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Einführung in die New School-Sprünge mit Gerhard Blöchl-Teil 7

Ski2b Redaktion am 21.12.2004 - 16:21 Uhr
Gerhard Blöchl, Weltcupfahrer, zweifacher deutscher Meister Ski Freestyle Buckelpiste und Armin Blöchl, Autoren des Skilehrbuches New School, stellen im Folgenden den Misty vor.

Sprünge sind etwas schief gelegt
Der Misty gehört zur Kategorie der Off-Axis-Tricks. Kennzeichen dabei ist, dass die Rotation nicht wie im Turnsport oder beim Skikunstspringen rein um die Längs- und Breitenachse erfolgt, sondern dass die Sprünge - ähnlich dem Snowboardsport - etwas schief gelegt werden, um ihnen so ein einzigartiges Aussehen zu geben. Dies erkennt man besonders gut bei der Betrachtung der Sprünge von vorne oder hinten. Den Misty erlernt man am einfachsten mit dem Basiswissen eines Vorwärtssaltos mit Schraube, das man z. B. von einem Trampolintrainer vermittelt bekommt. Die Veränderung zum Misty bringt den Vorteil, dass die Landezone viel früher eingesehen werden kann.

Der Ablauf des Misty
Die Bilder 1 und 2 der Sequenz zeigen, dass schon während des Absprungs ein leichtes Vorrotieren möglich ist. Nicht zu vernachlässigen ist dabei aber weiterhin der beidbeinige Absprung nach oben. Die Drehrichtung hängt von der jeweiligen Lieblingsseite ab. Linksdreher beim Helikopter blicken hier über die linke Schulter. Durch einen Armzug der rechten Hand nach links unten dreht man sofort den Rücken in die Landung (Bild 3 und 4). Wie beim normalen Vorwärtssalto ist auch hier ein Fersenzug sehr wichtig. Achtet zudem darauf, dass der Blick nicht hängen bleibt, sondern der Rotation um die linke Schulter folgt.
Ab dem Scheitelpunkt der Flugbahn (Bild 5) kann der Landepunkt eingesehen werden. Während sich die Rotation um die Breitenachse durch Strecken und Beugen der Knie- und Hüftgelenke kontrollieren lässt, geschieht dies bei der Rotation um die Längsachse durch Herannehmen oder seitliches Wegstrecken der Arme. Über Kopf kann ein Cross oder Grab eingebaut werden. Der letzte Teil der Flugphase (ab Bild 9) ist ähnlich dem des Sideflips.
An dieser Stelle wird klar, warum wir so viel Wert auf die Basissprünge wie dem Strecksprung legen, denn Ihr seht, wie sich ab einem bestimmten Niveau alle Elemente vermischen.

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