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Die Neuerungen im Alpinen Weltcup

Armin Bittner am 26.10.2000 - 10:33 Uhr
Wie jedes Jahr hat man sich auch heuer wieder was Neues einfallen lassen, um den Materialbeauftragten und Chefkontrolleur des internationalen Skiverbands (FIS) ausreichend zu beschäftigen.

Bereits während der vergangenen Saison sind im Rahmen der Diskussionen über das Skimaterial breitgefächert Forderungen laut geworden, die Skilängen und die Taillierungen müssten begrenzt werden, um das Verletzungsrisiko zu mindern.

Wie nicht anders zu erwarten, hat sich die Skiindustrie jedoch nach Aussagen der FIS quergestellt und nur relativ geringen Reglement – Änderungen zugestimmt, da letztlich die gesamte Produktion für diese Saison bereits angelaufen war.

Speziell die Forderung nach einer Mindestlänge der Ski im Riesenslalom von 183 cm konnte nicht durchgesetzt werden.
Im Slalom wurde diese sowohl für Damen, als auch Herren bei 155 cm festgesetzt.
Die Schuhsohlenhöhe wurde bei den Damen von bisher zugelassenen 50 mm auf 45 mm herabgesetzt.
Die Taillierungen hat man lediglich bei den Abfahrtsski von einem Radius von 37 m auf 40 m erhöht.

Inwieweit sich diese Änderungen großartig auswirken werden, bleibt abzuwarten. Dem Wettrüsten wurde zumindest zum Teil einmal ein vorläufiges Ende gesetzt, wobei immer zu bemerken gilt, dass ein mit einer Verletzung verbundener Sturz zu 99,9% durch einen Fahrfehler ausgelöst wird.

Gerade in den Speed – Disziplinen wurde in der Vergangenheit dieser folgenschwere Fahrfehler auch des öfteren durch schlechte Sichtbedingungen auf schwierigen Streckenabschnitten begünstigt. Speziell die (körperlich)schwächeren Athleten sind hier dann immer wieder mit der Eigendynamik ihres Materials überfordert.

Nach dem Weltcup – Finale im März 2001 plant man an einem dem Vernehmen nach noch nicht festgelegten Ort einen TEAM – Wettbewerb außerhalb der Weltcup – Wertung.
Teilnahmeberechtigt sind acht Nationen mit jeweils vier Athleten (2 Damen/2 Herren), die in ebenfalls noch nicht festgelegten Disziplinen den gleichen Kurs befahren. Die Zeiten werden am Ende addiert.

Ein Probelauf also, der auf den ersten Blick nicht gerade vielversprechend erscheint, denn eigentlich ist nach dem Weltcup – Finale die Luft längst raus und wo/wie will man denn einen solchen Wettbewerb bei dem eh schon so dichten Terminkalender in Zukunft unterbringen, ohne irgendwo anders Abstriche zu machen, die ihrerseits sofort wieder die Betroffenen dieser Abstriche auf die Palme bringen werden.
Ein ähnliches Unterfangen ist bereits vor drei Jahren in Tignes gehörig in die Hosen gegangen, als ein Parallelriesenslalom die Erwartungen nicht im geringsten erfüllte.
Man sucht also verzweifelt Möglichkeiten, den Alpin – Sport attraktiver zu gestalten.

Bleibt die Frage, ob es da nicht sinnvoller wäre, sich erst einmal grundsätzliche Gedanken über das Uraltkonzept "Alpiner Ski –Weltcup" Gedanken zu machen und Anregungen aus anderen Sportarten aufzunehmen.
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