Die Chamonix-Strecke aus der Sicht von Kristian Ghedina
Kristian Ghedina am 01.02.2006 - 12:45 Uhr
Eine sehr ausgewogene Piste, sie liegt den technischen Läufern genauso gut wie den Gleitern, und gefällt mir recht gut. In Chamonix war ich zweimal auf dem Stockerl: Einmal als Erster und im Vorjahr als Zweiter. Gleich nach dem Start kommt eine Serie von unschwierigen Kurven, die auch nicht allzu schnell sind, und dann ein Sprung nach etwa 25 Sekunden Laufzeit. Dies ist ein schöner und auch besonderer Abschnitt, denn man kommt nach einer leichten Linkskurve auf ein Flachstück und springt relativ weit in ein "canalino" - eine Kanal-ähnliche Passage. Ab hier nimmt die Geschwindigkeit zu und man gelangt zum spektakulärsten Sprung dieser Piste: "La Golèe". Nach diesem 50-Meter-Sprung folgt ein Gleitstück mit mehrern Kurven, die alle in der Hocke gefahren werden, In diesem Abschnitt gibt es eine sehr schwierige Rechtskurve, die man gut nehmen muss, weil sie in ein Flachstück überleitet, wo man andernfalls sehr viel Zeit liegen lässt. Ab da geht es weiter mit einigen leichten Richtungswechseln und Wellen, die sich gut ausfahren lassen.
Auch dieses Jahr gutes Ergebnis
Das Schlussstück ist immer vereist, weil es im Schatten und darüber hinaus in einem sehr feuchten Bereich liegt. Ich bin mir sicher, dass ich auch dieses Jahr ein gutes Ergebnis erreichen kann, wenn ich eine gute Linie fahre und den richtigen Ski aussuche. Und ich denke, dass Deneriaz und Walchhofer hier die stärksten Gegner sein werden.
Österreicher imitieren gute Linie
In einem Jahr bin ich während der Probeläufe eine Kurve im Mittelteil auf meine ganz individuelle Art gefahren – anders als die übrigen Rennläufer und vor allem ganz anders als die Österreicher. Auf diese Weise gelang es mir, mehr Geschwindigkeit in "La Golèe" hineinzunehmen und vor allem in jenes Gleitstück mit den leichten, schnellen Kurven. Ich hatte die optimale Linie gefunden, aus der Schlüsselstelle herauszufahren! Die Österreicher konnten sich keinen Reim darauf machen, warum ich in diesen Abschnitt immer so schnell war, und daher analysierten sie meinen Lauf akribisch auf Video. Sie entdeckten, dass es nicht am Material lag, sondern an meiner Art, diese besagte Kurve besonders gut zu fahren. So kam es, dass sie am Tag des Rennens meine Ideallinie fuhren, und ich das Nachsehen hatte. Sie schnitten im Rennen gut ab, ich nicht, denn ich hatte mich im Training derart verausgabt, um diese Linie zu finden, während die Österreicher relativ frisch und fit ins Rennen gingen.
Auch dieses Jahr gutes Ergebnis
Das Schlussstück ist immer vereist, weil es im Schatten und darüber hinaus in einem sehr feuchten Bereich liegt. Ich bin mir sicher, dass ich auch dieses Jahr ein gutes Ergebnis erreichen kann, wenn ich eine gute Linie fahre und den richtigen Ski aussuche. Und ich denke, dass Deneriaz und Walchhofer hier die stärksten Gegner sein werden.
Österreicher imitieren gute Linie
In einem Jahr bin ich während der Probeläufe eine Kurve im Mittelteil auf meine ganz individuelle Art gefahren – anders als die übrigen Rennläufer und vor allem ganz anders als die Österreicher. Auf diese Weise gelang es mir, mehr Geschwindigkeit in "La Golèe" hineinzunehmen und vor allem in jenes Gleitstück mit den leichten, schnellen Kurven. Ich hatte die optimale Linie gefunden, aus der Schlüsselstelle herauszufahren! Die Österreicher konnten sich keinen Reim darauf machen, warum ich in diesen Abschnitt immer so schnell war, und daher analysierten sie meinen Lauf akribisch auf Video. Sie entdeckten, dass es nicht am Material lag, sondern an meiner Art, diese besagte Kurve besonders gut zu fahren. So kam es, dass sie am Tag des Rennens meine Ideallinie fuhren, und ich das Nachsehen hatte. Sie schnitten im Rennen gut ab, ich nicht, denn ich hatte mich im Training derart verausgabt, um diese Linie zu finden, während die Österreicher relativ frisch und fit ins Rennen gingen.
Weiterführende Informationen:
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