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Ivica Kostelic sorgt für Kostelic-Goldrausch in St. Moritz

Ski2b Redaktion am 16.02.2003 - 14:24 Uhr
Die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften von St. Moritz 2003 sind Ski-Geschichte. Mit dem traditionell letzten Wettbewerb - dem Slalom der Herren - gingen die Wettkämpfe auf der Engiadina- und Corviglia-Strecke zu Ende.

Ivica Kostelic in der Erfolspur der Schwester:
Schon nach dem ersten Slalom-Durchgang auf der Corviglia-Piste lag der Kroate Ivica Kostelic in der Zeit von 0:50,81 Min. auf dem ersten Platz. Am Mittag folgte der große Bruder seiner Schwester auf den Slalom-Thron und holte in der Gesamtzeit von 01:40,66 Min. so die dritte WM-Goldmedaille für Kroatien.

Silber-Überraschung für die Schweiz - Rocca mit Bronze:
Für die Eidgenossen endete die Ski-WM mit einer positiven Überraschung. Der Schweizer Silvan Zurbriggen (01:40.99) holte völlig überraschend WM-Silber vor dem Italiener Giorgio Rocca (01:41,02 Min.).

ÖSV-Duo patzte bei der Verfolgungsjagd:
Genau wie am Samstag bei den Damen waren auch die Österreicher zunächst die ärgsten Verfolger des Kroaten. Doch weder Benjamin Raich (Platz 2 nach 1. Durchgang) noch Manfred Pranger (Platz 3 nach erstem Durchgang) gelang im Finale ein Traumlauf. Beide standen am Ende ohne Medaille da und mussten sich mit den Plätzen Vier und Fünf begnügen.

Bode Miller ohne Skistock in Durchgang Eins:
Der Doppel-Weltmeister Bode Miller aus den USA ging sein Rennen im ersten Lauf gewohnt engagiert an, doch nach der Zwischenzeitnahme verlor der Amerikaner den linken Ski-Stock und musste in einem wahren Rodeo-Ritt den Weg ins Ziel fortsetzen. Vor dem zweiten Durchgang lag Miller auf Rang Acht. Auch im Finale konnte der US-Boy nicht mehr den Turbo einschalten. Der sechste Platz sprang schließlich für den Amerikaner heraus.

Nur Neureuther stark:
Vier DSV-Fahrer waren zum ersten Durchgang auf der Corviglia angetreten, Andreas Ertl und der junge Nachwuchsfahrer Jendrek Stanek schieden nach jeweils guten Zwischenzeiten mit Fahrfehlern bereits am Vormittag vorzeitig aus. Während der 'Altmeister' Markus Eberle völlig enttäuschte und im Finale ebenfalls ausschied, zeigte der 18-jährige Felix Neureuther bereits im ersten Lauf mit der Startnummer 53 ein sehr gutes Rennen (geteilter 29. Platz). Das Finale durfte Neureuther daher als erster Fahrer in Angriff nehmen. Er nutzte den Vorteil einer noch intakten Piste für sich und fuhr gemeinsam mit dem Amerikaner Tom Rothrock Laufbestzeit. In der Gesamtwertung verbesserte sich Neureuther damit auf den 15. Platz.

Weltmeister gestürzt - WM ohne Titelverteidigung:
Der Slalom-Weltmeister von St. Anton 2001, Mario Matt (Österreich), schied bereits im ersten Durchgang aus. Er stürzte, nachdem er an einer Stange zuvor förmlich ausgehebelt wurde. Damit konnte kein amtierender Weltmeister von 2001 in St. Moritz seinen WM-Titel verteidigen.

Traumhaftes Wetter:
Auch am letzten Wettkampftag blieb den Schweizern der Wettergott freundlich gesonnen. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein pur und eine gelöste Stimmung unter den zahlreichen Fans an der Strecke sorgten für einen gelungen Abschluss der Ski-WM.
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