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Erst Schatten und dann doch viel Licht - Bergmann im Slalom vor Ertl !

Armin Bittner am 22.11.2001 - 22:19 Uhr
Eine Offenbarung war es keineswegs, was unsere deutschen Skimädchen beim Riesenslalom in Copper Mountain (USA) zum Besten gaben. Martina Ertl als einzige echte Hoffnung auf einen absoluten Spitzenplatz in dieser Disziplin schied nach einer Unkonzentriertheit bereits im ersten Lauf aus. Das kann schon mal passieren. Dass sich Petra Haltmayer als nominell zweite Kraft jedoch nicht einmal für den zweiten Lauf qualifizieren konnte, war mehr als nur unbefriedigend. Bei fast 3 Sekunden Rückstand konnte man den 25sten Platz von Annemarie Gerg auch nicht gerade als Ehrenrettung bezeichnen, obwohl es eigentlich gerade in dem doch eher einfachen Gelände von Copper Mountain möglich sein sollte, ganz nahe an die Besten heranzufahren.

Im Slalom verbessert:
Beim Slalom jedoch zeigten sich die DSV-Mädchen gleich ganz anders. Engagiert, einsatzfreudig und auch mit einem Quentchen Risikobereitschaft gab es die Plätze 6, 8, 14 und 23 für Monika Bergmann, Martina Ertl, Annemarie Gerg und Stefanie Wolf.

Lob für Bergmann:
Besonders für Monika Bergmann darf man sich zurecht freuen. Einem guten ersten Lauf folgte ein noch sehr viel besserer Zweiter. Man muss lange zurückdenken, wann es das zuletzt gegeben hat. Nicht auf Platz und Ankommen gefahren, sondern auf Angriff und das von oben bis unten. Zweifellos hat Monika Bergmann doch irgendwie begriffen, dass sie nach den Leistungen der vergangenen Jahre doch irgend etwas verändern(verbessern) muss, um im Hochleistungssport mehr als nur die Rolle einer Mitläuferin zu spielen. Ein neuer Anfang ist also geschafft, und das bereits im ersten Saisonrennen. Das sollte Selbstvertrauen geben, zumal diesen Erfolg auch noch das Sahnehäubchen ziert, in der Rangliste vor Martina Ertl zu stehen, der es nach einem schweren Fehler im ersten Lauf nicht ganz gelang, einen ihrer grandiosen Zweiten draufzusetzen.

Fazit:
Mannschaftlich also ein gelungener Auftakt im Slalom, Tristesse im Riesenslalom und die Hoffnung, dass wir in diesem Jahr möglicherweise am Fernsehschirm nicht immer nur auf Martina Ertl warten und mit ihr die deutsche Herrlichkeit im Stangenwald steht und fällt.
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