Ski-Legenden: Annemarie Moser Pröll
Ski2b Redaktion am 12.09.2008 - 12:11 Uhr
In diesem Spätsommer geht die zweite erfolgreiche Karriere von Annemarie Moser Pröll zu Ende. Nach vielen Jahren im Skizirkus führte sie eine äußerst gut geführte Gastwirtschaft in ihrer Heimatstadt Kleinarl.
Verkauf des "Café Annemarie"
Nach ihrer erfolgreichen Karriere eröffnete sie im Jahr 1976 zusammen mit ihrem Ehemann Herbert Moser das „Café Annemarie“. Nach dem Tod ihres Mannes zu Beginn des Jahres entschied sich Moser Pröll nun, ihr erfolgreiches Café zu verkaufen und sich mit ihren 55 Jahren vom Geschäftsleben zu verabschieden. Sie möchte sich nun mehr ihrer Familie widmen und ihrem Hobby der Jagd nachgehen, wie sie sagt: „Wenn’s irgendwie geht, bin ich jetzt jeden Tag auf dem Berg. Deshalb reise ich auch nicht mehr so viel. Ich brauche auch keinen Urlaub mehr. Ich will nicht mehr Koffer packen. Das habe ich im Weltcupzirkus viel zu lange machen müssen. Außerdem ist es bei mir zu Haus einfach am schönsten.“ Aus gegebenem Anlass lassen wir hier die außergewöhnliche Karriere der Annemarie Moser Pröll Revue passieren.
Erfolgreichste Athletin im Skisport
In den siebziger Jahren war Moser Pröll die überragende Skiläuferin und ist bis heute auf Grund ihrer 62 Weltcupsiege die erfolgreichste Athletin im Skizirkus. Mit 14 Jahren startete sie ihre einzigartige Karriere im Weltcupzirkus. Nachdem sie mit vier Jahren ihre ersten Schwünge im heimatlichen Skigebiet bei Salzburg machte, belegte sie in ihrem ersten Abfahrtslauf noch den 79. Platz. Nur zwei Jahre später errang Annemarie dann ihren ersten Weltcuperfolg im Riesenslalom im slowenischen Maribor.
Seriensiegerin im Weltcup
61 weitere Weltcuperfolge sollten folgen und ließen sie vor allem in den siebziger Jahren zur Seriensiegerin im Skiweltcup werden. Speziell in der Abfahrt war sie fast nicht zu schlagen. Moser Pröll dominierte auch den Gesamtweltcup: Von 1971 bis 1975 und im Jahr 1979 gewann sie diesen sechs Mal. Obwohl sie auch fünffache Weltmeisterin wurde, musste die Österreicherin auf ihren größten sportlichen Erfolg allerdings bis zum Ende ihrer Karriere warten. Im Jahr 1980 gewann Annemarie, nach zwei olympischen Bronzemedaillen bei den Spielen von Sapporo, die Goldmedaille im Abfahrtsrennen von Lake Placid (USA).
Olympisches Gold als Highlight ihrer Karriere
Der Höhepunkt war zugleich der Schlusspunkt für Annemarie. Nach dem Erfolg beendete Moser Pröll ihre Karriere um sich ab diesem Zeitpunkt auf ihr schon errichtetes Café zu konzentrieren. Das entstand bereits einige Jahre zuvor, in einer skifreien Phase 1975/76, als sie sich um ihren todkranken Vater zu Hause kümmerte und an keinen Veranstaltungen teilnahm. Das „Café Annemarie“, eine gutbürgerliche Gaststätte, gründete sie zusammen mit ihrem Mann Herbert Moser, der zuvor als Skitechniker ihres Ausstatters Atomic arbeitete. Ihren eigenen Entschluss, für die Familie eine Wettkampfpause einzulegen, ist ihrer Meinung nach heutzutage nicht mehr möglich: “ So ein Schritt wäre heute wahrscheinlich schwieriger, weil der Sponsorendruck doch größer ist. Aber ich hätte mich auch heute nicht anders entschieden.“
Café wird neu eröffnet
Annemarie Moser Pröll stand in ihrem Cafe über 32 Jahre in der Küche und zauberte ihre landesweit bekannten Malakofftorten, Topfenstrudel und Kardinalschnitten mit einer leckeren Mokkafüllung. Viele Touristenbusse hielten tagtäglich auf ihren Österreichreisen an, um im „Café Annemarie“ einen Imbiss zu genießen. Nun wird das Café im Dezember von zwei Kleinarler Unternehmern unter dem Namen "Café-Restaurant Olympia" weiterbetrieben. Alle Pokale, Medaillen und Andenken an die erfolgreiche Karriere von Annemarie Moser Pröll werden weiter als Dekoration im neu aufgemachten Café-Restaurant zu betrachten sein. Auch die Auszeichnungen ‚World Sports Award’ und die österreichische Auszeichnung als Sportlerin des Jahrhunderts, die Annemaries Leistung würdigen, können weiterhin dort angesehen werden. Nach der zweiten erfolgreichen Karriere von Moser Pröll steht einer zweiten erfolgreichen Karriere des Cafés mit Ski- und Siegesflair also nichts im Wege.
Verkauf des "Café Annemarie"
Nach ihrer erfolgreichen Karriere eröffnete sie im Jahr 1976 zusammen mit ihrem Ehemann Herbert Moser das „Café Annemarie“. Nach dem Tod ihres Mannes zu Beginn des Jahres entschied sich Moser Pröll nun, ihr erfolgreiches Café zu verkaufen und sich mit ihren 55 Jahren vom Geschäftsleben zu verabschieden. Sie möchte sich nun mehr ihrer Familie widmen und ihrem Hobby der Jagd nachgehen, wie sie sagt: „Wenn’s irgendwie geht, bin ich jetzt jeden Tag auf dem Berg. Deshalb reise ich auch nicht mehr so viel. Ich brauche auch keinen Urlaub mehr. Ich will nicht mehr Koffer packen. Das habe ich im Weltcupzirkus viel zu lange machen müssen. Außerdem ist es bei mir zu Haus einfach am schönsten.“ Aus gegebenem Anlass lassen wir hier die außergewöhnliche Karriere der Annemarie Moser Pröll Revue passieren.
Erfolgreichste Athletin im Skisport
In den siebziger Jahren war Moser Pröll die überragende Skiläuferin und ist bis heute auf Grund ihrer 62 Weltcupsiege die erfolgreichste Athletin im Skizirkus. Mit 14 Jahren startete sie ihre einzigartige Karriere im Weltcupzirkus. Nachdem sie mit vier Jahren ihre ersten Schwünge im heimatlichen Skigebiet bei Salzburg machte, belegte sie in ihrem ersten Abfahrtslauf noch den 79. Platz. Nur zwei Jahre später errang Annemarie dann ihren ersten Weltcuperfolg im Riesenslalom im slowenischen Maribor.
Seriensiegerin im Weltcup
61 weitere Weltcuperfolge sollten folgen und ließen sie vor allem in den siebziger Jahren zur Seriensiegerin im Skiweltcup werden. Speziell in der Abfahrt war sie fast nicht zu schlagen. Moser Pröll dominierte auch den Gesamtweltcup: Von 1971 bis 1975 und im Jahr 1979 gewann sie diesen sechs Mal. Obwohl sie auch fünffache Weltmeisterin wurde, musste die Österreicherin auf ihren größten sportlichen Erfolg allerdings bis zum Ende ihrer Karriere warten. Im Jahr 1980 gewann Annemarie, nach zwei olympischen Bronzemedaillen bei den Spielen von Sapporo, die Goldmedaille im Abfahrtsrennen von Lake Placid (USA).
Olympisches Gold als Highlight ihrer Karriere
Der Höhepunkt war zugleich der Schlusspunkt für Annemarie. Nach dem Erfolg beendete Moser Pröll ihre Karriere um sich ab diesem Zeitpunkt auf ihr schon errichtetes Café zu konzentrieren. Das entstand bereits einige Jahre zuvor, in einer skifreien Phase 1975/76, als sie sich um ihren todkranken Vater zu Hause kümmerte und an keinen Veranstaltungen teilnahm. Das „Café Annemarie“, eine gutbürgerliche Gaststätte, gründete sie zusammen mit ihrem Mann Herbert Moser, der zuvor als Skitechniker ihres Ausstatters Atomic arbeitete. Ihren eigenen Entschluss, für die Familie eine Wettkampfpause einzulegen, ist ihrer Meinung nach heutzutage nicht mehr möglich: “ So ein Schritt wäre heute wahrscheinlich schwieriger, weil der Sponsorendruck doch größer ist. Aber ich hätte mich auch heute nicht anders entschieden.“
Café wird neu eröffnet
Annemarie Moser Pröll stand in ihrem Cafe über 32 Jahre in der Küche und zauberte ihre landesweit bekannten Malakofftorten, Topfenstrudel und Kardinalschnitten mit einer leckeren Mokkafüllung. Viele Touristenbusse hielten tagtäglich auf ihren Österreichreisen an, um im „Café Annemarie“ einen Imbiss zu genießen. Nun wird das Café im Dezember von zwei Kleinarler Unternehmern unter dem Namen "Café-Restaurant Olympia" weiterbetrieben. Alle Pokale, Medaillen und Andenken an die erfolgreiche Karriere von Annemarie Moser Pröll werden weiter als Dekoration im neu aufgemachten Café-Restaurant zu betrachten sein. Auch die Auszeichnungen ‚World Sports Award’ und die österreichische Auszeichnung als Sportlerin des Jahrhunderts, die Annemaries Leistung würdigen, können weiterhin dort angesehen werden. Nach der zweiten erfolgreichen Karriere von Moser Pröll steht einer zweiten erfolgreichen Karriere des Cafés mit Ski- und Siegesflair also nichts im Wege.
Fotoserie: Ski-Legenden: Annemarie Moser Pröll
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Gast spock am 26.01.10 19:26 Uhr
ich denke 1972 waren es 2 silberne
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