
Side Flip

Gerhard Blöchl

New School - Faszination auf Skiern

Gerhard Blöchl

Sideflip
Einführung in die New School-Sprünge mit Gerhard Blöchl-Teil 3
Ski2b Redaktion am 23.11.2004 - 10:10 Uhr
Gerhard Blöchl, Weltcupfahrer, zweifacher deutscher Meister Ski Freestyle Buckelpiste und Armin Blöchl, Autoren des Skilehrbuches 'New School', stellen im Folgenden den Sideflip vor.
Vorteil: einsehen der Landezone
Den Sideflip kennzeichnet die Rotation um die Tiefenachse. Viele halten ihn für einen eher ungewöhnlichen Sprung, da der Seitwärtssalto, im Vergleich zum Vorwärts- oder Rückwärtssalto in den meisten Sportarten, nur wenig verbreitet ist. Ein eindeutiger Vorteil des Sideflips besteht darin, dass man während der kompletten Rotation die Landezone einsehen kann. Verglichen mit den beiden anderen Basissprüngen, kann er aber nicht als leichter oder schwerer klassifiziert werden.
Methodische Hinführung zum Seitwärtssalto:
Auch der Seitwärtssalto sollte zuerst am Minitrampolin oder am 1-m-Sprungbrett erlernt werden. Eingangsvoraussetzung, die ihr mitbringen müsst, ist das einfache Rad aus dem Schulsport. Eine genaue methodische Anleitung für die ersten Schritte findet Ihr in dem Buch 'New School'.
Bewegungsbeschreibung des Sideflips mit Skiern:
Der Absprung erfolgt nach vorne oben, wobei durch das aktive Beugen nach rechts von Oberkörper und Kopf ein Drehimpuls entsteht. Trotz des zur Seite geneigten Kopfes bleibt der Blick nach vorne gerichtet. Die Rotation um die Tiefenachse wird weiter forciert durch ein explosives Anhocken der Beine und einen Armzug mit dem linken Arm nach oben. Die hier gekreuzten Skier sind eine individuelle Ausprägung des Springers und spielen für das Gelingen des Sprungs keine Rolle. Ein Abbremsen der Rotationsgeschwindigkeit erreicht man dadurch, dass das Hüft- und Kniegelenk immer weiter geöffnet wird. Wie schnell die Position geöffnet wird, hängt von der Höhe und der Entfernung zum Landepunkt ab. Die Arme werden beim Öffnen vor dem Körper gehalten. Die Landung erfolgt mit zentraler Körperposition. Nach den ersten Sprüngen stellt man immer fest, dass man etwas seitlich versetzt landet. Dem wirkt man entgegen, indem man versucht, mit beiden Beinen noch mehr nach vorne oben abzuspringen und den Drehimpuls zur Seite minimal später zu geben.
Zwei Videoclips zum Sideflip findet Ihr unter 'Verwandte Links'.
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