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Miller vor Gewinn der Super-Kombi-Kugel

Ski2b/sid am 27.01.2008 - 16:35 Uhr
Der US-Amerikaner Bode Miller hat sich durch einen Sieg in der Super-Kombination in Chamonix an die Spitze des alpinen Gesamtweltcups gesetzt. Hinter Miller erreichten Ivica Kostelic und Rainer Schönfelder das Podium.

Durchschnittlicher Slalomlauf reicht zum Sieg
Die Super-Kombination im französischen Chamonix hat Ski-Rennläufer Bode Miller gewonnen. Mit seinem vierten Saisonsieg übernahm er auch die Führung im Gesamtweltcup. Miller siegte nach Abfahrt und einem Slalomlauf in der Gesamtzeit von 2:34,58 Minuten vor Ivica Kostelic aus Kroatien (2:35,03) und Rainer Schönfelder aus Österreich (2:35,92). Dabei reichte Miller im Slalom ein durchschnittlicher Lauf, um den Sieg zu sichern.


Miller nach der Abfahrt klar vorne
Bode Miller lag nach der Abfahrt schon deutlich vorne. Der US-Amerikaner lag 1,01 Sekunden vor Didier Defago aus der Schweiz, der ihm von den besten Speed-Fahrern noch am ehesten gefährlich werden konnte. Defago schied aber im Slalom aus. In der Abfahrt gelang Miller in 1:41,70 Minuten die Bestzeit. Die Schweizer Marc Berthod (+1,65) und Daniel Albrecht (+1,66) sowie der Österreicher Rainer Schönfelder (+1,98) lagen in Schlagdistanz.

Miller vor Gewinn der kleinen Kristallkugel
Lange hatte es danach ausgesehen, dass Miller sich schon heute die kleine Kristallkugel für den Super-Kombinationsweltcup sichern könnte. Erst Jean-Baptiste Grange verhinderte mit einem sensationellen Lauf die erste Entscheidung in diesem Winter. Der Franzose carvte noch vom 41. Rang auf den sechsten. Die Laufbestzeit teilte sich Grange mit seinem Landsmann Julien Lizeroux. Lizeroux war kurz vor Grange auf die Strecke gegangen und hatte zum Jubel der französischen Fans einen beeindruckenden Ritt hingelegt, der am Ende mit Platz fünf belohnt wurde.

Raich verpasst die Top 30
Ähnlich wie Grange erging es auch Benjamin Raich in der Abfahrt. Der ÖSV-Fahrer verpasste die besten 30 und durfte daher erst spät in den Stangenwald. Durch den 18. Rang verlor der Pitztaler auch seine Führung im Gesamtweltcup. Bester Österreicher war Rainer Schönfelder. Der Kärntner überraschte in der Spezialabfahrt mit Rang vier, konnte aber diese Leistung nicht erneut abrufen. Dennoch schaffte es Schönfelder noch auf das Podest. Durch einen engagierten Slalomlauf verbesserte er sich von Rang 20 auf drei. Erst Kostelic, der nach der Abfahrt Achter war, konnte Schönfelder an der Spitze ablösen.

Keppler nach Sturz ausgechieden
Stephan Keppler (Ebingen) stürzte nach etwa 15 Fahrsekunden der Abfahrt in die Fangnetze, blieb aber unverletzt. Keppler war der einzige Starter des Deutschen Skiverbandes, der die Kombination in Angriff nahm.

Miller vor Raich und Cuche
Im Kombi-Weltcup hat Miller nun 310 Punkte auf seinem Konto. Seinen Sieg kann hier nur noch Grange verhindern, der auf 220 Zähler kommt. Dritter ist Daniel Albrecht (209). Im Gesamtweltcup hat Bode Miller nun auch die Führung inne. Er hat bisher 967 Zähler gesammelt. Raich kommt auf 905, Cuche auf 878. Weiter geht es für die Herren am nächsten Wochenende in Val d'Isere (FRA).
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