrerin des Abfahrts-Abschlusstraining, werden da die Trainer der anderen Nationen nicht langsam neidisch?
Andi Führbeck: Nun ja, die anderen Trainer horchen schon langsam auf, schauen, wie wir besichtigen und nehmen uns schon genauer unter die Lupe. Das stimmt schon.
Ski2b: Was macht die DSV-Damen derzeit so stark in Cortina? Können wir bei den Abfahrten ähnliches von Deinem Team erwarten?
Andi: Konkrete Rennvorhersagen gebe ich natürlich nicht, wie auch, aber klar ist, dass uns hier mehrere Faktoren stark machen. Wir haben gutes Material, haben die Linienwahl in der Analyse gut getroffen und die Fahrerinnen haben diese auch entsprechend gut umgesetzt. Sie verfügen über gute technische Fertigkeiten. Cortina fordert die Athletinnen mit einer schweren Piste und für mein Team gilt, je anspruchsvoller, desto besser für uns.
Ski2b: Kurze Frage zum Mittwochrennen. Dort gab es ab Startnummer 22 zu vermelden, dass mit Ausnahme von Hilde Gerg (Startnummer 26) fast alle Fahrerinnen im oberen Streckenabschnitt sehr viel Zeit verloren haben. Über den Grund war man sich nicht sicher. Gab es da eine Analyse?
Andi: Ja, wir haben da noch einmal nachgeschaut. Ich habe mir Videoanalysen übereinander gelegt und es stimmt, dass allein im oberen Gleitstück - ohne erkennbare Fahrfehler verschiedener Athletinnen - Zeitrückstände von 0.5 Sekunden und mehr zu messen waren. Wind kann eigentlich nur eine untergeordnete gespielt haben, eher vermutlich, dass der Schnee sich verändert haben könnte, langsamer wurde.
Ski2b: Wie bewertest Du die Tatsache, dass ihr mit sieben Startplätzen in den Speeddisziplinen arbeiten könnt, aber ihr es auch mit sieben, individuell zu betreuenden Fahrerinnen zu tun habt. Ist es Mehrbelastung oder wirkt die Teamgröße sich positiv auf die Leistungen aus?
Andi: Eine Mehrbelastung ist es in jedem Fall, aber eine eigentlich angenehme, weil sehr produktive Mehrbelastung. So können wir Nachführarbeit für die kommenden Jahre leisten, können eher einmal Nachwuchsfahrerinnen wie der Stefanie Stemmer Startplätze bei Weltcupeinsätzen geben. Sie soll die verschiedenen Strecken kennenlernen, sich an den Weltcup gewöhnen.
Ski2b: Wie bewertest Du die Leistungen der eigentlich arrivierten Fahrerinnen Petra Haltmayr und Regina Häusl, die ja noch nicht so recht in Form sind?
Andi: Bei Petra zeigt die Leistungskurve klar noch oben, sie hat bei Teilstrecken schon die neunte, zehnte Zeit und ich bin mir sicher, dass der Knoten da bald aufgeht. Bei Regina ist es so, dass sie in der Vorbereitung recht gute Eindrücke hinterlassen hat, sich aber technische Probleme in den ersten Rennen aufgetan haben, an denen wir derzeit arbeiten. Auch hier wird es sicherlich bald bessere Resultate geben können.
Ski2b: Letzte Frage, wie siehst Du die DSV-Chancen im Kampf um die Kristallkugeln in Abfahrt und Super-G und wie ergeht es Euch Alpinen jetzt im Vergleich zu den um Medienaufmerksamkeit konkurrierenden anderen Wintersportbereichen wie Langlauf, Skispringen, Biathlon?
Andi: Natürlich arbeiten wir hart für den Erfolg, wollen am Ende die Kugeln, doch das wollen andere auch und ich bin kein Wahrsager. Aber ich habe ein gutes Gefühl und bin von meinen Mädchen überzeugt. Ich bin zudem schon ein paar Jahre im Geschäft, habe schon up's und down's erlebt, aber ich freue mich natürlich schon sehr über den 'Konter', den die Skialpinen gerade ansetzen, nachdem sie in letzter Zeit eher nicht in der Gunst der Medien gestanden haben.
Der 30-jährige Andi Führbeck steht seit 1998 in Diensten des DSV und ist der verantwortliche Trainer der DSV-Damen für den Bereich Abfahrt und Super-G.
Ski2b: Andi, zunächst natürlich unser Glückwunsch zu den Resultaten Deines Teams an den vergangenen beiden Tagen in Cortina d'Ampezzo. Zweimal Platz zwei und Platz drei in den Super-G-Rennen, Maria Riesch als schnellste Fahrerin des Abfahrts-Abschlusstraining, werden da die Trainer der anderen Nationen nicht langsam neidisch?
Andi Führbeck: Nun ja, die anderen Trainer horchen schon langsam auf, schauen, wie wir besichtigen und nehmen uns schon genauer unter die Lupe. Das stimmt schon.
Ski2b: Was macht die DSV-Damen derzeit so stark in Cortina? Können wir bei den Abfahrten ähnliches von Deinem Team erwarten?
Andi: Konkrete Rennvorhersagen gebe ich natürlich nicht, wie auch, aber klar ist, dass uns hier mehrere Faktoren stark machen. Wir haben gutes Material, haben die Linienwahl in der Analyse gut getroffen und die Fahrerinnen haben diese auch entsprechend gut umgesetzt. Sie verfügen über gute technische Fertigkeiten. Cortina fordert die Athletinnen mit einer schweren Piste und für mein Team gilt, je anspruchsvoller, desto besser für uns.
Ski2b: Kurze Frage zum Mittwochrennen. Dort gab es ab Startnummer 22 zu vermelden, dass mit Ausnahme von Hilde Gerg (Startnummer 26) fast alle Fahrerinnen im oberen Streckenabschnitt sehr viel Zeit verloren haben. Über den Grund war man sich nicht sicher. Gab es da eine Analyse?
Andi: Ja, wir haben da noch einmal nachgeschaut. Ich habe mir Videoanalysen übereinander gelegt und es stimmt, dass allein im oberen Gleitstück - ohne erkennbare Fahrfehler verschiedener Athletinnen - Zeitrückstände von 0.5 Sekunden und mehr zu messen waren. Wind kann eigentlich nur eine untergeordnete gespielt haben, eher vermutlich, dass der Schnee sich verändert haben könnte, langsamer wurde.
Ski2b: Wie bewertest Du die Tatsache, dass ihr mit sieben Startplätzen in den Speeddisziplinen arbeiten könnt, aber ihr es auch mit sieben, individuell zu betreuenden Fahrerinnen zu tun habt. Ist es Mehrbelastung oder wirkt die Teamgröße sich positiv auf die Leistungen aus?
Andi: Eine Mehrbelastung ist es in jedem Fall, aber eine eigentlich angenehme, weil sehr produktive Mehrbelastung. So können wir Nachführarbeit für die kommenden Jahre leisten, können eher einmal Nachwuchsfahrerinnen wie der Stefanie Stemmer Startplätze bei Weltcupeinsätzen geben. Sie soll die verschiedenen Strecken kennenlernen, sich an den Weltcup gewöhnen.
Ski2b: Wie bewertest Du die Leistungen der eigentlich arrivierten Fahrerinnen Petra Haltmayr und Regina Häusl, die ja noch nicht so recht in Form sind?
Andi: Bei Petra zeigt die Leistungskurve klar noch oben, sie hat bei Teilstrecken schon die neunte, zehnte Zeit und ich bin mir sicher, dass der Knoten da bald aufgeht. Bei Regina ist es so, dass sie in der Vorbereitung recht gute Eindrücke hinterlassen hat, sich aber technische Probleme in den ersten Rennen aufgetan haben, an denen wir derzeit arbeiten. Auch hier wird es sicherlich bald bessere Resultate geben können.
Ski2b: Letzte Frage, wie siehst Du die DSV-Chancen im Kampf um die Kristallkugeln in Abfahrt und Super-G und wie ergeht es Euch Alpinen jetzt im Vergleich zu den um Medienaufmerksamkeit konkurrierenden anderen Wintersportbereichen wie Langlauf, Skispringen, Biathlon?
Andi: Natürlich arbeiten wir hart für den Erfolg, wollen am Ende die Kugeln, doch das wollen andere auch und ich bin kein Wahrsager. Aber ich habe ein gutes Gefühl und bin von meinen Mädchen überzeugt. Ich bin zudem schon ein paar Jahre im Geschäft, habe schon up's und down's erlebt, aber ich freue mich natürlich schon sehr über den 'Konter', den die Skialpinen gerade ansetzen, nachdem sie in letzter Zeit eher nicht in der Gunst der Medien gestanden haben.
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