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ÖSV-Herren wollen erstes Gold

Ski2b Redaktion am 17.02.2006 - 13:33 Uhr
Für die alpinen Herren geht es bei den XX. Olymischen Winterspielen Schlag auf Schlag. Drei Entscheidungen stehen noch aus und die Favoriten sind bislang leer ausgegangen - beim Super-G und beim Riesenslalom könnte sich das ändern.

Zwei Rennen in drei Tagen
Zunächst werden dabei die Speedfahrer am Samstag, den 18. Februar beim Super-G ihre letzte Chance auf Edelmetall bekommen. Zwei Tage später ist bereits der Riesenslalom angesetzt. Beide Rennen finden in Sestriere statt, wie alle Wettbewerbe der Herren.

Walchhofer nicht am Start
Vor allem für das österreichische Herrenteam gilt es, die erste Goldmedaille zu holen. Bislang steht Silber in der Abfahrt und Bronze in der Kombination für die hochgelobten Sportler aus dere Alpenrepublik zu Buche - zu wenig gemessen an den letzten Erfolgen im Weltcup. Wie stark das Team besetzt ist, sieht man am besten an der Demission von Michael Walchhofer. Silber in der Abfahrt vor wenigen Tagen reichte dem Vizeweltmeister im Super-G von Bormio 2005 nicht, um einen der vier Startplätze zu ergattern - vor allem, da Hermann Maier, Hannes Reichelt und Christoph Gruber bereits ein Rennen gewinnen konnten. Den vierten Platz erhält der Gesamtweltcupführende Benni Raich.

Amerikaner im Aufwind
Dabei hat sich der Super-G in diesem Jahr als offenste aller Disziplinen erwiesen. Der einzige Nicht-Österreicher, der bisher einen Super-G in dieser Saison gewann, war Aksel-Lund Svindal. Der Norweger siegte beim ersten Rennen in Lake Louise. Aber dennoch gibt es noch Konkurrenz für die favorisierten ÖSV-Sportler. Die Amerikaner um Bode Miller und Daron Rahlves wollen ihre Schlappe in der Abfahrt wettmachen und den Österreichern den prestigeträchtigen Sieg entreißen. Zwar hat der Sieg von Ted Ligety dem amerikanischen Lager etwas Ruhe gegeben, die etablierten Top-Stars sind aber bislang den Beweis ihrer Extra-Klasse schuldig geblieben.



Titelverteidiger will den erneuten Coup
Nicht zu unterschätzen ist aber auch der Titelverteidiger. Kjetil Andre Aamodt hat nach seiner leichten Knieverletzung auf einen Start in der Kombination verzichtet, um sich ganz auf den Super-G zu konzentrieren. In der Abfahrt verpasste er die Medaillenränge nur knapp. 2002 holte er sein zweites Gold - neben der Kombination - eben im Super-G, damals vor den Österreichern Eberharter und Schifferer.

Raich Top-Favorit im Riesenslalom
Stephan Eberharter kann seinen Titel im Riesenslalom nach seinem Rücktritt dagegen nicht mehr verteidigen. Er war in Salt Lake City Sieger, vor Bode Miller und Lass Kjus. In diesem Jahr gilt sein Landsmann Benni Raich als erster Anwärter auf den Titel - nach seinen Triumphen in den letzten beiden Wettbewerben in Adelboden und Kranjska Gora. Vor allem in der Schweiz fuhr Raich in einer eigenen Liga und führt seit diesem Erfolg auch die Weltcupwertung dieser Disziplin an.

Gold für Italien's Ski-Asse?
Doch auch die Gastgeber machen sich berechtigte Hoffnungen auf den ersten alpinen Titel. Mit Massimiliano Blardone und Davide Simoncelli haben sie gleich zwei heiße Eisen im Feuer. Es wird also sicher laut werden, wenn die Entscheidung um Edelmetall fällt. Doch natürlich werden auch Hermann Maier, Bode Miller und Kalle Palander um die Medaillen kämpfen - wenn nicht wieder ein Überraschungssieger den olympischen Thron besteigt.
Weiterführende Informationen:
Die offizielle Olympiaseite Turin 2006
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