Favoritensiege unter erschwerten Bedingungen
Armin Bittner am 13.01.2001 - 16:36 Uhr
Die Witterungsbedingungen haben wie schon so oft im Alpin-Zirkus wieder einmal alle Erwartungen auf den Kopf gestellt. Nach der Nebelabsage der Damenabfahrt von Haus am Freitag, waren die Organisatoren und Verantwortlichen gezwungen, tags darauf mit Abfahrt und Super G zwei Bewerbe an einem Tag auszutragen. Der Termin-Notstand sowie die Notwendigkeit an Wettkämpfen für viele Teams, in denen es langsam aber sicher um die endgültigen Nominierungen für die Weltmeisterschaft in St. Anton geht, lassen diese Entscheidung auch als vertretbar erscheinen.
Kälte und diffuses Licht:
Über Nacht war es aber auch sehr kalt geworden in Haus. Dementsprechend wurde die feuchte Schneedecke zu einer eher rutschigen Angelegenheit, ganz anders als in den Trainingsläufen. Dadurch präsentierte sich die ansonsten eher als leichte Strecke bezeichnete Damenabfahrt als eine für viele Läuferinnen doch fast etwas zu hohe Hürde. Zudem sorgten diffuse Bodensichtbedingungen für deutlich erkennbare Unsicherheiten und Unkonzentriertheit, gerade bei den Sprüngen und Geländeübergängen, die bei solch hohen Geschwindigkeiten fatale Auswirkungen haben können. Viele Stürze waren also die Folge, wobei auch wieder festzustellen bleibt, dass es bei schwierigen Verhältnissen gerade mal ein Dutzend Mädchen gibt, die man als Trainer unbesorgt an den Start schicken kann.
Favoritinnen siegen:
Wen wundert es also, dass mit Renate Goetschl (AUT) in der Abfahrt und Regine Cavagnoud (FRA) im Super Riesenslalom am Ende die komplettesten Athletinnen der jeweiligen Disziplin vorne lagen, auch wenn die Abstände in Abfahrt doch hauchdünn waren.
Hilde Gerg kommt immer besser in Schwung:
Zu dem bereits angesprochenen Dutzend dürfen wir erfreulicherweise auch Hilde Gerg zählen, die mit den Rängen 10 und 11 ordentliches Selbstvertrauen tanken dürfte. Sie geht aber auch wirklich professionell bedacht an ihre Aufgaben heran, riskiert immer gerade mal soviel, wie in ihrer derzeitigen “Rekonvaleszenzphase“ zu vertreten ist, entwickelt sich aber technisch immer besser und wird uns womöglich in dieser Saison doch noch überraschen können. Weiter so !
Haltmayr völlig von der Rolle:
Warum der Faden bei Petra Haltmayr derart gerissen ist, lässt sich ungemein schwer aus der Distanz feststellen. Eigentlich müsste man nach einem so glänzenden Saisonstart meinen, dass sich hier wirklich etwas “Großes“ entwickeln könnte. Statt dessen scheint sie völlig von der Rolle. Die Ursachen für ihre Ausstiege in beiden Rennen sind in jedem Fall auch durch absolute Konzentrationsmängel zu erklären, wobei die Allgäuerin auch skitechnisch größtenteils nicht wiederzuerkennen ist. Dies war bereits in den beiden Riesenslaloms von Semmering und Maribor augenscheinlich.
Erfreulich hingegen das Abschneiden von Team - Youngster Alexandra Grauvogel, die weiterhin internationale Erfahrung sammelt und in beiden Rennen einige Weltcup - Pünktchen einheimste. Dies tat wie eigentlich immer auch Sybille Brauner, bei der man aber doch irgendwann einmal hoffen sollte, dass sie aus dem Bereich der “Platzfahrer“ heraustritt.
Der WM - Countdown ist also bereits eingeläutet. Freuen wir uns auf die nächsten Rennen kommende Woche. Die Damen fahren in Cortina, für die Herren geht’s zum Highlight der Weltcupsaison nach Kitzbühel !
Kälte und diffuses Licht:
Über Nacht war es aber auch sehr kalt geworden in Haus. Dementsprechend wurde die feuchte Schneedecke zu einer eher rutschigen Angelegenheit, ganz anders als in den Trainingsläufen. Dadurch präsentierte sich die ansonsten eher als leichte Strecke bezeichnete Damenabfahrt als eine für viele Läuferinnen doch fast etwas zu hohe Hürde. Zudem sorgten diffuse Bodensichtbedingungen für deutlich erkennbare Unsicherheiten und Unkonzentriertheit, gerade bei den Sprüngen und Geländeübergängen, die bei solch hohen Geschwindigkeiten fatale Auswirkungen haben können. Viele Stürze waren also die Folge, wobei auch wieder festzustellen bleibt, dass es bei schwierigen Verhältnissen gerade mal ein Dutzend Mädchen gibt, die man als Trainer unbesorgt an den Start schicken kann.
Favoritinnen siegen:
Wen wundert es also, dass mit Renate Goetschl (AUT) in der Abfahrt und Regine Cavagnoud (FRA) im Super Riesenslalom am Ende die komplettesten Athletinnen der jeweiligen Disziplin vorne lagen, auch wenn die Abstände in Abfahrt doch hauchdünn waren.
Hilde Gerg kommt immer besser in Schwung:
Zu dem bereits angesprochenen Dutzend dürfen wir erfreulicherweise auch Hilde Gerg zählen, die mit den Rängen 10 und 11 ordentliches Selbstvertrauen tanken dürfte. Sie geht aber auch wirklich professionell bedacht an ihre Aufgaben heran, riskiert immer gerade mal soviel, wie in ihrer derzeitigen “Rekonvaleszenzphase“ zu vertreten ist, entwickelt sich aber technisch immer besser und wird uns womöglich in dieser Saison doch noch überraschen können. Weiter so !
Haltmayr völlig von der Rolle:
Warum der Faden bei Petra Haltmayr derart gerissen ist, lässt sich ungemein schwer aus der Distanz feststellen. Eigentlich müsste man nach einem so glänzenden Saisonstart meinen, dass sich hier wirklich etwas “Großes“ entwickeln könnte. Statt dessen scheint sie völlig von der Rolle. Die Ursachen für ihre Ausstiege in beiden Rennen sind in jedem Fall auch durch absolute Konzentrationsmängel zu erklären, wobei die Allgäuerin auch skitechnisch größtenteils nicht wiederzuerkennen ist. Dies war bereits in den beiden Riesenslaloms von Semmering und Maribor augenscheinlich.
Erfreulich hingegen das Abschneiden von Team - Youngster Alexandra Grauvogel, die weiterhin internationale Erfahrung sammelt und in beiden Rennen einige Weltcup - Pünktchen einheimste. Dies tat wie eigentlich immer auch Sybille Brauner, bei der man aber doch irgendwann einmal hoffen sollte, dass sie aus dem Bereich der “Platzfahrer“ heraustritt.
Der WM - Countdown ist also bereits eingeläutet. Freuen wir uns auf die nächsten Rennen kommende Woche. Die Damen fahren in Cortina, für die Herren geht’s zum Highlight der Weltcupsaison nach Kitzbühel !
Fotoserie: Favoritensiege unter erschwerten Bedingungen
Weiterführende Informationen:
| Homepage von Armin Bittner |
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