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Petra Haltmayr

Petra Haltmayr

Regine Cavagnoud

Tanja Schneider

Haltmayr überrascht bei widrigen Bedingungen

Armin Bittner am 19.12.1999 - 17:41 Uhr

Wie stark die äußeren Umstände ein alpines Skirennen gerade in den Speed-Disziplinen beeinflussen können, wurde im Damen Super G von St. Moritz wieder einmal deutlich.
Niederschläge und eine unheimlich schlechte Bodensicht begleiteten die ersten 20 bis 25 Starterinnen. Um ganz vorne ein Wörtchen mitzureden galt es also abzuwägen, trotz aller Sichtprobleme volles Risiko zu gehen, oder vielleicht doch nicht Alles zu riskieren, aber zumindest ohne großen Zeitverlust durch größere Fehler ins Ziel zu kommen. Gerade die Routiniers Regine Cavagnoud (FRA), Michaela Dorfmeister (AUT) und auch Martina Ertl entschieden sich eher für die Sicherheitslösung und schienen lange Zeit auch richtig gelegen zu haben. Lediglich die junge Österreicherin Tanja Schneider und zu unserer freudigen Überraschung auch die Rettenbergerin Petra Haltmayr sahen ihre große Chance im Angriff und dies wurde letztlich auch belohnt.
Die sympathische Allgäuerin fuhr bei weitem nicht fehlerfrei, hatte nach eigener Aussage auch kein sonderlich gutes Gefühl während ihres Laufes, erzielte am Ende jedoch hochverdient, dank ihrer positiven Einstellung zu diesem "Sauwetter" mit Rang acht ihr bisher bestes Weltcup-Resultat, noch vor den höher eingeschätzten Assen Ertl (Platz 10) und Hilde Gerg (Platz 14).
Daß es im Endergebnis für Haltmayr nicht reichte, ihren vierten Rang bei Zieldurchfahrt zu halten, lag wohl auch in erster Linie an der plötzlichen Wetterbesserung. Die Sicht wurde eine Idee besser und diese Gunst nutzte vor allem die Italienerin Karen Putzer, die mit einer starken Leistung ihren ersten Weltcup-Sieg feiern konnte. Auch die Österreicherin Steffi Schuster hatte jetzt ein besseren Durchblick und wurde fünfte und als man sich ganz vorne schon in Sicherheit wog, kam da im Sog von Putzer auch noch ihre Mannschaftskollegin Alessandra Merlin und fuhr auf Platz zwei, sowie die Norwegerin Merete Fjeldavlie, die als vierte nur kapp am "Stockerl" scheiterte.
Wieder einmal also ein etwas verrücktes Rennen und der Beleg, daß es im Skisport halt nicht immer ganz fair abgeht. Damit aber müssen Alle leben und nicht nur damit. Die Verletztenliste erweiterte sich in den drei Tagen von St. Moritz mit Janica Kostelic (CRO), Christine Kristiansen (NOR), Sylviane Berthod (CH) und Silvia Berger (AUT) erheblich. Bei Kostelic, der alles überragenden Slalom-Läuferin dieser Saison spricht man momentan bereits von einem möglichen Karriereende. Hoffentlich geht das nicht so weiter, sonst müßte man sich vielleicht doch einmal was überlegen...


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