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IOC-Strafe bringt ÖSV in Schwierigkeiten

Ski2b Redaktion am 24.05.2007 - 10:54 Uhr
In Österreich läuten die Alarmglocken. Seitdem bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin ein Dopingskandal im Langlauf- und Biathlon-Team des ÖSV die gute Bilanz der Alpenrepublik überschattete, schwebte über den Sportlern das Damoklesschwert des Olympia-Ausschlusses. Für bis zu vier Spiele und damit 16 Jahre, so drohte das Internationale Olympische Komitee (IOC), könne Österreich aus der olympischen Familie verbannt werden, da das Reglement seitens des ÖSV offenbar mehrfach nicht beachtet wurde.

Kein Ausschluss - aber Geldstrafe
Nun scheint das Schlimmste vermieden. Einen Olympia-Ausschluss Österreichs, und damit auch der in dem Vorfall unbeteiligten Ski-Asse, wird es wohl nicht geben. Das IOC verhängte aber eine hohe Geldstrafe in Höhe von 1 Million US-Dollar gegenüber dem Österreichischen Olympischen Comitee (ÖOC). Und das fordert nun seinerseits Konsequenzen vom zuständigen nationalen Skiverband. In einer beim ORF im Wortlaut veröffentlichten Presseerklärung heißt es:

Auszug aus dem Wortlaut der ÖOC-Erklärung:
"Da der Österreichische Skiverband (ÖSV) aus den Vorkommnissen von Salt Lake City 2002 keine ausreichenden, zielführenden Maßnahmen getroffen hat, wurde durch teilweise dieselben Personen in verantwortlicher Funktion bei den Olympischen Winterspielen von Turin wieder durch schwerwiegendes Fehlverhalten gegen den Olympischen Geist, den Grundsatz der Fairness, gegen die Olympische Charta, gegen die Anti-Doping-Regularien der WADA, des IOC, der FIS und des ÖOC verstoßen. Dadurch hat der ÖSV den Ausschluss des ÖOC und damit aller Athletinnen und Athleten von den zukünftigen Olympischen Sommerspielen 2008 und Winterspielen 2010 und damit einer ganzen Generation von Athletinnen und Athleten beinahe heraufbeschworen."


Konsequenzen verlangt
Als Konsequenz verlangt das ÖOC nun eine Reihe von Maßnahmen. Darin ist auch die Zahlung des Strafgeldes enthalten. Außerdem gerät ÖSV-Präsident Schröcksnadel immer mehr in die Kritik. Wenig Grund zur Freude haben dieser Tage sicher auch die Organisatoren der Olympia-Bewerbung für Salzburg 2014. Ob die Spiele unter diesen Voraussetzungen an die Mozartstadt vergeben werden, erscheint doch sehr fraglich. Das ÖOC wird sich nun am 29. Mai mit dem Urteil des IOC in einer Dringlichkeitssitzung beschäftigen.
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