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Kirsten Clark (USA) gewinnt WM-Kombinations-Abfahrt vor Renate Götschl (AUT)

Ski2b Redaktion am 02.02.2001 - 13:23 Uhr
Die alpine Ski-WM in St. Anton geht in die nächste Runde. Den Kombinations-Abfahrtslauf der Damen, der heute um 12.00 Uhr auf der Gertrud-Gabl-Strecke ausgetragen wurde, gewann Kirsten Clark (USA) in 1.25.85 Min. vor der Österreicherin Renate Götschl (1.26.04 Min.) und Daniela Ceccarelli aus Italien (1.26.38 Min.)

Janica Kostelic am Start:
Janica Kostelic nahm die Kombinations-Abfahrt mit der Startnummer 11 in Angriff. Die Meldung, dass die kroatische Top-Favoritin auf die WM-Kombi-Goldmedaille wegen einer Oberschenkelverletzung nicht am Wettbewerb teilnehmen würde, entpuppte sich letztlich als „Ente“. Kostelic benötigte 1.27.28 Min. (Platz 11) für die Abfahrt und erwischte ein wesentlich besseres Rennen als zuvor beim Abschlusstraining. Dort hatte sie gestern nach einem Beinahsturz über eine Oberschenkelverletzung geklagt. „Mit der Zeit bin ich zufrieden. Ich hatte ein wenig Probleme mit der Muskulatur, aber es ist jetzt soweit alles o.k.“

Martina Ertl voll im Soll:
1.27.36 Min. standen für die gerade wieder genesene Lenggrieserin am Ende zu Buche. Damit belegt Ertl vor den beiden Slalom-Durchgängen einen beachtlichen 14 Platz. „Ich bin sehr zufrieden und superfroh. Das Licht war nachher nicht mehr ganz so gut. Dafür, dass ich gerade aus der Reha gekommen bin, ging es sehr gut. Die Entscheidung fällt nun im Slalom. Auf den schweren Slalomhang freue ich mich jetzt schon richtig; der müsste mir eigentlich liegen.“

Petra Haltmayr auf Platz 8:
Die Abfahrts-Spezialistin Petra Haltmayr nutzte die Kombinations-Abfahrt für ein ausgesprochen erfolgreiches „Zusatztraining“ im Hinblick auf die Spezial-Abfahrt am Sonntag. In 1.27.05 Min. liegt die 25-jährige aus Rettenberg momentan auf dem 8. Platz. „Es war giftig zu fahren. Ich hab` ein paar Ausritte gehabt, weil ich auch Respekt vor der Kombi-Abfahrt hatte. Im Slalom greife ich an. Jedoch darf man nicht hirnlos fahren.“

Sibylle Brauner fährt am Tor vorbei:
Die 25-jährige Deutsche (Aising-Pang) ist bei der Abfahrt der Pechvogel im DSV-Team gewesen. Nach einer guten Fahrt im oberen Abschnitt, ließ Brauner ein Tor aus und schied aus.

Piste schneller als in den Trainingsläufen:
Die eisigen Temperaturen haben ein übriges zur Attraktivitätssteigerung des Kombinations-Abfahrtslaufes beigetragen. Die Fahrerinnen waren deutlich schneller unterwegs als in den Tagen zuvor. Der aggressive Schnee machte das Durchfahren der Feuersteinkurve und der Bärenkurve, die als die technischen Kriterien der Strecke gelten, zur anspruchsvollen Aufgabe.

Postkarten-Wetter in St. Anton:
Während in weiten Teilen Österreichs und Deutschlands der Winter erneut Einzug gehalten hat, hat St. Anton scheinbar den Wettergott auf seiner Seite. Der Gastgeber-Ort der Ski WM 2001 präsentierte sich mit Sonnenschein und weiß-blauem Himmel.

Tiefkühltemperaturen:
Die Athletinnen, die sich für den Start der WM-Kombinationsabfahrt entschieden hatten, mussten sich zunächst einmal gegen die beißende Kälte am Starthäuschen der „Gertrud Gabl-Strecke“ wehren. Am Start wurden in einer Höhe von 1981 Metern am frühen Morgen –17 Grad Celsius gemessen. Sibylle Brauner bevorzugte daher als Schutz vor eventuellen Erfrierungen im Gesicht ein Nasenpflaster.
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