Nicole Hosp hat zum Abschluss der Nordamerika-Tour der alpinen Skirennläuferinnen den Slalom im amerikanischen Aspen gewonnen. Die Österreicherin setzte sich mit einer Gesamtzeit von 1:34,60 Minuten vor Tanja Poutiainen und ihrer Landsfrau Kathrin Zettel durch. Maria Riesch kehrte mit Rang neun in die Weltspitze zurück.
Dritter Slalom - dritter ÖSV-Sieg
Nicole Hosp unterstrich die Dominanz der Österreicherinnen beim dritten Weltcup-Slalom der Saison in Colorado und fuhr den achten Sieg in Serie für die Alpenrepublik ein. Hosp setzte sich bei ihrem zehnten Weltcup-Sieg in einer Zeit von 1:34,60 Minuten durch. Zweite wurde Tanja Poutiainen mit einem Rückstand von 1,19 Sekunden. Die Finnin hatte nach dem ersten Durchgang noch drei Hundertstel vor Hosp an der Spitze gelegen, konnte im Finale aber nicht mit ihr mithalten. Hosps Teamkollegin Kathrin Zettel komplettierte das Podium als Dritte (1,34 Sekunden zurück).
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Schild riskiert zu viel
Marlies Schild, die die beiden ersten Torläufe der Saison gewonnen hatte, schied nach wenigen Toren des zweiten Laufs aus. Die Österreicherin lag nach einem verkorksten ersten Durchgang nur auf dem siebten Rang und ging den zweiten Lauf mit vollem Risiko an. Das wurde ihr zum Verhängnis: Sie fädelte ein und wurde anschließend ausgehoben.
Schwedinnen mit starker Vorstellung
Zwar verpassten die Schwedinnen einen Podiumsplatz knapp, aber dennoch zeigten sie sich in blendender Verfassung. Therese Borssen landete nach zwei guten Durchgängen auf dem hervorragenden vierten Platz. Ihre Teamkollegin Frida Hansdotter verbesserte sich mit einem furiosen Finale und Laufbestzeit noch vom 25. auf den siebten Rang. Lange hatte es auf der immer schwieriger zu fahrenden Piste sogar danach ausgesehen, als ob sie den Sprung aufs Treppchen schaffen könnte, denn bis Weltmeisterin Sarka Zahrobska kam, bissen sich alle an ihrer Zeit die Zähne aus. Schwedens beste Skirennläuferin Anja Pärson schied bereits im ersten Durchgang aus und sucht so weiterhin nach ihrer Form.
Rieschs bestes Slalomergebnis seit März 2004
So schnell war Maria Riesch schon lange nicht mehr auf zwei Brettern unterwegs. Nach dem ersten Durchgang hatte die Partenkirchenerin noch auf Rang elf gelegen. Mit einer guten Leistung im zweiten Durchgang erreichte sie noch einen guten neunten Rang. Für Riesch war dies das beste Slalom-Ergebnis seit fast vier Jahren. Besser war sie zuletzt am 13. März 2004 als Vierte im italienischen Sestriere.
Hölzl und Chmelar in den Punkten
Kathrin Hölzl (Bischofswiesen/1:37,57) durfte sich als Elfte über ihr bestes Slalomergebnis im Weltcup freuen, Fanny Chmelar (Partenkirchen/1:38,14) fuhr auf Platz 14. Nina Perner (Karlsruhe) hatte das Finale der besten 30 Läuferinnen als 39. klar verpasst, Susanne Riesch (Partenkirchen) war im ersten Lauf ausgeschieden.
Schild weiter im Weltcup vorne
Trotz ihres Ausfalls hat Marlies Schild die Führung im Gesamtweltcup verteidigt. Aufgrund ihres "Nullers" schmolz ihr Vorsprung aber auf 17 Punkte auf Niki Hosp. Hosp hat dank des Sieges mit nun 225 Punkten aber den ersten Platz in der Slalomwertung vor Schild (200) übernommen.