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Costazza siegt im Slalom in Lienz - Riesch knapp am Treppchen vorbei

Ski2b/sid am 29.12.2007 - 14:32 Uhr

Die Italienerin Chiara Costazza hat den vierten Weltcup-Slalom der alpinen Skisaison im österreichischen Lienz vor Nicole Hosp und Tanja Poutiainen gewonnen. DSV-Ass Maria Riesch landete auf Platz vier.

Erster italienischer Slalomsieg seit zehn Jahren
Im ersten Durchgang legte Chiara Costazza den Grundstein für ihren ersten Weltcup-Sieg. Im österreichischen Lienz fuhr die Italienerin in 57,96 Sekunden auf der anspruchsvollen Schlossberg-Piste die klar beste Zeit. Auch im Finale behielt die 23-Jährige die Nerven und fuhr Laufbestzeit. Mit der Gesamtzeit von 1:54,97 Minuten lag Costazza am Ende deutlich vor Nicole Hosp. Die Lokalmatadorin verbesserte sich im zweiten Durchgang nochvom dritten auf den zweiten Platz und verpasste damit den Sieg bei ihrem Heimspiel nur knapp. Costazza beendete mit ihrem Sieg eine italienische Durststrecke. Für Italien war es der erste Damenerfolg im Slalom seit zehn Jahren.

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Poutainen fährt noch aufs Podest
Den dritten Rang erreichte im letzten alpinen Rennen des Jahres 2007 Tanja Poutiainen. Die Finnin lag nach dem ersten Lauf auf dem vierten Rang und verdrängte mit der neuen Bestzeit im Finale Maria Riesch von der Spitzenposition. Die Zweitbeste nach dem ersten Durchgang war Sandrine Aubert, die mit Startnummer 25 überraschte. Die Französin brachte 0,39 Sekunden Rückstand auf Costazza mit ins Finale. Dort konnte sie die Leistung aus dem ersten Lauf nicht ganz wiederholen, durfte sich aber mit Platz sechs über ihr bisher bestes Slalomergebnis im Weltcup freuen.

Riesch verhindert DSV-Debakel
DSV-Rennläuferin Maria Riesch belegte beim vierten Weltcup-Slalom der alpinen Skisaison den vierten Platz. Damit hat sie ihr bestes Ergebnis in dieser Disziplin seit fast vier Jahren gefeiert. Am 13. März 2004 im italienischen Sestriere war die Partenkirchenerin ebenfalls Vierte geworden. Riesch verhinderte zugleich ein Debakel der Damen-Mannschaft des Deutschen Skiverbandes, die mit neun Läuferinnen angetreten war. Nur Maria Riesch und die erst 18 Jahre alte Katharina Dürr (Germering), die bei ihrem Debüt im Weltcup 26. wurde, kamen in die Punkte-Ränge.

Riesch: "Alte Sicherheit langsam wieder da"
"Ich habe ja auch schon Weltcup-Rennen im Slalom gewonnen, aber nach meinen Verletzungen hatte ich Schwierigkeiten, zurückzufinden. Ich spüre aber, dass die alte Sicherheit nun langsam wieder da ist", sagte Riesch. Die Plätze elf, 14 und neun in den drei vorherigen Slaloms der Saison hatten bereits angedeutet, dass sie auf dem Weg zu alter Stärke ist. Als Neunte war sie in Osttirol in das Finale gestartet, wo sie mit der zweitbesten Laufzeit überzeugte - und im Ziel beglückt ihren Ski küsste. "Ich wollte einfach locker bleiben, das hat geklappt", beschrieb sie ihr Rezept.

Nina Perner im Pech
Nina Perner (Karlsruhe) scheiterte nach Platz 28 im ersten Lauf zwei Tore vor dem Ende des zweiten Durchgangs. Dabei war sie schnell unterwegs und hätte mit ihrer Zeit das Zwischenklassement angeführt. Fanny Chmelar (Partenkirchen) und Monika Springl (Schellenberg) hatten das Finale auf den Rängen 32 und 39 verpasst. Monika Bergmann (Lam) schied bei ihrem Comeback ebenso im ersten Lauf aus wie Susanne Riesch (Partenkirchen), Carolin Fernsebner (Ramsau) und Kathrin Hölzl (Bischofswiesen).

"Ärgerlicher" Ausfall für Bergmann
Besonders bitter war der Ausfall von Bergmann. Die erfahrenste deutsche Ski-Rennläuferin hatte sich nach Lienz gequält, obwohl bei ihrem in Nordamerika erfrorenen Zeh "noch immer das rohe Fleisch ein bisschen raussteht" - und lag noch im Zielhang auf Podestkurs. Doch dann patzte und scheiterte sie. "Ärgerlich", fand Bergmann das.

Riesch im Gesamtweltcup wieder Dritte
Nicole Hosp bleibt nach dem zweiten Rang in der Slalomwertung vorne und übernahm auch die Führung im Gesamtweltcup vor Lindsey Vonn (USA). Maria Riesch liegt dort nun wieder auf Platz drei. Im Slalomweltcup ist Tanja Poutiainen Zweite. Auf Rang drei wird derzeit Titelverteidigerin Marlies Schild, die erneut ausschied, geführt.


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