
Armin Bittner

Familie Bittner

Hermann Maier

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Hermann Maier ist selbst schuld
Armin Bittner am 21.12.2000 - 09:57 Uhr
In der Sache des
allmächtigen Hermann Maier, der zuerst die Besichtigungszeit (wieder einmal?) überschreitet und dann auch noch die ungeheuere Frechheit besitzt, den Kurs nach seiner Disqualifizierung sportlich zu befahren, sollte man dann schon etwas kritischer urteilen. Einen solchen Fauxpas hat sich in der Geschichte des Alpinen Weltcups wohl noch nie jemand geleistet.
Umso bedauerlicher die Tatsache, wie Maier & Gefolgschaft die Sache bagatellisierten und nun schon unter Verfolgungswahn leiden, denn die “Anderen“ – sprich, alle Nichtösterreicher – sähen nur noch solche Möglichkeiten, die rot–weiß-rote Armada zu bremsen.
Es ist wohl eher Größenwahn, der uns hier langsam begegnet. Doch Vorsicht : Hochmut kommt (meistens) vor dem Fall!
Dabei sind doch eigentlich alle anderen im österreichischen Team ganz normale Burschen, die sich auch ganz normal verhalten und auch international mit ihren Konkurrenten ganz normal (gut) auskommen. Nur Maier, der ist fast bei allen unbeliebt. Und wenn jetzt jemand kommt, der behauptet, das läge nur daran, dass ihm alle den Erfolg neiden, kann man nur bedauernd feststellen : Der hat keinerlei Ahnung vom Hochleistungssport !
Denn die sportlichen Leistungen des Hermann Maier werden berechtigterweise von jedermann anerkannt, einer der größten Skifahrer aller Zeiten, sportlich gleichzusetzen nur mit einem Marc Giradelli.
Zweifel am Menschen Maier:
Dem Menschen Maier begegnen mittlerweile jedoch viele objektive Insider mit gewissen Zweifeln. Val d’Isere war nicht der erste Ort, an dem Maier unliebsam aufgefallen, oder sogar aus der Rolle gefallen ist, ganz abgesehen von den vielen Interviews, in denen er seinen Mitkonkurrenten immer wieder durch die Blume deren Statistenrolle verdeutlichte. Doch woran mag es liegen ? Sollte es tatsächlich an einem mit übermäßigem Erfolg verbundenen Realitätsverlust liegen, kann man sicherlich nicht ihm alleine die Schuld für seine Verhaltensweisen geben. Dass es mitunter nicht leicht ist, als “von Null auf Hundert – Star“ restlos auf dem Boden zu bleiben, erleben wir regelmäßig, gerade im Fußballsport. Vielleicht hat er auch nur zum Teil die falschen Leute um sich, die schlichtweg nicht positiv auf ihn Einfluss genommen haben und ihn und seine Erfolge nur ausnützen, um sich in seinem Licht zu sonnen – nur solange es brennt natürlich.
Die Sanktionen von Val d’Isere waren jedenfalls die Folge einer stetigen Provokation beim Einhalten der Besichtigungszeiten, denn irgendwann macht jeder mal einen Fehler und dann ist man eben fällig, denn keine Bombe tickt ewig.
Über die Berechtigung des Strafmaßes kann man sicherlich diskutieren. In jedem Fall ist er jedoch eher gut dabei weggekommen, denn eine Sperre für den Riesenslalom in
Bormio hätte ihn sicherlich härter getroffen, als die Geldstrafe, denn Maier ist einerseits durch seinen Skisport bereits enorm reich geworden, irgendwie möchte man jedoch meinen, er sei andererseits auch ein ganz armer Kerl.
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