ÖSV-Dreifachsieg beendet alpine Olympia-Wettbewerbe
Ski2b Redaktion am 25.02.2006 - 20:00 Uhr
In einem von vielen Ausfällen geprägten olympischen Herren-Slalom haben sich am Ende gleich drei Österreicher durchsetzen können. Benjamin Raich gewann seine zweite Goldmedaille, nachdem er bereits im Riesenslalom triumphiert hatte. In einer Gesamtzeit von 1:43.14 Minuten war er klar schneller als Reinfried Herbst (1:43.97 Min.) und Rainer Schönfelder (1:44.15 Min.). Die deutschen Starter Alois Vogl und Felix Neureuther schieden beide aus.
Viele Spitzenfahrer scheitern in Durchgang eins
Auf der Piste Giovanni Agnelli zeigte sich schnell, dass der Hang seine Tücken hatte. Mit Startnummer eins ging Top-Favorit Giorgio Rocca ins Rennen – und schied zum Entsetzen der italienischen Fans aus. Neben ihm mussten gleich zehn Top-Fahrer im ersten Durchgang die Segel streichen. Manche, wie Ted Ligety und Alois Vogl, waren zuvor stark unterwegs. Andere, wie Mario Matt und Bode Miller enttäuschten auf der ganzen Linie. Miller ist nach seinem neuerlichen Ausfall wohl der größte Verlierer der alpinen Wettbewerbe bei diesen Winterspielen.
Raich und Palander fast zeitgleich
Schnell unterwegs waren dagegen Österreichs Top-Star Benjamin Raich und der Finne Kalle Palander, die fast gleichauf den ersten Durchgang anführten. Mithalten konnte überraschend der Japaner Kentaro Minagawa, außerdem empfahl sich mit Reinfried Herbst ein weiterer Österreicher um eine Medaille, genau wie Thomas Grandi aus Kanada. Mit etwas weniger Risiko, doch wenig Fehlern kamen Rainer Schönfelder (AUT) und der Schwede Andre Myhrer noch in Reichweite der Podestränge ins Ziel. Die restliche Konkurrenz lag weiter als eine Sekunde zurück. Auch Felix Neureuther ließ den letzten Angriffswillen vermissen und musste sich so mit Rang 22 begnügen.
Berthod macht 16 Plätze gut
Als 30. des ersten Durchgangs ging Marc Berthod im Finale zuerst auf die Strecke – und konnte die optimalen Bedingungen perfekt umsetzen. Mit der zweitbesten Laufzeit hielt er die Führung lange und konnte sich insgesamt auf den 14. Platz verbessern. Ähnlich gut kam der Japaner Naoki Yuasa im zweiten Durchgang zurecht. Damit sprang er von Rang 17 immerhin auf den siebten Platz. Erst Ivica Kostelic – Elfter des ersten Laufs – verdrängte Yuasa von der Spitze, als er im flachen Schlussteil die letzten Tore, die sein Trainer gesteckt hatte, sehr gut nahm. Für eine Medaille, wie bereits in der Kombination, sollte es aber heute nicht reichen. Kostelic belegte am Ende Rang sechs.
Herbst vor Schönfelder
Auch Rainer Schönfelder konnte im Schlussteil der Strecke noch einmal ordentlich beschleunigen und erklomm so die Spitzenposition. Nach ihm verpasste Andre Myhrer und Thomas Grandi die Bestzeit. Reinfried Herbst ließ im Steilstück die Skier gut laufen und konnte sich so einen schwächeren Schlussteil leisten, um doch noch vor Schönfelder zu bleiben. Zu diesem Zeitpunkt standen noch drei Fahrer im Starthaus und eine Medaille war für keinen der beiden Österreicher sicher.
Erneut Laufbestzeit für Raich
Kentaro Minagawa wirkte im Finale doch etwas gehemmt und konnte daher seine nahezu perfekte Ausgangsposition nicht für eine Medaille nutzen. Am Ende verfehlte er die Bestzeit und belegte am Ende zeitgleich mit Myhrer den undankbaren vierten Platz – nur drei Hundertstel trennten ihn und den Schweden von der Bronzemedaille. Danach ging Kalle Palander ins Rennen. Doch für ihn begann das Finale mit einem Einfädler. Zwar fuhr der Finne das Rennen zu Ende und bewies mit einer klaren Bestzeit seine Klasse, doch war bereits im Ziel in seinem Gesicht zu lesen das auch ihm das Einfädeln nicht entgangen war. Daher wurde Palander aus der Wertung genommen – ein österreichischer Doppelsieg stand damit bereits fest. Dann kam Benni Raich. Mehrmals war er zuletzt in Führung liegend ausgeschieden – zuletzt bei der Kombination, an gleichem Ort. Doch heute zeigte er keine Nerven, fuhr erneut Laufbestzeit und krönte sich damit zum verdienten Slalom-Olympiasieger. Es war zugleich der erste Slalom-Sieg für den Pitztaler in dieser Saison.
Aus für Neureuther
Nachdem Alois Vogl im ersten Lauf nach Zwischenbestzeit ausschied, war für Felix Neureuther im zweiten Durchgang auch alles vorbei. Bereits nach wenigen Toren hatte er den Überblick verloren und ein Tor verpasst. Dennoch stieg er wieder auf, und fuhr weiter. Wenige Tore später hob es ihn dann erneut aus, er stürzte und war damit endgültig ausgeschieden. Damit verpasste er die Chance, sich nachträglich für seine Olympia-Nominierung zu rechtfertigen. Damit bleiben die deutschen Alpinen bei diesen Winterspielen ohne Medaille. Erfolgreichste Nation war Österreich, das 14mal Edelmetall gewannen, davon viermal Gold. Mit den Doppelolympiasiegern Raich und Dorfmeister stellt die Alpenrepublik auch die erfolgreichsten Einzelsportler.
Viele Spitzenfahrer scheitern in Durchgang eins
Auf der Piste Giovanni Agnelli zeigte sich schnell, dass der Hang seine Tücken hatte. Mit Startnummer eins ging Top-Favorit Giorgio Rocca ins Rennen – und schied zum Entsetzen der italienischen Fans aus. Neben ihm mussten gleich zehn Top-Fahrer im ersten Durchgang die Segel streichen. Manche, wie Ted Ligety und Alois Vogl, waren zuvor stark unterwegs. Andere, wie Mario Matt und Bode Miller enttäuschten auf der ganzen Linie. Miller ist nach seinem neuerlichen Ausfall wohl der größte Verlierer der alpinen Wettbewerbe bei diesen Winterspielen.
Raich und Palander fast zeitgleich
Schnell unterwegs waren dagegen Österreichs Top-Star Benjamin Raich und der Finne Kalle Palander, die fast gleichauf den ersten Durchgang anführten. Mithalten konnte überraschend der Japaner Kentaro Minagawa, außerdem empfahl sich mit Reinfried Herbst ein weiterer Österreicher um eine Medaille, genau wie Thomas Grandi aus Kanada. Mit etwas weniger Risiko, doch wenig Fehlern kamen Rainer Schönfelder (AUT) und der Schwede Andre Myhrer noch in Reichweite der Podestränge ins Ziel. Die restliche Konkurrenz lag weiter als eine Sekunde zurück. Auch Felix Neureuther ließ den letzten Angriffswillen vermissen und musste sich so mit Rang 22 begnügen.
Berthod macht 16 Plätze gut
Als 30. des ersten Durchgangs ging Marc Berthod im Finale zuerst auf die Strecke – und konnte die optimalen Bedingungen perfekt umsetzen. Mit der zweitbesten Laufzeit hielt er die Führung lange und konnte sich insgesamt auf den 14. Platz verbessern. Ähnlich gut kam der Japaner Naoki Yuasa im zweiten Durchgang zurecht. Damit sprang er von Rang 17 immerhin auf den siebten Platz. Erst Ivica Kostelic – Elfter des ersten Laufs – verdrängte Yuasa von der Spitze, als er im flachen Schlussteil die letzten Tore, die sein Trainer gesteckt hatte, sehr gut nahm. Für eine Medaille, wie bereits in der Kombination, sollte es aber heute nicht reichen. Kostelic belegte am Ende Rang sechs.
Herbst vor Schönfelder
Auch Rainer Schönfelder konnte im Schlussteil der Strecke noch einmal ordentlich beschleunigen und erklomm so die Spitzenposition. Nach ihm verpasste Andre Myhrer und Thomas Grandi die Bestzeit. Reinfried Herbst ließ im Steilstück die Skier gut laufen und konnte sich so einen schwächeren Schlussteil leisten, um doch noch vor Schönfelder zu bleiben. Zu diesem Zeitpunkt standen noch drei Fahrer im Starthaus und eine Medaille war für keinen der beiden Österreicher sicher.
Erneut Laufbestzeit für Raich
Kentaro Minagawa wirkte im Finale doch etwas gehemmt und konnte daher seine nahezu perfekte Ausgangsposition nicht für eine Medaille nutzen. Am Ende verfehlte er die Bestzeit und belegte am Ende zeitgleich mit Myhrer den undankbaren vierten Platz – nur drei Hundertstel trennten ihn und den Schweden von der Bronzemedaille. Danach ging Kalle Palander ins Rennen. Doch für ihn begann das Finale mit einem Einfädler. Zwar fuhr der Finne das Rennen zu Ende und bewies mit einer klaren Bestzeit seine Klasse, doch war bereits im Ziel in seinem Gesicht zu lesen das auch ihm das Einfädeln nicht entgangen war. Daher wurde Palander aus der Wertung genommen – ein österreichischer Doppelsieg stand damit bereits fest. Dann kam Benni Raich. Mehrmals war er zuletzt in Führung liegend ausgeschieden – zuletzt bei der Kombination, an gleichem Ort. Doch heute zeigte er keine Nerven, fuhr erneut Laufbestzeit und krönte sich damit zum verdienten Slalom-Olympiasieger. Es war zugleich der erste Slalom-Sieg für den Pitztaler in dieser Saison.
Aus für Neureuther
Nachdem Alois Vogl im ersten Lauf nach Zwischenbestzeit ausschied, war für Felix Neureuther im zweiten Durchgang auch alles vorbei. Bereits nach wenigen Toren hatte er den Überblick verloren und ein Tor verpasst. Dennoch stieg er wieder auf, und fuhr weiter. Wenige Tore später hob es ihn dann erneut aus, er stürzte und war damit endgültig ausgeschieden. Damit verpasste er die Chance, sich nachträglich für seine Olympia-Nominierung zu rechtfertigen. Damit bleiben die deutschen Alpinen bei diesen Winterspielen ohne Medaille. Erfolgreichste Nation war Österreich, das 14mal Edelmetall gewannen, davon viermal Gold. Mit den Doppelolympiasiegern Raich und Dorfmeister stellt die Alpenrepublik auch die erfolgreichsten Einzelsportler.
Weiterführende Informationen:
| Ergebnis: Olympische Winterspiele 2006 - Slalom der Herren | |
| Homepage von Alois Vogl |
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