Lawinen-Special Teil II: Ausrüstung abseits der Pisten
2b-Sportredaktion am 22.12.2003 - 15:46 Uhr
Neben einer gebirgstauglichen Berg- und Skiausrüstung, die selbstverständlich ist, benötigt man im freien Gelände eine spezielle Lawinenausrüstung.
Lawinenausrüstung
Diese besteht aus einer unentbehrlichen Grundausrüstung und einer möglichen Zusatzausrüstung. Wer abseits gesicherter Skipisten im Schnee unterwegs ist, sollte zumindest die Grundausrüstung immer bei sich haben.
Grundausrüstung
Zu dieser unbedingt notwendigen Grundausrüstung gehören:
- LVS-Gerät (Lawinenverschütteten-Suchgerät)
- Lawinenschaufel
- Lawinensonde
- Erste Hilfe-Set
- Biwaksack
LVS-Geräte
Sogenannte Lawinenverschütteten-Suchgeräte sind batteriebetriebene Empfangs- und Sendegeräte mit Reichweiten von bis zu 80 Metern, die eine Ortung Verschütteter ermöglichen. Ein sicherer Umgang mit LVS-Geräten erfordert viel Erfahrung, insbesondere im Falle von Mehrfachverschüttungen - die Handhabung sollte regelmäßig geübt werden! Ortovox bietet mit dem s1 das wohl derzeit modernste Gerät an. Als einziges LVS-Gerät am Markt, verfügt es über ein großes Display, das die relative Lage der Verschütteten anzeigt. Die Suche wird extrem intuitiv und simpel gestaltet: Gerät einschalten – Sendmodus, Gerät aufklappen – Suchmodus, einfach den Anweisungen im Display folgen, fertig. Zusätzlich bietet das s1 viele nützliche Tools, die im modernen Risikomanagement auf jeder Tour eingesetzt werden können, so zum Beispiel Hangneigungsmesser, Thermometer und Kompass.
Lawinenschaufel und -sonde
Lawinensonden sind wichtiges Hilfmittel bei der Spaltensuche, Schneedeckenuntersuchung und Punktortung. Die rechtzeitige Freilegung und Bergung Lawinenverschütteter ist ohne spezielle Schaufeln selten möglich - zu stark wird der Schnee in aller Regel bei Lawinenabgängen komprimiert. Behelfsmittel wie Skier oder Snowboards sind zum Graben im eisharten Schnee ungeeignet. Lawinenschaufeln zeichnet ein gutes Verhältnis von Gewicht zu Steifigkeit aus. Das gängigste Material, das zum Einsatz kommt, ist dabei Aluminium. Es ist verwindungssteif und leicht. Ideal sind Teleskopschaufeln, da sie den anstrengenden Schaufelprozess ökonomisieren können
Erste Hilfe-Set und Biwaksack
Erste Hilfe-Material zur Versorgung Verletzter ist Pflicht!
Ein Biwaksack kann vor Aus- und Unterkühlung schützen und als Transportmittel dienen. Durch ihre Signalfarbe sind Biwaksäcke auch, besonders im Schnee, für die Retter gut sichtbar.
Weitere Ausrüstung
Neben dieser Grundausrüstung empfehlen wir für genauere Schneeuntersuchungen ein Thermometer, einen Maßstab zur Neigungsmessung der Berghänge, eine Schneesäge und ein Fernglas.
Zur möglichen Zusatzausrüstung, wie sich im Stile eines Airbags aufblähende Systeme, die durch zusätzlichen Auftrieb das Einsinken in eine Lawine verhindern sollen, oder den Verschüttungsort anzeigen (Lawinenball), bestehen unterschiedliche Expertenmeinungen. Dazu später im Special mehr!
Interview mit Georg Nickaes
Der ehemalige Aktivensprecher der DAV-Nationalmannschaft Skibergsteigen ist mit allen Formen des Alpinismus, vom Berglaufen über das Eisklettern bis hin zum Bergsteigen, wohlvertraut. Nickaes ist zu allen Jahreszeiten viel in den Bergen unterwegs und berichtet im Interview von seinen Erfahrungen.
Interview mit Alexander Römer
Der anerkannte Fachmann befasst sich intensiv mit Fragen des Sicherheits- und Risikomanagements im Zusammenhang mit allen Spielformen des Alpinismus. Er gibt sein Wissen in Seminaren weiter. Die Liste seiner Referenzen ist lang und namhaft. Lesen Sie, was er zur Ausrüstung und ihrer Anwendung zu sagen hat.
Quellen und Literatur
- www.vdbs.de
- Günter Durner und Alexander Römer, Lawinen Know-How, 1. Aufl. 2003, ISBN 3-9807101-5-7
- Günter Durner und Alexander Römer, Erste Hife Bergrettung, 1. Auflage 2002, ISBN 3-9807101-2-2
- Werner Munter, 3x3 Lawinen - Entscheiden in kritischen Situationen, 2. Aufl. 1999, ISBN 3-00-002060-8
- Martin Engler, Die weiße Gefahr: Schnee und Lawinen..., 1. Aufl. 2001, ISBN 3-9807591-1-3
Lawinenausrüstung
Diese besteht aus einer unentbehrlichen Grundausrüstung und einer möglichen Zusatzausrüstung. Wer abseits gesicherter Skipisten im Schnee unterwegs ist, sollte zumindest die Grundausrüstung immer bei sich haben.
Grundausrüstung
Zu dieser unbedingt notwendigen Grundausrüstung gehören:
- LVS-Gerät (Lawinenverschütteten-Suchgerät)
- Lawinenschaufel
- Lawinensonde
- Erste Hilfe-Set
- Biwaksack
LVS-Geräte
Sogenannte Lawinenverschütteten-Suchgeräte sind batteriebetriebene Empfangs- und Sendegeräte mit Reichweiten von bis zu 80 Metern, die eine Ortung Verschütteter ermöglichen. Ein sicherer Umgang mit LVS-Geräten erfordert viel Erfahrung, insbesondere im Falle von Mehrfachverschüttungen - die Handhabung sollte regelmäßig geübt werden! Ortovox bietet mit dem s1 das wohl derzeit modernste Gerät an. Als einziges LVS-Gerät am Markt, verfügt es über ein großes Display, das die relative Lage der Verschütteten anzeigt. Die Suche wird extrem intuitiv und simpel gestaltet: Gerät einschalten – Sendmodus, Gerät aufklappen – Suchmodus, einfach den Anweisungen im Display folgen, fertig. Zusätzlich bietet das s1 viele nützliche Tools, die im modernen Risikomanagement auf jeder Tour eingesetzt werden können, so zum Beispiel Hangneigungsmesser, Thermometer und Kompass.
Lawinenschaufel und -sonde
Lawinensonden sind wichtiges Hilfmittel bei der Spaltensuche, Schneedeckenuntersuchung und Punktortung. Die rechtzeitige Freilegung und Bergung Lawinenverschütteter ist ohne spezielle Schaufeln selten möglich - zu stark wird der Schnee in aller Regel bei Lawinenabgängen komprimiert. Behelfsmittel wie Skier oder Snowboards sind zum Graben im eisharten Schnee ungeeignet. Lawinenschaufeln zeichnet ein gutes Verhältnis von Gewicht zu Steifigkeit aus. Das gängigste Material, das zum Einsatz kommt, ist dabei Aluminium. Es ist verwindungssteif und leicht. Ideal sind Teleskopschaufeln, da sie den anstrengenden Schaufelprozess ökonomisieren können
Erste Hilfe-Set und Biwaksack
Erste Hilfe-Material zur Versorgung Verletzter ist Pflicht!
Ein Biwaksack kann vor Aus- und Unterkühlung schützen und als Transportmittel dienen. Durch ihre Signalfarbe sind Biwaksäcke auch, besonders im Schnee, für die Retter gut sichtbar.
Weitere Ausrüstung
Neben dieser Grundausrüstung empfehlen wir für genauere Schneeuntersuchungen ein Thermometer, einen Maßstab zur Neigungsmessung der Berghänge, eine Schneesäge und ein Fernglas.
Zur möglichen Zusatzausrüstung, wie sich im Stile eines Airbags aufblähende Systeme, die durch zusätzlichen Auftrieb das Einsinken in eine Lawine verhindern sollen, oder den Verschüttungsort anzeigen (Lawinenball), bestehen unterschiedliche Expertenmeinungen. Dazu später im Special mehr!
Interview mit Georg Nickaes
Der ehemalige Aktivensprecher der DAV-Nationalmannschaft Skibergsteigen ist mit allen Formen des Alpinismus, vom Berglaufen über das Eisklettern bis hin zum Bergsteigen, wohlvertraut. Nickaes ist zu allen Jahreszeiten viel in den Bergen unterwegs und berichtet im Interview von seinen Erfahrungen.
Interview mit Alexander Römer
Der anerkannte Fachmann befasst sich intensiv mit Fragen des Sicherheits- und Risikomanagements im Zusammenhang mit allen Spielformen des Alpinismus. Er gibt sein Wissen in Seminaren weiter. Die Liste seiner Referenzen ist lang und namhaft. Lesen Sie, was er zur Ausrüstung und ihrer Anwendung zu sagen hat.
Quellen und Literatur
- www.vdbs.de
- Günter Durner und Alexander Römer, Lawinen Know-How, 1. Aufl. 2003, ISBN 3-9807101-5-7
- Günter Durner und Alexander Römer, Erste Hife Bergrettung, 1. Auflage 2002, ISBN 3-9807101-2-2
- Werner Munter, 3x3 Lawinen - Entscheiden in kritischen Situationen, 2. Aufl. 1999, ISBN 3-00-002060-8
- Martin Engler, Die weiße Gefahr: Schnee und Lawinen..., 1. Aufl. 2001, ISBN 3-9807591-1-3
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