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Portrait - Jürg Grünenfelder (SUI)

Ski2b Redaktion am 02.10.2006 - 12:16 Uhr
Eindrucksvoll hatte sich Jürg Grünenfelder im Winter 2004/2005 zurückgemeldet. Nach zweijähriger Verletzungspause vom Skisport gelang dem Schweizer mit einem zweiten Platz in der Abfahrt in Gröden ein eindruckvolles Comeback.

Vom Pech verfolgt
Doch lange konnte Grünenfelder sich nicht über seinen Podestplatz freuen. Ein Sturz beim Super-G-Training 2005 in Lenzerheide machte die Träume von weiteren Erfolgen zunächst zunichte. Ein Bruch des linken Schien- und Wadensbeins zwangen den gebürtigen Glarner zu einer Pause von vier Monaten.

Zwei Jahre Zwangspause
Und ausgerechnet Grünenfelder traf es wieder. Im Sommertraining 2000 stürzte er bereits so schwer, dass er mehr als zwei Jahre seinen Sport nicht ausüben konnte. Ein Bruch der linken Kniescheibe und ein damit einhergehender Knorpelschaden machten Grünenfelder schwer zu schaffen. Doch eisener Wille und unbändiger Ergeiz führten ihn zurück an die Spitze im Weltcupzirkus, was er mit seinem zweiten Platz in Gröden 2004 eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Eine lange Karriere
In seiner langen Karriere kann Grünenfelder schon auf viele Erfolge zurückblicken. Zwar konnte er nie ganz oben in der Weltspitze mitfahren, aber er war immer für die eine oder andere positive Überrraschung gut. So konnte er mehrere Top 10-Platzierungen im Weltcup auf seinem Konto verbuchen. Bei den Olympischen Spielen 1998 im japanischen Nagano verpasste er in der Abfahrt den Sprung auf das Siegertreppchen nur um eine Hundertstel und musste sich mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben.

Grünenfelder lässt sich nicht unterkriegen
Die positiven Ergebnisse der Saison 2004/2005 weisen in die richtige Richtung. Denn wenn Grünenfelder von weiteren Verletzungen verschont bleibt und er schnellstmöglich wieder in das Training einsteigen kann, ist mit dem Schweizer in der nächsten Saison auf jeden Fall zu rechnen. Wer weiß, vielleicht schafft er dann sogar seinen ersten Weltcupsieg. Verdient hätte es das Stehaufmännchen des Schweizer Alpinteams auf alle Fälle.

Hartnäckigkeit sollte sich bald auszahlen
Im Winter 2005/2006 bestritt der Schweizer sehr viele Weltcup Rennen und konnte auch ab und zu punkten. Bei der Weltcup-Abfahrt in Val d`Isère landete er sogar auf Platz 12. Ein bisschen Pech blieb ihm aber auch in dieser Saison nicht erspart. Das Rennen in Chamonix, die letzte Chance auf das Olympia-Ticket, wurde abgesagt. Trotzdem will es Jürg noch einmal wissen, und er ist motiviert genug, seine Karriere fortzusetzen.

Steckbrief:
Geboren: 8. Januar 1974
Nation: Schweiz
Heimatverein: Skiclub Elm
Größe: 176 cm
Gewicht: 85 kg
Hobbies: Sport, Berge, Natur
Web: www.grueni.ch

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
1998 in Nagano (JAP): DH (4)

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): DH (13)
1999 in Vail/Beaver Creek (USA): DH (15)

Weltcup:
2. Platz Abfahrt in Gröden (ITA) 2004
4. Platz Abfahrt in Kitzbühel (AUT) 1998
6. Platz Kombination in Kitzbühel (AUT) 1999
6. Platz Abfahrt in Kvitfjel (NOR) 2000
Weiterführende Informationen:
Homepage von Jürg Grünenfelder
FIS Homepage
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