Ertl, die Alleinunterhalterin - Lichtblick Eckert
Armin Bittner am 10.12.2000 - 16:41 Uhr
Allzu viel gibt es nicht zu resümieren nach den Weltcuprennen der Damen und Herren in Sestriere bzw. Val d´Isere. Dort hat es zumindest ordentlich Schnee gegeben, der es den Veranstaltern nicht gerade leichter gemacht hat. Festzustellen bleibt, dass es bei den Herren in der Tat in mittlerweile alter bekannter Weise weitergeht.
Wenn Hermann Maier nicht gerade grobe Patzer unterlaufen, ist er in Abfahrt, Super-G und Riesenslalom nur schwer zu schlagen. Seine Teamkollegen untermauern mit ihren Leistungen stets ein fast alle anderen in den Schatten stellendes Mannschaftsergebnis und gelegentlich gelingt es auch einigen wenigen, dieses Kollektiv etwas zu sprengen.
Aus deutscher Sicht höchsterfreulich die Leistung von Florian Eckert auf der Abfahrt von Val d’Isere mit Platz achtzehn. In forscher Art und Weise erzielte er mit einer auch starken technischen Vorstellung sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis. Nachdem aber auch noch einige Reserven zu mobilisieren sind und es ihm durchaus zuzutrauen ist, am kommenden Wochenende wiederum in Val d´Isere auch einmal "fahrfehlerfrei" ins Ziel zu kommen, können wir uns bereits jetzt auf dieses Rennen freuen. Da ist noch einiges möglich....................
Bei den anderen deutschen Herren sind diesbezüglich schon eher Zweifel angesagt. Stefan Stankalla holte sich zwar wiederum brav einige Weltcuppunkte ab, man hat aber nicht das Gefühl, er könnte ähnliche Reserven freimachen wie Eckert.
Und Markus Eberle? Nach überstandener Verletzung und hoffentlich etwas aufgeholtem Trainingsrückstand sollte man mehr von ihm erwarten dürfen. Sicherlich kann es passieren, dass man sich einmal nicht für das Finale der besten 30 qualifiziert. Die Frage, die sich gerade bei seiner derzeitigen Konstellation dringend stellt, ist jedoch eine ganz andere : "Wäre es nicht sinnvoll, den Riesenslalom endgültig sausen zu lassen, um alle Kraft und Konzentration auf die vermeintlich stärkere Disziplin Slalom zu setzen?"
Es gibt nicht wenige sog. Experten, die diese Zielsetzung als die einzig richtige ansehen, um eventuell im Spätherbst der Karriere eines fast 32-jährigen doch noch einmal einen außerordentlichen Erfolg zu feiern und diese vage Möglichkeit nicht dem Zufall zu überlassen.
Martina Ertl hat mit solchen Problemen jedoch auch weiterhin nichts am Hut. Gekonnt und routiniert zieht sie weiterhin ihre Kreise. In Sestriere war sie aus deutscher Sicht eine absolute Alleinunterhalterin mit zwei vierten Plätzen in Riesenslalom und Slalom. Die Slalom-Qualifikation von Monica Bergmann für den zweiten Durchgang, in dem sie schließlich mit Startnummer 1 beste Bedingungen vorfand und trotzdem nur Letzte des Feldes wurde, war mehr als ernüchternd. Sämtliche Beobachtungen ihrer bisherigen Leistungen lassen nicht unbedingt darauf schließen, dass sie die Schwächen der letzten Jahre hätte ablegen können.
Marina Huber aus Ruhpolding jedoch hat zumindest im ersten Durchgang ihr Potenzial erneut gezeigt. Ihr Scheitern nach wenigen Toren im zweiten Lauf dürfte aber in erster Linie durch Übernervosität und mangelnde Routine zu erklären sein.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Spezialistinnen zumindest in den technischen Disziplinen im großen und ganzen immer besser in Form kommen und dementsprechend in Blickrichtung alpine Ski-WM in St. Anton erste Tendenzen bzgl. einer absoluten Konzentration auf bestimmte Schwerpunkte absehbar sind.
Wenn Hermann Maier nicht gerade grobe Patzer unterlaufen, ist er in Abfahrt, Super-G und Riesenslalom nur schwer zu schlagen. Seine Teamkollegen untermauern mit ihren Leistungen stets ein fast alle anderen in den Schatten stellendes Mannschaftsergebnis und gelegentlich gelingt es auch einigen wenigen, dieses Kollektiv etwas zu sprengen.
Aus deutscher Sicht höchsterfreulich die Leistung von Florian Eckert auf der Abfahrt von Val d’Isere mit Platz achtzehn. In forscher Art und Weise erzielte er mit einer auch starken technischen Vorstellung sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis. Nachdem aber auch noch einige Reserven zu mobilisieren sind und es ihm durchaus zuzutrauen ist, am kommenden Wochenende wiederum in Val d´Isere auch einmal "fahrfehlerfrei" ins Ziel zu kommen, können wir uns bereits jetzt auf dieses Rennen freuen. Da ist noch einiges möglich....................
Bei den anderen deutschen Herren sind diesbezüglich schon eher Zweifel angesagt. Stefan Stankalla holte sich zwar wiederum brav einige Weltcuppunkte ab, man hat aber nicht das Gefühl, er könnte ähnliche Reserven freimachen wie Eckert.
Und Markus Eberle? Nach überstandener Verletzung und hoffentlich etwas aufgeholtem Trainingsrückstand sollte man mehr von ihm erwarten dürfen. Sicherlich kann es passieren, dass man sich einmal nicht für das Finale der besten 30 qualifiziert. Die Frage, die sich gerade bei seiner derzeitigen Konstellation dringend stellt, ist jedoch eine ganz andere : "Wäre es nicht sinnvoll, den Riesenslalom endgültig sausen zu lassen, um alle Kraft und Konzentration auf die vermeintlich stärkere Disziplin Slalom zu setzen?"
Es gibt nicht wenige sog. Experten, die diese Zielsetzung als die einzig richtige ansehen, um eventuell im Spätherbst der Karriere eines fast 32-jährigen doch noch einmal einen außerordentlichen Erfolg zu feiern und diese vage Möglichkeit nicht dem Zufall zu überlassen.
Martina Ertl hat mit solchen Problemen jedoch auch weiterhin nichts am Hut. Gekonnt und routiniert zieht sie weiterhin ihre Kreise. In Sestriere war sie aus deutscher Sicht eine absolute Alleinunterhalterin mit zwei vierten Plätzen in Riesenslalom und Slalom. Die Slalom-Qualifikation von Monica Bergmann für den zweiten Durchgang, in dem sie schließlich mit Startnummer 1 beste Bedingungen vorfand und trotzdem nur Letzte des Feldes wurde, war mehr als ernüchternd. Sämtliche Beobachtungen ihrer bisherigen Leistungen lassen nicht unbedingt darauf schließen, dass sie die Schwächen der letzten Jahre hätte ablegen können.
Marina Huber aus Ruhpolding jedoch hat zumindest im ersten Durchgang ihr Potenzial erneut gezeigt. Ihr Scheitern nach wenigen Toren im zweiten Lauf dürfte aber in erster Linie durch Übernervosität und mangelnde Routine zu erklären sein.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Spezialistinnen zumindest in den technischen Disziplinen im großen und ganzen immer besser in Form kommen und dementsprechend in Blickrichtung alpine Ski-WM in St. Anton erste Tendenzen bzgl. einer absoluten Konzentration auf bestimmte Schwerpunkte absehbar sind.
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