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Vonn krönt sich zur Speed-Queen: Riesch verpasst erneut eine Medaille

Ski2b/sid am 09.02.2009 - 14:52 Uhr
Lindsey Vonn hat sich zur Speed-Queen der diesjährigen Weltmeisterschaft gekrönt. Nach dem Sieg im Super-G gewann die US-Amerikanerin auch das Abfahrtsrennen. Die neue Doppel-Weltmeisterin verwies in 1:30,31 Minuten Lara Gut und Nadia Fanchini deutlich auf die anderen Medaillenränge.

Vonn dominiert den Speed-Bereich
Vor der WM 2009 hatte Lindsey Vonn noch keinen großen Titel gewonnen. In den beiden vergangenen Jahren dominierte sie den Speed-Bereich und krönte ihre Leistung nun folgerichtig beim Highlight in Val d’Isère. In der Abfahrt bewies sie eindrucksvoll, dass es derzeit keine schnellere Skirennläuferin gibt. Wie keine ihrer Konkurrentinnen blieb die 24-Jährige auf Zug und konnte so die beste Linie fahren und viel Tempo mitnehmen. Im Ziel unterbot sie bis dahin kaum gefährdete Bestzeit von Lara Gut um 52 Hundertstel. "Zweimal Gold, da bin ich natürlich sehr zufrieden", sagte die Amerikanerin, die abermals in einer anderen Liga fuhr und die erste US-Abfahrtsweltmeisterin seit Hilary Lindh 1997 ist.

Jüngste Athletin zum zweiten Mal auf dem Podium
Mit Startnummer sechs war Lara Gut bereits auf die bereits stark ramponierte Piste "Rhone-Alpes" gegangen. Die Schweizerin zeigte eindrucksvoll, dass sie eine der kommenden Athletinnen im Skirennsport ist. Aggressiv und mit viel Mit und Willen raste die 17-Jährige in ihrem dritten WM-Rennen bereits zum zweiten Mal auf das Podium. Nach Silber in der Super-Kombination freute sich Gut ein weiteres Mal über die Silbermedaille. Nadia Fanchini fuhr genauso engagiert den Berg Solaise herunter und verpasste Guts Zeit nur um fünf Hundertstel. Damit hätte sie beinahe das Resultat ihrer Schwester Elena wiederholt, die vor vier Jahren in Bormio (ITA) Zweite in der WM-Abfahrt wurde.

Riesch: "Es wäre mehr drin gewesen."
Maria Riesch verpasste hingegen auch bei ihrem dritten Start in Val d'Isère eine Medaille. Die 24-jährige Partenkirchnerin belegte nach Rang acht im Super-G und Rang vier in der Super-Kombination diesmal Rang zehn. "Ich bin schon enttäuscht, es wäre mehr drin gewesen", sagte sie mit Tränen in den Augen. Riesch, die sich für die Abfahrt nur Außenseiterchancen ausgerechnet hatte, lag zunächst noch auf Medaillenkurs, patzte dann im Mittelteil der Strecke am selben Tor, das auch Titelverteidigerin Pärson nach exzellenter Fahrt beinahe ausschied. Die Titelverteidigerin wurde am Ende sogar nur Zwölfte. "Wenn man um eine Medaille mitfahren will, braucht man ein gutes Rennen, aber das hatte ich nicht", sagte Riesch, die ihre letzte Medaillenchance nun beim Slalom am 14. Februar sieht. Für ihre Freundin Lindsey Vonn konnte sie sich trotzdem freuen: "Lindsey hat es verdient, auch wenn Lara Gut einen guten Lauf gezeigt hat. Ich hoffe, dass ich im Slalom die Nerven behalten und cool bleiben kann." Gina Stechert aus Oberstdorf kam mit einem Rückstand von 4,34 Sekunden nur auf Rang 26.



Beschämender Abschied einer großen Athletin
Die Österreicherinnen mussten das erste Mal ohne Medaille auskommen. Elisabeth Görgl verpasste die Podiumsplätze als Vierte um 36 Hundertstel. Für ihre Teamkollegin Renate Götschl war das Abfahrtsrennen in Val d'Isère der letzte Auftritt bei einer Weltmeisterschaft. Dabei kam sie nicht über den 24. Rang hinaus und zeigte sich nach dem Rennen dementsprechend enttäuscht: "Ein Rennen, das zum Schämen ist. Ich finde einfach keinen Faden. Es ist nicht schön für mich." Schon die ganze Saison konnte die ehemalige Speed-Queen, die ihren ersten WM-Auftritt 1996 hatte, den Anschluss an die Spitze nicht mehr herstellen. Zehn Jahre nach ihrem WM-Sieg in der Abfahrt von Vail (USA) schien sie froh darüber, dass es vorbei war: "Ich fahre jetzt nach Hause und trinke vielleicht ein Bier."

Erst Team-Event dann Riesenslalom
Sofern das Wetter in den französischen Savoyen mitspielt, steht am Mittwoch (11.02.) das Team-Event auf dem Programm. Die nächste Einzelentscheidung der Damen folgt dann am Donnerstag mit dem Riesenslalom.
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