
Christoph Gruber

Christoph Gruber

Didier Defago

Bode Miller

Bode Miller

Hermann Maier

Benjamin Raich

Florian Eckert

Felix Neureuther

Max Rauffer

Andreas Ertl

Michael Walchhofer
Überraschungssieg durch Gruber beim Super-G in Garmisch
Ski2b Redaktion am 20.02.2005 - 14:39 Uhr
Dieses Ergebnis konnte niemand vorhersehen. Beim Super-G der Herren, der das Weltcup-Wochenende auf deutschem Boden abschloss, gewann der Österreicher Christoph Gruber denkbar knapp in 01:18.18 Minuten vor Didier Defago (SUI, 01:18.19 Min.) und dem Kanadier Francois Bourque (01:18.22 Min.). Als bester DSV-Athlet fuhr Florian Eckert auf Rang 18.
Gruber findet beste Linie
Als sich Christoph Gruber mit Startnummer 17 an die Spitze des Teilnehmerfeldes fuhr, konnte man bereits ahnen, dass es für eine gute Platzierung reichen könnte. Doch mit dem Sieg hat er zu diesem Zeitpunkt wohl selbst noch nicht gerechnet. Gruber legte die Fahrt mit den wenigsten Fehlern vor und profitierte auch von den gröberen Schlägen, die auf die Fahrer mit den höheren Startnummern warteten. Nach und nach bahnte sich dann die Überrasschung an. Als Hermann Maier Grubers Zeit nicht unterbieten konnte, brach dieser im Ziel in Jubel aus.
Defago verpasst den Sieg denkbar knapp
Als Didier Defago die Bestzeit im Ziel nur um eine Hundertstel verpasst hatte, konnte der Schweizer noch nicht wissen, dass es dabei um den Sieg in Garmisch gegangen war. In einem spannenden Finale verfehlte dann aber ein Top-Favorit nach dem anderen auch die Zeit von Defago und er sorgte für ein langersehntes Erfolgserlebnis für die bei der WM doch sehr gebeutelten Eidgenossen.
Bourque nutzt gute Pistenverhältnisse
Francois Bourque lag letzlich auch nur um die Winzigkeit von vier Hundertsteln hinter dem siegreichen Gruber. Mit Startnummer zehn erwischte der Kanadier optimale Pistenverhältnisse und wusste diese zu nutzen. Mit dem Podestplatz wird Bourque hochzufrieden sein, nicht zuletzt hat er sich damit für das Saisonfinale in
Lenzerheide qualifiziert.
Miller Im Super-G Weltcup nun vorne
Für Bode Miller hat es auch heute nicht aufs Podest in Garmisch gereicht. Ihm gelang erneut kein fehlerfreier Lauf, weshalb er sich mit dem vierten Platz begnügen musste. Dieser hat dennoch gereicht, um Hermann Maier die Führung im Super-G-Weltcup abzunehmen. Der 'Herminator' fuhr weite Wege und belegte nur den achten Platz. Damit ist das Saisonfinale in dieser Disziplin an Spannung kaum zu überbieten: Miller hat 325 Zähler auf dem Konto, Maier deren 324. Und auch im Gesamtweltcup baute Miller seine Führung vor Benjamin Raich auf 189 Punkte aus, nachdem Raich heute Zehnter wurde.
Taktische Fahrt von Eckert - gutes Neureuther-Debut
Florian Eckert war auch heute wieder der beste DSV-Teilnehmer. Mit Platz 18 verpasste er allerdings die Top-Ten Ränge, wenn auch nur um drei Zehntel. Eckert hatte vor dem Seilbahnsprung Fahrt herausgenommen, nachdem die beiden ersten Starter dort einem Sturz nahe waren. Damit gab er auch eine bessere Platzierung aus der Hand. Felix Neureuther hatte bei seinem ersten Super-G im Weltcup die letzte Startnummer gezogen und fuhr dennoch direkt in die Weltcup-Punkte - Platz 26 ist ein guter Einstand für ihn.
DSV-Fahrer mit hohen Startnummern
Auch die übrigen deutschen Herren hatten bei der Startnummernauslosung Pech. Unter den fünf letzten Startern befanden sich vier DSV-Athleten. Unter diesen Bedingungen holten diese aber ein achtbares Ergebnis. Max Rauffer wurde 28., Andreas Ertl kam auf Platz 42 und Johannes Stehle wurde 46. Nachwuchsmann Stephan Keppler kam hingegen nicht ins Ziel.
Walchhofer verpasst Rekord
Einen Rekord hätte der Österreicher Michael Walchhofer aufstellen können. Er hatte die Chance, als einziger Fahrer bislang drei Speed-Rennen in einem Ort hintereinander zu gewinnen. Letztlich fuhr der ÖSV-Star heute nicht so konzentriert und genau wie an den Vortagen. Auch Mitfavorit Daron Rahlves (USA) verpasste nach einem Fehler im Eishang ein besseres Resultat.
Unwetter ausgeblieben
Die Veranstalter der Rennen von Garmisch hätten es sich nicht besser wünschen können. Trotz Unwetterprognosen konnte auch das letzte Rennen auf der Kandahar unter besten Bedingungen durchgeführt werden. Zahlreiche Zuschauer säumten die Piste und sorgten für eine traumhafte Atmosphäre. Neben den deutschen Startern hatte vor allem Bode Miller viel Fans an der Strecke. Alles in allem war dieses Rennwochenende sicher eine gute Bewerbungshilfe für die Ausrichtung der alpinen Ski-WM 2011, um die sich der deutsche Standort derzeit bewirbt.
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