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Armin Bittner

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Hermann Maier

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Gruber und Slopy sorgen für die Sensation

Armin Bittner am 21.12.2000 - 15:01 Uhr

Maier “querelengeschwächt“ nur Zehnter!

“Das hat er sich von mir abgeschaut!“, so lautete der typische lapidare Kommentar des Hermann Maier auf die Frage, warum denn der Christoph Gruber auf einmal so stark fahren würde.

Maier, wie er leibt und lebt, immer wieder also eine Abwertung der Leistung anderer verbunden mit dem Fingerzeig auf den wahren Super-Star, ihn selbst. Selbstverständlich waren auch andere daran schuld, dass er in Bormio nicht ganz so gut drauf war, schließlich hat man ihn mit der “ungerechtfertigten“ Disqualifikation von Val d’Isere ja derart aus dem Wettkampfrhythmus gerissen, dass er in Bormio einfach müde war (sein musste). Einen doch etwas unverständliche Erklärung für den Außenstehenden. Aber es ist ja auch verdammt schwer, einmal zuzugeben, dass man selbst - im zweiten Durchgang – richtig schlecht gefahren ist und andere eben deutlich besser waren, oder ?

Was soll’s, diesen Anderen kann’s nun wirklich egal sein, denn deren Leistung von Bormio auf einer der schwierigsten Riesenslalom – Strecken, die bisher im Weltcup befahren wurde, war aller Ehren wert. Beinahe hätte es nach 18 Jahren wieder einen US-amerikanischen Sieg in dieser Disziplin gegeben, doch Eric Slopy, der in dieser Saison wie Phönix aus der Asche wieder neu auferstanden ist, patzte kurz vor dem Ziel und wurde “nur“ Zweiter. Ein Erfolg allerdings mit Ansage, denn die US-Boys sind drauf und dran, rechtzeitig vor Olympia 2002 wieder eine schlagkräftige Truppe zu stellen. Ihr Selbstvertrauen scheint derzeit grenzenlos. Jeder Lauf wird mit vollem Risiko angegangen und technisch müssen sie sich auch nicht mehr verstecken. Bode Miller oder eben Eric Slopy, einer von beiden ist fast immer vorne dabei in den technischen Disziplinen und in ihrem Sog könnten durchaus noch andere bis Salt Lake City nachrücken.

Mehr als nachgerückt im österreichischen Team ist der Sieger von Bormio, Christoph Gruber aus Schwaz. Nur Insider hatten bisher Kenntnis genommen von dem 24-jährigen Tiroler, der mit seiner eindrucksvollen Vorstellung auf unheimlich schwerem Parket wieder einmal die Bestätigung liefert, wie unerschöpflich das Reservoir der Österreicher an absoluten Spitzenläufern ist. Lassen die Arivierten einmal etwas aus, steht bereits der nächste auf dem Siegerpodest und das auch noch ganz oben. Toll !

Trotzdem bleibt festzuhalten, dass sich die Konkurrenz in dieser Saison doch wieder näher an die scheinbar übermächtigen Österreicher herangepirscht hat. Es gab nun schon einige Rennen bei Herren, deren Ergebnisliste ein sehr ausgeglichenes internationales Bild geliefert hat. Das lässt uns hoffen, dass Ende Januar in St. Anton Ski-“Welt“meisterschaften beginnen und nicht österreichische Titelkämpfe.


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