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Stars in den Fängen des Regelwerks

Armin Bittner am 21.12.2000 - 09:42 Uhr
- Mit nur einem feinen Unterschied : Ertl selbst unschuldig – Maier selber schuld -

Obwohl in den vergangenen Tagen sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren wieder durch die Bank hochklassiger Skisport gezeigt wurde, traten die Leistungen der Athleten doch ganz gehörig in den Hintergrund.

Eigentlich möchte man sagen ganz normal, denn wie wir es aus der jüngeren Vergangenheit noch bestens im Bewusstsein haben, sind “außerordentliche Vorfälle“ – gelegentlich auch als Skandale bezeichnet – gerade für die Medien ein gefundenes Fressen.

Im Falle von Martina Ertl gibt es jedoch gar nicht viel zu diskutieren. Sie selbst und auch alle anderen “Betroffenen“ sind sich eh’ einig. Es wurden (fast) von allen neue Regeln bzg. der Skibreite gefordert, diese Regeln hat man auch aufgestellt. Wie sollen die verantwortlichen “Vermesser“ also anders reagieren ?

Martina Ertl musste disqualifiziert werden und wenn es noch so eine geringe Unterschreitung dieser verflixten Mindestbreite in der Skimitte gewesen ist.

Denn eines ist klar : Hätte man hier Gnade walten lassen, könnte man diesen Teil des Regelwerkes gleich wieder vergessen, es würde in Zukunft regelmäßig Proteste hageln und der Skisport würde unheimlichen Schaden erleiden. Außerdem sollte man jedem auch mal einen Fehler zugestehen, speziell dann, wenn man definitiv davon ausgehen kann, dass ihm dies nie wieder passieren wird.

Die Regel besagt:
Die minimale Skibreite in der Skimitte darf 60 mm nicht unterschreiten, wobei zu berücksichtigen ist, dass das regelmäßige Schleifen der Kanten die Skibreite verringert und diese o.g. Norm auch dadurch nicht unterschritten werden darf. Die Kontrolle Einhaltung dieser Regel obliegt den Ski-Serviceleuten

Und noch eines ist auch klar : Dieser Vorfall in Sestriere wird Martina Ertl nicht aus der Bahn schmeißen.
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