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Kombi-Gold für Janica Kostelic - DSV geht leer aus

Ski2b Redaktion am 10.02.2003 - 15:47 Uhr
In St. Moritz stand im Rahmen der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft bei besten äußeren Bedingungen die Entscheidung in der Kombinationswertung der Damen auf dem Programm.

Kombi-Gold fü Kostelic - knapper Sieg:
Die Dreifach-Olympiasiegerin von Salt Lake City 2002 kann einen weiteren Titel ihr Eigen nennen. In einem Herzschlag-Finale siegte die Kroatin Janica Kostelic in der Gesamtzeit von 02:41,63 Min. vor dem ÖSV-Shootingstar Nicole Hosp (02:41,69 Min.). Auch die Bronzemedaille war bis zum Schluss hart umkämpft. Die Schweizerin Marlies Öster war am Ende die Winzigkeit von 2/100 Sekunden schneller als ihre Namensvetterin Marlies Schild aus Österreich.

Titelverteidigerin enttront:
Die Weltmeisterin von St. Anton 2001, Martina Ertl aus Lenggries, konnte ihren Titel nach einer schlechten Abfahrt am frühen Morgen und einer durchwachsenen Leistung in den Slalomläufen nicht verteidigen.

Vor dem Finale: Hosp und Kostelic im Gold-Duell:
Vor dem abschließenden Slalom-Durchgang entwickelte sich der Kampf um die Kombi-Krone bereits zu einem Zweikampf zwischen der Österreicherin Nicole Hosp (02:00,16 Min.) und der Kroatin Janica Kostelic (02:00,33 Min.) Auf Platz Drei lag zur Freude der Gastgeber Marlies Öster aus der Schweiz (02:01,73. Min.).

Janette Hargin dominierte zunächst die Kombi-Abfahrt:
Die schwedische Abfahrtsspezialistin Janette Hargin erwischte bei herrlichen äußeren Bedingungen am Morgen den besten Start auf der Engiadia-Strecke und führte vor den beiden Slalom-Durchgängen in der Zeit von 1:18,14 Min. vor ihrer jungen Landsfrau Jessica Lindell-Vikarby (01:18,18 Min.) und dem ÖSV-Shootingstar Nicole Hosp (01:18,25 Min.).
Doch der Vorsprung der Schwedinnen schmolz schon nach dem ersten Slalom-Durchgang dahin wie Schnee in der Mikrowelle.

DSV-Nachwuchs beachtlich:
Sehr beachtliche Leistungen zeigten in der Abfahrt die beiden DSV-Nachwuchshoffnungen Maria Riesch und Isabelle Huber. Sie belegten nach dem Downhill die Plätze Vier und Sechs. Während Maria Riesch im Slalom zu gefallen wusste und vor dem Finale auf Rang Vier lag, durfte man von Isabelle Huber ("bitte nicht lachen, wenn ich gleich Slalom fahre") als Speedspezialistin keinerlei weitere Großtaten erwarten. Huber scheiterte dann auch im Finaldurchgang nach einem Innenskifehler. Riesch behielt jedoch die Nerven und wurde in der Gesamtwertung gute Fünfte.

Ertl nach verkorkster Abfahrt ohne Chance:
Schon die Abfahrt hatte die Titelverteidigerin Martina Ertl völlig in den Schnee von St. Moritz gesetzt. Doch die Kämpfernatur fuhr im ersten Slalom-Durchgang beherzt und sicherte sich so vor dem Finale als Fünfte eine gute Ausgangsposition für den Angriff auf eine Medaille. Doch im letzten Slalom-Durchgang fuhr Ertl zu sehr auf der Kante und wurde schließlich mit Platz Sechs nur zweitbeste Deutsche hinter Maria Riesch.
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