
Daniela Ceccarelli

Janica Kostelic

Alexandra Meissnitzer

Hilde Gerg

Michaela Dorfmeister

Martina Ertl

Petra Haltmayr

Regina Häusl

Wolfgang Maier

Salt Lake City 2002

Salt Lake City 2002

Salt Lake City 2002

Salt Lake City 2002

Salt Lake City 2002

Salt Lake City 2002
Ceccarelli sorgt für Überraschung - Gold im Super G
Ski2b Redaktion am 17.02.2002 - 19:15 Uhr
Einen spannenden und überraschenden Verlauf hat das olympische Super-G-Rennen auf der 'Wild-Flower-Piste' in Snowbasin genommen. Die Italienerin Daniela Ceccarelli gewann in der Zeit von 1:13,59 Min. vor der kroatischen Kombi-Olympiasiegerin Janica Kostelic (1:13,64 Min.) und Karen Putzer, ebenfalls aus Italien (1:13,86Min.). Platz vier ging an Alexandra Meissnitzer aus Österreich. Auf den fünften Rang kam Hilde Gerg aus Lenggries.
Ceccarelli hatte niemand auf der Rechnung:
Mit der Italienerin Daniela Ceccarelli hatte bei der Medaillenvergabe im Super G sicherlich niemand gerechnet. Die 26-jährige Fahrerin, die ihre Wurzeln in Rom hat, ist allerdings auch in der aktuellen Weltcup-Saison schon recht gut unterwegs gewesen. Mit einem zweiten Platz im Super G deutete sie ihr Können im Vorfeld von Olympia an. Jedoch konnte sie bislang noch keinen Weltcupsieg verbuchen. Die Olympia-Goldmedaille ist der erste große Erfolg für Ceccarelli.
Hilde Gerg weinte vor Enttäuschung:
Am Ende gehörte Hilde Gerg zu den geschlagenen Favoritinnen. Die Führende der Super-G-Weltcup-Wertung beging im oberen Abschnitt der dort windigen Strecke einen Fahr-Fehler, der Zeit kostete. Auch eine Aufholjagd im unteren Streckenteil reichte der 26-jährigen Slalom-Olympiasiegerin von 1998 in Nagano nicht mehr aus. Im Ziel stand fest, dass Gerg die Spiele von Salt Lake City ohne Medaille verlassen wird. Tränen der Enttäuschung liefen ihr über das Gesicht.
Ertl im Soll - Haltmayr und Häusl schwach:
Martina Ertl, Gewinnerin der Kombi-Bronzemedaille, war mit ihrem elften Rang Im Super G zufrieden. Für sie geht es am Mittwoch im Slalom vielleicht erneut um Medaillen. Schwach präsentierten sich indes Regina Häusl und Petra Haltmayr. Haltmayr spielte mit Startnummer eins die 'Testpilotin' des Feldes, landete schließlich auf einem enttäuschenden 23. Platz. Regina Häusl schied zudem aus und kann mit ihrem Abschneiden bei den Olympischen Spielen nicht zufrieden sein.
Auch Österreich nicht zufrieden:
Die Blechmedaille für Platz vier, auch Holzmedaille genannt, ging im Super G an die Österreicherin Alexandra Meissnitzer. Ebenfalls in die Röhre guckten Michaela Dorfmeister (Platz sechs) und Renate Götschl (Rang acht). Tanja Schneider erreichte nicht das Ziel. In der Alpenrepublik hatte man beim Super G fest mit Edelmetall gerechnet.
Stimmen:
Daniela Ceccarelli: "Das habe ich nicht erwartet. Ich war so nervös am Start. Ich habe mir am Start gesagt, komm, da fährst du jetzt einfach so runter wie bei jedem anderen Rennen."
Hilde Gerg unter Tränen im Ziel: "Da kann man nix machen. Es war bei Großereignissen jetzt schon oft so knapp. Immer wieder auf Platz vier oder fünf. Ich habe es oben einfach verschissen. Das ist nicht leicht für mich."
Hilde Gerg nach dem Rennen: " Ich hab es im oberen Teil verloren. Ich bin hier angetreten, wollte eine Medaille machen, aber die Großereignisse in den USA liegen mir wohl nicht. Dennoch gehe ich jetzt zum Deutschen Haus zum feiern. Morgen geht es dann nach Hause."
Martina Ertl: "Das war eigentlich ganz in Ordnung. Mit der Unterbrechung (Sturz der Läuferinn vor Ertl) und der Piste, die nicht mehr ganz gut war, war es nicht so leicht. Für Hilde tut es mir leid. Ich freue mich jetzt auf den Slalom."
Wolfgang Maier: "Mit den Windbedingungen heute war das stark an der Grenze zur Legalität. Heute ist das bitter für uns. Hilde ist als Favoritin angereist, war in der Saison eine der besten Fahrerinnen. Schade, dass es nicht geklappt hat."
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