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Hermann Maier siegt an Österreichs heiligem Berg

Ski2b Redaktion am 20.01.2001 - 13:47 Uhr
Hermann Maier aus Flachau in Österreich ist der König der Streif. Der „Herminator“ siegte in der Zeit von 1.56.84 Min. erstmals auf der berühmtesten und anspruchsvollsten Abfahrt der Welt vor seinem Landsmann Hannes Trinkl (1.57.11 Min.) und dem US-Amerikaner Daron Rahlves (1.57.46 Min.), sowie dem zeitgleichen Stefan Eberharter (AUT), der bis dahin noch die Führung in der Weltcup-Abfahrtswertung inne hatte.

Felix Austria (Glückliches Österreich):
Doppelsieg auf der Abfahrt des Jahres. Beinahe hätte es zu einem Dreifach-Triumph in „Kitz“ gereicht. Sieg im gestrigen Super-G. Maier führt im Gesamt-Weltcup und in der Abfahrtswertung. Die Österreicher schwimmen auf der Welle des Erfolges. Die WM im eigenen Land in St. Anton (ab dem 28.01.01) kann kommen. Nur der junge US-Boy Daron Rahlves hatte den Mut dagegen zu halten. Mausefalle, Steilhang und Hausbergkante stehen für Schwierigkeiten der Sonderklasse auf der 3300 Meter langen Strecke. Kein Rennfahrer, der nicht mit Respekt von der Streif spricht. Nicht wenige Profis hat im Laufe der Jahre der Mut am Starthäuschen verlassen.

Auch Maier zollt der Streif Respekt:
So sagte der Herminator nach seiner Fahrt im Ziel:„Die Mischung machts halt. Einfach wild runter fahren bringt ja nichts. Du musst Dich voll auf die Piste konzentrieren. Ich wusste, dass es im unteren Teil für mich ein bisserl heikl wird. Bei mir ist alles an den Augen vorbeigesaust. Die Zuschauer nimmt man kaum mehr wahr.“ Hannes Trinkl bemerkte: „Wer keinen Respekt vor der Streif hat, der kann es gleich vergessen.“

Max Rauffer einziger DSV-Starter:
Max Rauffer hat es geschafft. Er kam die Streif heil hinunter und wurde in der Zeit von 2.01.20 Min. am Ende 40. Allein seine Teilnahme nötigt Respekt ab. Nach zwei Trainingsstürzen haben auf der Streif schon viele Rennfahrer das Handtuch geworfen. Florian Eckert hatte einfach zu viele blaue Flecken von seinem Sturz beim gestrigen Super-G auf der Streif. Auch mit Spritzen ließen sich die Folgen der zahlreichen Hämatome nicht mehr erfolgreich bekämpfen. Daher verzichtete Eckert auf den Start.

Hahnkamm-Rennen an Austrias heiligem Berg:
Mit dem Sieg an Österreichs heiligem Berg dürfte Maier nun endgültig in den Kreis der absoluten Ausnahme-Abfahrer aufgenommen werden. Es war der 36. Weltcup-Sieg für den 28-jährigen Alpenvulkan, aber sicher nicht einer von vielen. Superlativen begleiten die Geschichte der Streif. Hier hatte in den 70er Jahren einst der legendäre Franz Klammer die Österreicher mit drei Siegen in Folge beglückt. Auch der Deutsche Sepp Ferstl aus Traunstein schrieb Geschichte auf der Streif mit seinen beiden Siegen 1978 und 1979. Der Abfahrer-Olymp nimmt nur Kitzbühel-Sieger auf. Lange hatte der Herminator an diese Pforte geklopft, nun darf er eintreten.

Zuschauerspektakel am Hausberg:
Das Wetter war nicht so gut wie am Tag zuvor beim Super-G. Die Stimmung jedoch brodelte. Schon die Auslosung am Vorabend geriet zur Riesensause. Über 50.000 Menschen sahen dann das Rennen. Volksfest, Alpenfete. Man darf sich auf die WM in St. Anton freuen. Österreich ist halt die Ski-Nation Nummer 1.
Weiterführende Informationen:
Homepage von Max Rauffer
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