
Marco Büchel

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Marco Buechel

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Portrait - Marco Büchel (LIE)
Ski2b Redaktion am 18.01.2008 - 11:34 Uhr
Marco Büchel kommt aus dem Land Liechtenstein inmitten der Alpenländer. Kein Wunder, dass wie er viele erfolgreiche Skifahrer aus der kleinen Nation stammen, denn Skifahren ist eine der Hauptsportarten in Liechtenstein. Büchel wurde am 04.11.1971 geboren, ist schon lange Zeit im Weltcup dabei und gehört immer noch zur absoluten Weltspitze.
Bereits in Lillehammer 1994 dabei
Büchel konnte vor seinem ersten Weltcupauftritt 1994 in Tignes bereits an den Olympischen Spielen teilnehmen. Auch wenn es dort noch nicht zu einer vorderen Platzierung reichte, Liechtenstein war Teilnehmer und Marco ein Teil der nationalen Mannschaft.
Im Weltcup ging Marco zunächst nicht besonders erfolgreich vor. Ohne auch nur einmal einen Punkterang erreicht zu haben, konnte er bei der WM in Spanien 1996 einen guten 18. Rang erfahren und somit das erste Mal auf sich aufmerksam machen. Das gelang ihm auch in
Sölden zu Beginn der folgenden Saison, als er sein erfolgreiches Sommertraining unter Beweis stellen konnte und mit dem 21. Platz die ersten Weltcup-Punkte seiner Karriere einfuhr.
1997/98 der Angriff auf die großen Nationen
Büchel, der mit seiner Frau Doris verheiratet ist und als Leibgericht Roasted Garlic mit Rosmarin angibt, konzentrierte sich in den folgenden Jahren nur noch auf den Weltcup und ließ die FIS-Rennen und Europacup-Rennen außen vor. Und das wirkte sich äußerst positiv auf seine Rennleistungen aus. Gleich vier Top Ten Ränge konnte Büchel in dieser Saison erreichen und belegte zudem Platz 14 bei den Olympischen Spielen in Nagano. Ohne Respekt vor den 'Ösis' oder den Schweizern ging er dann auch im Riesenslalom in Park City ans Werk und schaffte den Sprung auf das Treppchen, den er dank seiner Leistungen wirklich verdient hatte.
Ohne Druck, dafür mit viel Gefühl in den Beinen, fuhr er also nach Vail zur Ski-WM 1999. Zurück nach Liechtenstein kehrte er als sensationeller Silbermedaillengewinner im Riesenslalom. Einen packenden Zweikampf mit dem Norweger Lasse Kjus hatte er sich geliefert und am Ende mit einem Wimpernschlag Rückstand den kürzeren gezogen. Doch das konnte Büchel die Stimmung kaum vermiesen...
Büchel feste Größe im Weltcup
Der Liechtensteiner Büchel mauserte sich zum Hauptkonkurrenten für die bewährten Kräfte im Weltcup. Vor allem im Riesenslalom fuhr er Top-Rennen, 2000 in
Kranjska Gora und
Hinterstoder belegte er die Ränge drei und zwei. Doch dann ließ er die Zügel ein wenig schleifen und die Motivation um nur wenige Prozent sinken. Und das reicht im engen Fahrerfeld des Weltcups schon aus, um nicht mehr ganz vorne mit dabei zu sein. Doch eindrucksvoll meldete er sich Ende 2002, abermals in Übersee, mit dem zweiten Platz im Super-G zurück. Der Weltcup-Sieg schien ihm einfach nicht vergönnt zu sein, denn Büchel verpasste ihn wiederum nur äußerst knapp um acht Hundertstel.
Erster Weltcup-Sieg
Doch das Glück verließ Büchel nicht komplett. Der Liechtensteiner Sunnyboy schaffte den langersehnten Weltcup-Sieg am 23. Februar 2003 in
Garmisch-Partenkirchen und konnte Stephan Eberharter knapp auf Platz zwei verweisen. Ein großer Triumph für den über 30-jährigen Büchel, der auch danach immer wieder nach vorne gefahren ist.
Gute Ergebnisse 2004/2005
Die Saison 2004/2005 war von konstant guten Leistungen Büchels gekennzeichnet. In Val d'Isere verpasste er als Zweiter bei der Abfahrt nur knapp seinen zweiten Weltcup-Sieg. Hinzu kam noch ein vierter Rang in
Lenzerheide sowie ein sechster Platz in
Kvitfjell. Und auch bei der WM 2005 schaffte er mit dem fünften Platz eine vordere Platzierung. Insgesamt schloss Büchel die Saison auf dem 11. Platz im Gesamt-Weltcup und auf dem zehnten Rang im Abfahrts-Weltcup ab - beides die bis dato beste Platzierung für Büchel in seiner Karriere.
Zweiter Weltcup-Sieg und kontinuierlicher Aufwärtstrend
Mit dem Abfahrtssieg in
Gröden schaffte der Mann aus Liechtenstein den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere. Zweimal gelang ihm der Sprung aufs Treppchen. In Turin mischte er in Super G und Abfahrt auch vorne mit, allerdings ohne in die Reichweite der Medaillen zu kommen. Trotzdem war er im Winter 2005/2006 in der Abfahrtswertung schon auf Rang vier zu finden.
Weiter auf der Erfolgsspur
Nach seinem Sieg in
Gröden 2005 konnte Büchel auch gleich zum Auftakt des Speed-Winters 2006/2007 groß auftrumpfen. Mit einer hervorragenden Leistung auf der Abfahrt von
Lake Louise strich er seinen dritten Weltcup-Sieg ein.
Steckbrief
Geboren: 04.11.1971
Nation: Liechtenstein
Heimatverein: Ski Club Balzers
Größe: 186cm
Gewicht: 92kg
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
web: www.marco-buechel.li
Erfolge
Marco Büchel begann 1987 nationale Rennen zu fahren. In
Sölden erreichte der Liechtensteiner 1996 bei einem Riesenslalom die ersten Weltcuppunkte als 21. Der erste Podiumsplatz war ein dritter Rang beim Riesenslalom von Park City (USA) 1998. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination
Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): DH (7), SG (6), GS (DNF)
2002 in Salt Lake City (USA): DH (29), SG (13), GS (17)
1998 in Nagano (JPN): GS (14)
1994 in Lillehammer Kvittfjell (NOR): DH (40), SG (32)
Weltmeisterschaft:
2005 in
Bormio (ITA): SG (5), DH (25), GS (DNF)
2001 in
St. Anton (AUT): SG (ausgeschieden), GS (9)
1999 in Vail/Beaver Creek (USA): GS (2)
1997 in Sestriere (ITA): GS (16)
1996 in
Sierra Nevada (SPA): GS (18), SL (ausgeschieden)
Weltcup:
7. Platz Gesamtweltcup 2007
Weltcup-Disziplinen-Zweiter in der Abfahrt 2007
Weltcup-Disziplinen-Vierter in der Abfahrt 2006
Weltcup-Disziplinen-Zweiter im Super-G 2003
Weltcup-Disziplinen-Sechster im Riesenslalom 2000 und 2001
Vier Weltcup-Siege, insgesamt 14 Podestplatzierungen
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