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Benjamin Raich überlegener Sieger der WM-Kombination

Ski2b Redaktion am 03.02.2005 - 19:25 Uhr
Der Österreicher Benjamin Raich hat bei der WM-Kombination der Herren in Bormio (ITA) die Goldmedaille gewonnen. Er siegte in der Gesamtzeit von 03:19.10 Minuten vor Aksel-Lund Svindal (NOR, 03:20.01 Min.) und dem Italiener Giorgio Rocca (03:20.08 Min.). Vom Deutschen Skiverband war kein Aktiver am Start.

Hartes Programm für die Skistars
Die Kombination in Bormio wurde für die Athleten zu einem Kraftakt. An einem Tag wurden eine Abfahrt sowie zwei Slalom-Durchgänge gefahren. Nach der Abfahrt am Mittag blieb nur wenig Zeit, um sich an die kurzen Slalom-Ski zu gewöhnen. Hinzu kam, dass der zweite Durchgang im Slalom unter Flutlicht absolviert wurde.

Raich mit starker Gesamt-Leistung
Von Beginn an ließ Raich keinen Zweifel aufkommen, dass die Goldmedaille nur über ihn ging. Schon bei der Abfahrt zeigte er eine gute Leistung und mit einem starken ersten Slalom-Durchgang setzte er sich klar an die Spitze. Diese hielt er dann auch im Finaldurchgang und gewann so seine erste Goldmedaille bei einem Großereignis und bereits sein zweites Edelmetall bei der WM in Bormio. Zugleich war es auch die erste Goldmedaille für Österreich bei dieser Ski-WM.

Svindal und Rocca gewinnen die weiteren Medaillen
Hinter Raich sicherte sich der Norweger Svindal die Silbermedaille, Bronze ging an den Italiener Rocca. Svindal bestätigte seine Allrounder-Fähigkeiten und zeigte in allen drei Läufen konstante Leistungen. Rocca drehte vor allem im Slalom auf und konnte mit Laufbestzeit im Slalom-Finale noch auf den dritten Rang vorfahren.

Kjus und Aamodt ohne Medaille
Die beiden norwegischen Routiniers Lasse Kjus und Kjetil-Andre Aamodt gewannen diesmal keine Medaillen. Besonders unglücklich verlief der abschließende Slalom für Aamodt. Der norwegische Medaillensammler hätte in Bormio fast seine 20. Medaille gewonnen, fädelte jedoch im Slalom ein und wurde disqualifiziert. Kjus hatte im Slalom Probleme und war am Ende auf dem sechsten Rang zu finden.

Walchhofer Schnellster nach der Abfahrt
Erwartungsgemäß war Michael Walchhofer (AUT) bei der Kombinations-Abfahrt der Schnellste. Er benötigte 01:51.76 Minuten für die verkürzte Abfahrt und ging so als Führender in die beiden Slalom-Durchgänge. Damit unterstrich er auch seine Favoritenstellung für die WM-Abfahrt am Samstag. Die Führung konnte er dann aber nicht halten. Dennoch gelang Walchhofer ein ausgezeichneter vierter Platz.

Kurzer, aber spektakulärer Auftritt von Miller
Schon bei der Abfahrt am Mittag war für Bode Miller das Unternehmen Gold vorbei. Der US-Amerikaner verlor nach wenigen Fahrsekunden bei einem Beinahe-Sturz einen Ski, fuhr dann aber auf einem Ski fast die komplette Piste herunter und wurde für diese akrobatische Leistung frenetisch bejubelt. Dennoch war der Ausfall eine Enttäuschung für die hohen Ambitionen Millers.

Stimmen zum Rennen
Benjamin Raich: "Natürlich war ich weit vorne vor dem letzten Durchgang, doch dieser musste erstmal gefahren werden. Für mich ist es in der Abfahrt super gelaufen. Svindal hatte ich schon auf der Rechnung gehabt. Das ist keine Überraschung für mich."

Bode Miller: "Das ist für mich eine große Enttäuschung. Es ist aber kein Problem für mich, darüber hinweg zu kommen. Ich muss mich jetzt einfach auf die nächste Disziplin konzentrieren."
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