
Isolde Kostner

Regine Cavagnoud

Petra Haltmayr

Sibylle Brauner

Alexandra Grauvogel
Renate Götschl ist die Speedqueen von St. Moritz
Ski2b Redaktion am 17.12.2000 - 13:31 Uhr
Nach der gestrigen Galavorstellung der österreichischen Damen bei der 3. Abfahrt der Weltcup-Saison in
St. Moritz, ging es am heutigen Sonntag gleich ein weiteres Mal auf die Weltmeisterschaftsabfahrt des Jahres 2003.
Im Verlauf des Rennens enzwickelte sich dann ein ständiger Führungswechsel. Zunächst boten die Französinnen den starken Rennläuferinnen der Alpen-Republik Paroli, ehe mit
Renate Götschl (Aut) die Speedqueen aus der Steiermark zu einem Traumlauf ansetzte.
Die Titelverteidigerin des Gesamt-Weltcups sauste in der Zeit von 1.36.49 Min. ins Tal und ließ die Südtirolerin
Isolde Kostner mit einer Zehntel-Sekunde Vorsprung hinter sich. Auf dem dritten Rang wurde
Regine Cavagnoud (Frankreich) mit 1.37.13 Min. gestoppt.
Temperaturen von Minus 10 Grad, leichter Wind und lockere Bewölkung hatten zuvor für eine wesentlich härtere Strecke im zweiten Abfahrtsrennen von
St. Moritz gesorgt.
Mit den Erfahrungen der relativ langsamen Abfahrt des Samstags im Hinterkopf hatten sich die Topfahrerinnen daher für die Startnummern 15-30 entschieden in der Hoffnung, dass die Strecke dann schon etwas schneller sein würde.
Petra Haltmayr zeigte nach dem 19. Platz in der 1.
St. Moritz-Abfahrt, dass sie sich in der Elite etabliert hat. Auch Haltmayr hatte die Linie der ÖSV-Girls studiert und fuhr die Traverse wesentlich höher an. In der Zeit von 1.38.18 Min. belegte die Siegerin der Abfahrt von
Lake Louise den 15. Rang.
Sibylle Brauner musste mit der frühen Startnummer 9 das Rennen aufnehmen. Daher konnte sie nicht von einer schnelleren Piste profitieren und landete in 1.38.40 Min. auf dem 21. Platz.
Für
Martina Ertl war der Abstecher nach
St. Moritz nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Dem völlig verkorksten 1. Abfahrtslauf (Platz 48) folgte ein wesentlich besserer 2. Lauf bis zum Sprung, den die gebürtige Tölzerin nur auf Kosten von Zeitverlust retten konnte. Sie vermied nach der Landung einen Sturz, jedoch war die Hoffnung auf eine Topzeit dahin.
In 1.38.96 Min. musste Ertl sich am Ende mit Rang 33 begnügen. Damit gab es im Engadin keine Weltcuppunkte für die Deutsche.
Die Führung im Gesamt-Weltcup konnte Martina jedoch knapp behaupten.
Auch dürfte das Selbstbewusstsein nicht unter der „Pleite von St. Moritz“ leiden, da die Gründe für das Abschneiden leicht zu analysieren sind.
Es gilt: Neuer Lauf neues Glück.
Nachwuchsläuferin
Isabelle Huber schaffte nach dem gestrigen Spitzenergebnis (10. Platz) keine zweite Sensation. Jedoch fuhr sie nur 14 hundertstel Sekunden langsamer als Ertl und wurde mit dieser Leistung 35.
Alexandra Grauvogl bekam auf der 2. Abfahrt von
St. Moritz ebenfalls eine Startchance. Mit dem 47. Platz dürfte sie aber nicht ganz zufrieden sein.
Spektakulärer Sturz:
Melanie Suchet aus Frankreich lieferte im Rahmen des Rennens eher den Stoff für nachdenkliche Minuten. Sie stürzte in der Traverse schwer, wurde wie ein Ball durch die Luft gewirbelt und musste mit Verdacht auf eine Knieverletzung mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden. Der Beweis für das hohe Risiko, dem sich die Rennläuferinnen auf den anspruchsvollen Abfahrten des Weltcup-Zirkus aussetzen.
Zurück