Interview mit Christian Schneidermeier, Lawinen
M2b Redaktion am 22.12.2003 - 15:45 Uhr
Schneidermeier hat an der Uni Bayreuth Sportökonomie studiert und ist selbst gerne auf Skitour unterwegs.
Mountains2b: Herr Schneidermeier, welche Ausrüstung sollte man jenseits präparierter und kontrollierter Pisten und Pfade im Schnee dabei haben?
Christian Schneidermeier: Grundsätzlich sollte man ein Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), eine Lawinenschaufel und eine Lawinensonde als Minimal-Ausstattung bei jedem Ausflug ins winterliche Backcountry dabei haben. Wenn man sich die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Verschütteten anschaut, weiß man, dass die Bergung durch die Begleiter die größten Erfolgsaussichten hat. Allerdings nur, wenn man die richtige Ausrüstung dabei hat, denn ohne Sonde und Schaufel wird es ihnen kaum gelingen, Opfer mit den bloßen Händen rechtzeitig auszugraben, bevor Unterkühlung oder gar Erstickungstod drohen. Es geht also auch darum, anderen schnell helfen zu können und nicht nur die eigene Sicherheit oder Rettung steht im Vordergrund!
Darüber hinaus ermöglicht ein Handy zudem das umgehende Anfordern professioneller Hilfe, das Erste Hilfe-Paket ist zur Versorgung akuter Verletzungen selbstverständlich. Und ein Biwaksack kann im Gelände Erfrierungen und Unterkühlung eines Verletzten verhindern.
Mountains2b: Ortovox bietet über komplette Safety-Systeme (LVS-Geräte, Lawinenschaufeln und -sonden sowie Erste Hilfe-Pakete), Rucksäcke und ein Sortiment entsprechend geeigneter Sportswear eine umfangreiche Ausrüstung für das offene Gelände an ...
Christian Schneidermeier: ... bis auf das Handy kann man bei uns die notwendige Ausrüstung in Bezug auf Sicherheitsfragen für Ausflüge im Schnee bekommen. Unsere Produkte zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit und Funktionalität aus, die das Resultat einer engen Zusammenarbeit über viele Jahre mit Bergrettungen und Bergsport-Profis weltweit sind.
Mountains2b: Sie haben drei LVS-Modelle im Programm. Welches empfehlen Sie?
Christian Schneidermeier: Als Weltmarktführer für Lawinensicherheitsausrüstung haben wir als einziger Hersteller drei unterschiedliche Geräte, die für unterschiedliche Zielgruppen konzipiert sind. Das 'f1 focus' ist der Klassiker mit bewährter Analogtechnik, das weltweit am häufigsten verkaufte Gerät. Es ist - bei einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis - der beste Einstieg in die Lawinensicherheit.
Das m2 ist das Gerät, das am häufigsten von Profis der Bergrettung oder Bergführern verwendet wird, da es mit 80 Metern die größte Reichweite am Markt hat und mit der Lautstärkenregelung Mehrfachverschüttungen einfach und zuverlässig lösen kann.
'x1' ist das neueste Gerät mit digitaler Technik, das durch seine Einfachheit in der Bedienung besticht und mit etwa 70 Metern die größte Reichweite unter den digitalen Geräten hat. Es richtet sich in erster Linie an Neulinge, die ihren Schwerpunkt auf eine einfache Handhabung legen.
Mountains2b: Analog oder digital, welche Geräte sind 'besser'?
Christian Schneidermeier: Es kommt nicht auf die Frage analog oder digital an, sondern entscheidend ist, dass man ein Gerät immer dabei hat und weiß, wie man damit umgeht. Selbst Experten erzielen mit dem ihnen vertrauten Gerät bessere Ergebnisse als mit den vermeintlich einfacheren digitalen Geräten. Es kommt auf den Menschen an, der das Gerät bedient. Trotzdem werden sich die digitalen Geräte in den nächsten Jahren weiter durchsetzen, weil sie gerade für Neulinge deutliche Vorteile in der Einfachheit der Bedienung aufweisen.
Entscheidend für einen erfolgreichen Einsatz analoger oder digitaler LVS-Geräte ist das regelmäßige Training damit, und zwar im Gelände: so wie man seine Erste Hilfe-Kenntnisse immer wieder auffrischen sollte, so ist auch die Handhabung der LVS-Geräte zu üben. Wir bieten deshalb allen Interessierten eigene Lawinenseminare an, die das LVS-Geräte Training mit Lawinenprävention verbinden.
Mountains2b: Das LVS-Gerät alleine reicht nicht aus. Welche Produkte darüber hinaus empfehlen Sie für ein sicheres Backcountry-Erlebnis?
Christian Schneidermeier: Neben dem erwähnten 'F1 focus' kann auch die Schaufel 'Professional' als Klassiker bezeichnet werden, da sie seit Jahren von Profis genutzt wird.
Bei den Sonden hat die '240 light' ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Als Rucksack empfehle ich den 'Toprider' mit Rückenprotektor, der bei Stürzen die Wirbelsäule schützt.
All unsere Funktionsunterwäsche besteht ausschließlich aus Merinowolle, was zwar nicht zwangsläufig für mehr Sicherheit aber für erhöhten Komfort und Wohlbefinden sorgt.
Genauso unsere Tourenhose 'Aletsch', die noch jeden begeistert hat, der sie probierte.
Mountains2b: Wer vertraut neben den Bergrettungen noch auf Ihre Produkte?
Christian Schneidermeier: Neben Bergführern und Bergrettern aus der ganzen Welt gehen auch Sebastian Garhammer, Völkl-Freerider, Maegan Carney, zweifache Extremski-Weltmeisterin aus den USA und Georg Nickaes, Mitglied des deutschen Skibergsteiger-Nationalteams, nicht ohne unsere Produkte vor die Tür.
Mountains2b: Danke, dass Sie für das Interview zur Verfügung gestanden haben.
Mountains2b: Herr Schneidermeier, welche Ausrüstung sollte man jenseits präparierter und kontrollierter Pisten und Pfade im Schnee dabei haben?
Christian Schneidermeier: Grundsätzlich sollte man ein Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), eine Lawinenschaufel und eine Lawinensonde als Minimal-Ausstattung bei jedem Ausflug ins winterliche Backcountry dabei haben. Wenn man sich die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Verschütteten anschaut, weiß man, dass die Bergung durch die Begleiter die größten Erfolgsaussichten hat. Allerdings nur, wenn man die richtige Ausrüstung dabei hat, denn ohne Sonde und Schaufel wird es ihnen kaum gelingen, Opfer mit den bloßen Händen rechtzeitig auszugraben, bevor Unterkühlung oder gar Erstickungstod drohen. Es geht also auch darum, anderen schnell helfen zu können und nicht nur die eigene Sicherheit oder Rettung steht im Vordergrund!
Darüber hinaus ermöglicht ein Handy zudem das umgehende Anfordern professioneller Hilfe, das Erste Hilfe-Paket ist zur Versorgung akuter Verletzungen selbstverständlich. Und ein Biwaksack kann im Gelände Erfrierungen und Unterkühlung eines Verletzten verhindern.
Mountains2b: Ortovox bietet über komplette Safety-Systeme (LVS-Geräte, Lawinenschaufeln und -sonden sowie Erste Hilfe-Pakete), Rucksäcke und ein Sortiment entsprechend geeigneter Sportswear eine umfangreiche Ausrüstung für das offene Gelände an ...
Christian Schneidermeier: ... bis auf das Handy kann man bei uns die notwendige Ausrüstung in Bezug auf Sicherheitsfragen für Ausflüge im Schnee bekommen. Unsere Produkte zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit und Funktionalität aus, die das Resultat einer engen Zusammenarbeit über viele Jahre mit Bergrettungen und Bergsport-Profis weltweit sind.
Mountains2b: Sie haben drei LVS-Modelle im Programm. Welches empfehlen Sie?
Christian Schneidermeier: Als Weltmarktführer für Lawinensicherheitsausrüstung haben wir als einziger Hersteller drei unterschiedliche Geräte, die für unterschiedliche Zielgruppen konzipiert sind. Das 'f1 focus' ist der Klassiker mit bewährter Analogtechnik, das weltweit am häufigsten verkaufte Gerät. Es ist - bei einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis - der beste Einstieg in die Lawinensicherheit.
Das m2 ist das Gerät, das am häufigsten von Profis der Bergrettung oder Bergführern verwendet wird, da es mit 80 Metern die größte Reichweite am Markt hat und mit der Lautstärkenregelung Mehrfachverschüttungen einfach und zuverlässig lösen kann.
'x1' ist das neueste Gerät mit digitaler Technik, das durch seine Einfachheit in der Bedienung besticht und mit etwa 70 Metern die größte Reichweite unter den digitalen Geräten hat. Es richtet sich in erster Linie an Neulinge, die ihren Schwerpunkt auf eine einfache Handhabung legen.
Mountains2b: Analog oder digital, welche Geräte sind 'besser'?
Christian Schneidermeier: Es kommt nicht auf die Frage analog oder digital an, sondern entscheidend ist, dass man ein Gerät immer dabei hat und weiß, wie man damit umgeht. Selbst Experten erzielen mit dem ihnen vertrauten Gerät bessere Ergebnisse als mit den vermeintlich einfacheren digitalen Geräten. Es kommt auf den Menschen an, der das Gerät bedient. Trotzdem werden sich die digitalen Geräte in den nächsten Jahren weiter durchsetzen, weil sie gerade für Neulinge deutliche Vorteile in der Einfachheit der Bedienung aufweisen.
Entscheidend für einen erfolgreichen Einsatz analoger oder digitaler LVS-Geräte ist das regelmäßige Training damit, und zwar im Gelände: so wie man seine Erste Hilfe-Kenntnisse immer wieder auffrischen sollte, so ist auch die Handhabung der LVS-Geräte zu üben. Wir bieten deshalb allen Interessierten eigene Lawinenseminare an, die das LVS-Geräte Training mit Lawinenprävention verbinden.
Mountains2b: Das LVS-Gerät alleine reicht nicht aus. Welche Produkte darüber hinaus empfehlen Sie für ein sicheres Backcountry-Erlebnis?
Christian Schneidermeier: Neben dem erwähnten 'F1 focus' kann auch die Schaufel 'Professional' als Klassiker bezeichnet werden, da sie seit Jahren von Profis genutzt wird.
Bei den Sonden hat die '240 light' ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Als Rucksack empfehle ich den 'Toprider' mit Rückenprotektor, der bei Stürzen die Wirbelsäule schützt.
All unsere Funktionsunterwäsche besteht ausschließlich aus Merinowolle, was zwar nicht zwangsläufig für mehr Sicherheit aber für erhöhten Komfort und Wohlbefinden sorgt.
Genauso unsere Tourenhose 'Aletsch', die noch jeden begeistert hat, der sie probierte.
Mountains2b: Wer vertraut neben den Bergrettungen noch auf Ihre Produkte?
Christian Schneidermeier: Neben Bergführern und Bergrettern aus der ganzen Welt gehen auch Sebastian Garhammer, Völkl-Freerider, Maegan Carney, zweifache Extremski-Weltmeisterin aus den USA und Georg Nickaes, Mitglied des deutschen Skibergsteiger-Nationalteams, nicht ohne unsere Produkte vor die Tür.
Mountains2b: Danke, dass Sie für das Interview zur Verfügung gestanden haben.
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