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Gerhard Blöchl

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Einführung in die New School-Sprünge mit Gerhard Blöchl-Teil 2

Ski2b Redaktion am 16.11.2004 - 10:39 Uhr

Im zweiten Teil der Serie stellen Armin und Gerhard Blöchl den 360° vor. Ausführlichere Erklärungen gibt es in ihrem Buch 'New School – Faszination auf Skiern'.

Der 360°
Zum Repertoire eines sehr guten Skiläufers sollte auch ein Helikopter gehören. Dieser ist viel leichter, als die Meisten glauben. Vor den ersten Versuchen empfehlen wir folgende Vorübungen:
Auf diesen Sprung kann man sich sehr gut am 1-m-Brett im Hallenbad vorbereiten. Der Absprung vom Sprungbrett erfolgt beidbeinig. Wie beim Strecksprung wird der Absprung nach
vorne oben gerichtet. Über einen Impuls schon während des Absprungs leitet man die Rotation um die Längsachse ein. Dies geschieht, indem während der Streckung der Beine Kopf, Schulter und Hüfte in die gewünschte Richtung drehen. Gleichzeitig werden die Arme gestreckt nach außen genommen. Dies gibt Euch zusätzliche Stabilität. Das Heranziehen der Arme zum Körper erhöht die Drehgeschwindigkeit, sollte man die Drehung um die Körperachse nicht schaffen. Die Drehung bremsen kann man natürlich, indem man die Arme wieder von sich streckt.

Auch Mehrfachrotationen einbauen
Nachdem die ersten 360° gut funktioniert haben, ist es wichtig, dass ihr nun weiter am Wasser experimentiert. Versucht, ruhig auch Mehrfachrotationen oder Grabs in den Sprung einzubauen. Das Entscheidende ist hier, dass Ihr Euch einen gewissen Schatz an Bewegungserfahrung aneignet und mehr Überblick und Sicherheit bekommt.

Bewegungsbeschreibung des 360° mit Skiern

Absprung
Beim Absprung ist es wichtig, niemals direkt auf die Skier
oder auf die Schanze zu blicken, sondern geradeaus ins Tal. In der Mitte der Schanze erfolgt ein explosives Strecken des Hüft- und Kniegelenks. Abgesprungen wird über den Fußballen nach vorne oben. Bereits beim Absprung wird der Impuls für die Rotation gegeben. Sobald die Beine durchgestreckt sind, dreht man beim Verlassen der Schanze mit Kopf und Schulter in Rotationsrichtung. Dabei ist auch aus der Hüfte ein wesentlicher Impuls in Drehrichtung
notwendig. Die Arme werden in Vorhalte leicht seitlich
genommen und fliegen nicht rudernd durch die Gegend. Man darf niemals ruckartige Bewegungen machen oder versuchen, den Körper durch Vorrotieren herumzureißen, sondern dreht immer langsam und geführt.

Luftfahrt
In der Luft Körperspannung halten! Ein guter Tipp: Die Zehenspitzen nach oben ziehen, um zu vermeiden, dass man wie eine Banane dreht. Der Kopf bleibt während der Rotation immer in derselben Position, bis die Drehung beinahe komplett ist. Dabei wird natürlich weiterhin nicht nach unten Richtung Boden gesehen, denn dieser wird immer nur peripher wahrgenommen. Zur Erhöhung der Drehgeschwindigkeit die Arme an den Körper herannehmen, zum Bremsen der Rotation vor der Landung streckt man sie wieder seitlich von sich. In der Luft den Überblick zu behalten, ist dabei immer das Entscheidende.

Landung
Am Ende der Rotation richtet man den Blick talwärts. Dabei blickt man niemals direkt in die Landezone, sondern geradeaus in Fahrtrichtung. Die Stöcke werden gestreckt nach vorne gehalten, um eine stabile Vierpunktlandung durchführen zu können.

Nachdem man ausreichend Flugerfahrung gesammelt hat, kann man nun verschiedenste Grabs integrieren.

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