Ein 15-köpfiges Inspektionskommiteee der FIS hat vom 03. bis zum 14. September die Bewerberstädte für die alpinen Skiweltmeisterschaften 2013, namentlich Cortina d`Ampezzo (Italien), Schladming (Österreich), St. Moritz (Schweiz) und Vail/Beaver Creek (USA), und deren Projekte begutachtet. Unter der Führung von Generalsekretärin Sarah Lewis prüften die Experten, ob die jeweiligen Bewerberstädte den Anforderungen gerecht werden können.
Schladmings dritter Anlauf
Den Auftakt der Tour machte der Besuch des österreichischen Ortes Schladming, der sich bereits in den Jahren 2004 und 2006 erfolglos um die Ausrichtung der Weltmeisterschaft bemüht hatte. Der Wettkampfort des legendären Nachtrennens, das mit 40.000 Besuchern in den vergangenen Jahren eine gute Probe für die WM-Massen darstellte, konnte vor allem durch die kurzen Entfernungen der einzelnen Austragungsorte und Logistik-Punkte überzeugen. Geplant haben die zuständigen Repräsentanten der Bewerbung, Hans Grogl und Dr. Klaus Leißtner, außerdem den Bau eines Gebäudekomplexes neben der Gondola Station und eine neue Strecke für die Abfahrt der Damen.
Olympischer Spirit in Cortina
Der zweite Besuch galt dem italienischen Ort Cortina d`Ampezzo, wo jährlich Weltcuprennen der Damen ausgetragen werden. Enrico Valle, Präsident der Kandidatur der Stadt, und Alberto Piccin, Vizepräsident des italienischen Skiverbandes, stellten vor allem die gute Anbindung mittels öffentlichem Nahverkehr zu den beiden Wettkampforten Colfiere-Col Druscié und Rumerlo-Ronzuós heraus. Cortina, das bereits 1956 die Olympischen Spiele veranstaltet hatte und seitdem Gastgeber von insgesamt 69 FIS Weltcuprennen war, plant den Bau und Ausbau der Abhänge sowie der Rennstrecken für die WM.
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St. Moritz zum Fünften?
Die größte Erfahrung bezüglich der Organisation von Großereignissen unter den Anwärtern weist St. Moritz auf. Der Schweizer Ski-Ort richtete bereits viermal eine WM, zuletzt 2003, sowie zweimal Olympische Spiele und 25 Weltcup-Rennen aus. Diese Erfahrungswerte wirft das Bewerbungsteam um Hugo Wetzel in die Waagschale bei der Kandidatur. Zudem beeindruckte die infrastrukturelle Entwicklung der Stadt und die Pläne für die Errichtung eines Festival-Dorfes nahe der Strecken.
Vail glänzt in neuem Licht
Bei der letzten Station ging es für das Komitee in die mit 2, 5 Milliarden US-Dollar sanierte Vail/ Beaver Creek-Region nach Colorada in die USA. Neue Hotels, Parkanlagen und Servicepunkte konnten die Organisatoren der Bewerbung, Ceil Folz und Bill Marolt, vorweisen. Zudem wird eine neue Strecke der Damen bei einer erfolgreichen Bewerbung in Aussicht gestellt. Einzelne Entwicklungsprojekte und Kampagnen rundeten den positiven Gesamteindruck ab.
Entscheidung im Mai 2008
Die Ergebnisse des Kommitees und die Bewerbungsmappen der Städte werden als letzter Report dem Rat der FIS, dem technischen Kommitee und den nationalen Skiverbänden im April 2008 zukommen. Die Entscheidung trifft dann der FIS-Kongress im Mai 2008.