Mario Matt vergoldet WM mit Slalomsieg für Österreich
Ski2b Redaktion am 10.02.2001 - 14:32 Uhr
Die 36. alpine Ski-Weltmeisterschaft endete in St. Anton mit einem Doppel-Sieg der gastgebenden Österreicher. Der Tiroler Mario Matt feierte auf seinem Hausberg den Gewinn der Slalom-Weltmeisterschaft. Der 21-jährige aus Flirsch bei St. Anton besiegte in 1.39.66 Min. seinen Landsmann Benjamin Raich, der sich in der Zeit von 1.39.81 Min. knapp geschlagen geben musste und die Führung aus dem 1. Durchgang somit knapp aus den Händen gab. Überraschend ging Bronze an den Slowenen Mitja Kunc (1.40.36 Min.), der mit einem starken zweiten Lauf noch vom siebten Platz vorfuhr.
Warten ist schlimm:
Mario Matt gab nach dem Sieg Einblick in seine Gefühlswelt. „Das war brutal spannend. Das warten im Ziel war schlimm. Ich wollte Gold und habe alles riskiert. Es ist wie im Traum.“
Der Blitz aus Pitz gratuliert:
Sympathisch zeigte sich der Führende des 1. Durchgangs nach dem Rennen: „Ich habe Silber gewonnen. Der Fehler hat zwar die Goldmedaille gekostet, aber heute werde ich noch mit Mario feiern. Er ist ein würdiger Weltmeister.“
Markus Eberle:
Markus Eberle hatte den 2. Durchgang als 15ter des 1. Laufes eröffnet. Die Nummer eins im DSV-Slalom-Team konnte den Rückstand vom Vormittag jedoch nicht mehr entscheidend reduzieren und wurde in der Endabrechnung mit 1.42.17 Min. 14ter. „Der zweite Lauf ist wieder ein Stück auf dem Weg nach vorne. Der Blick geht jetzt nach Japan. Wir fahren dort zwei Slaloms, da wird weiter auf Angriff gefahren.“
Andreas Ertl ausgeschieden:
Der Bruder der Kombinationsweltmeisterin Martina Ertl scheiterte bereits im 1. Lauf an der Sonnenwiese. Marco Pastore indes erreichte mit der Zeit von 0.54.58 Min. den Platz 32.
Piste litt unter den Slalomspezialisten:
Die Organisatoren der Weltmeisterschaft hatten das Heer der freiwilligen Helfer noch einmal zu Höchstleistungen angespornt. Die Piste sollte schließlich für die 103 gemeldeten Läufer halten. Der extreme Kanteneinsatz der Kurz-Carver machte jedoch eine Präparierung der Strecke, die allen Athleten gleiche Pistenverhältnisse bietet, nahezu unmöglich. Immerhin landete der Mexikaner Hubertus von Hohenlohe, der mit der Startnummer 102 das Rennen um die Medaillen aufgenommen hatte, in 1.20.41 Min. auf einem beachtlichen 68. Rang und erwarb sich so das Recht auf den zweiten Lauf.
Zuschauerrekord zum Auskehrschwung:
“Das übersteigt selbst Kitzbühel“, stellte Ex-Weltmeister Christian Neureuther fest. Schon um 6.00 Uhr pilgerten die ersten Fans an den Arlberg. Über 50.000 Menschen quetschten sich dann gegen 10.00 Uhr förmlich in das eigens für die WM neu errichtete Skistadion am Fuße der Sonnenwiese. Der Slalom entwickelt sich immer mehr zur Lieblings-Diszilpin in Österreich. Benjamin Raich, Schwarm aller österreichischen Teenies, sagte angesichts der Massen: „Slalom ist die neue Königs-Disziplin.“ Zum Finale glich die Sonnenwiese einem einzigen Menschenmeer.
Erneut 15er-Regel für Finallauf:
Bei der Weltmeisterschaft greift in den technischen Disziplinen diese Sonderregelung. Demnach eröffnet der 15te des 1. Laufes den 2. Durchgang. Dann folgen die Fahrer bis hin zum Schnellsten des ersten Wettkampfteiles, nämlich dem Österreicher Benjamin Raich. Danach wird das Rennen von Platz 16 aus fortgeführt.
Prominenz am Hang:
Sogar Russlands Präsident Wladimir Putin stattete St. Anton einen Besuch ab. Neben den üblichen politischen Kamingesprächen mit dem österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel fand der Präsident noch genügend Zeit zum Skifahren. Höhepunkt des Staatsbesuchs war allerdings der Besuch des Slalom-Finallaufes.
Warten ist schlimm:
Mario Matt gab nach dem Sieg Einblick in seine Gefühlswelt. „Das war brutal spannend. Das warten im Ziel war schlimm. Ich wollte Gold und habe alles riskiert. Es ist wie im Traum.“
Der Blitz aus Pitz gratuliert:
Sympathisch zeigte sich der Führende des 1. Durchgangs nach dem Rennen: „Ich habe Silber gewonnen. Der Fehler hat zwar die Goldmedaille gekostet, aber heute werde ich noch mit Mario feiern. Er ist ein würdiger Weltmeister.“
Markus Eberle:
Markus Eberle hatte den 2. Durchgang als 15ter des 1. Laufes eröffnet. Die Nummer eins im DSV-Slalom-Team konnte den Rückstand vom Vormittag jedoch nicht mehr entscheidend reduzieren und wurde in der Endabrechnung mit 1.42.17 Min. 14ter. „Der zweite Lauf ist wieder ein Stück auf dem Weg nach vorne. Der Blick geht jetzt nach Japan. Wir fahren dort zwei Slaloms, da wird weiter auf Angriff gefahren.“
Andreas Ertl ausgeschieden:
Der Bruder der Kombinationsweltmeisterin Martina Ertl scheiterte bereits im 1. Lauf an der Sonnenwiese. Marco Pastore indes erreichte mit der Zeit von 0.54.58 Min. den Platz 32.
Piste litt unter den Slalomspezialisten:
Die Organisatoren der Weltmeisterschaft hatten das Heer der freiwilligen Helfer noch einmal zu Höchstleistungen angespornt. Die Piste sollte schließlich für die 103 gemeldeten Läufer halten. Der extreme Kanteneinsatz der Kurz-Carver machte jedoch eine Präparierung der Strecke, die allen Athleten gleiche Pistenverhältnisse bietet, nahezu unmöglich. Immerhin landete der Mexikaner Hubertus von Hohenlohe, der mit der Startnummer 102 das Rennen um die Medaillen aufgenommen hatte, in 1.20.41 Min. auf einem beachtlichen 68. Rang und erwarb sich so das Recht auf den zweiten Lauf.
Zuschauerrekord zum Auskehrschwung:
“Das übersteigt selbst Kitzbühel“, stellte Ex-Weltmeister Christian Neureuther fest. Schon um 6.00 Uhr pilgerten die ersten Fans an den Arlberg. Über 50.000 Menschen quetschten sich dann gegen 10.00 Uhr förmlich in das eigens für die WM neu errichtete Skistadion am Fuße der Sonnenwiese. Der Slalom entwickelt sich immer mehr zur Lieblings-Diszilpin in Österreich. Benjamin Raich, Schwarm aller österreichischen Teenies, sagte angesichts der Massen: „Slalom ist die neue Königs-Disziplin.“ Zum Finale glich die Sonnenwiese einem einzigen Menschenmeer.
Erneut 15er-Regel für Finallauf:
Bei der Weltmeisterschaft greift in den technischen Disziplinen diese Sonderregelung. Demnach eröffnet der 15te des 1. Laufes den 2. Durchgang. Dann folgen die Fahrer bis hin zum Schnellsten des ersten Wettkampfteiles, nämlich dem Österreicher Benjamin Raich. Danach wird das Rennen von Platz 16 aus fortgeführt.
Prominenz am Hang:
Sogar Russlands Präsident Wladimir Putin stattete St. Anton einen Besuch ab. Neben den üblichen politischen Kamingesprächen mit dem österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel fand der Präsident noch genügend Zeit zum Skifahren. Höhepunkt des Staatsbesuchs war allerdings der Besuch des Slalom-Finallaufes.
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