Interview mit Maria Holaus
Ski2b Redaktion am 25.06.2008 - 14:14 Uhr
Maria Holaus bereitet sich nach einer Saison mit dem ersten Weltcup-Sieg und einem schweren Sturz nun auf die neue Saison vor. Ski2b sprach mit der Speedfahrerin.
Ski2b.com:Hallo Maria, du steckst sicher mitten in der Vorbereitung - wo bist du derzeit und was machst du gerade?
Maria Holaus: Ich bin derzeit zuhause in Brixen, derzeit steht natürlich vor allem das Konditions- und Krafttraining auf dem Programm. Das heißt, ich bin viel mit dem Rennrad unterwegs, Laufen und Koordination ist angesagt. Die letzte Woche waren wir in Bad Zell zum Lehrgang - jetzt bin ich wieder zwei Wochen daheim.
Ski2b: Werfen wir einen kleinen Blick zurück - wie lautet dein Saisonfazit?
Maria: Für mich war es eine sehr gute Saison, weil ich meine Ziele erreicht habe und schnell gefahren bin - natürlich nur bis zu dem Moment, an dem ich mich verletzt habe.
Ski2b: Du sprichst den Sturz in Sestriere an. Davor gab es aber zunächst einige Höhen. Vor allem Ende Januar und Anfang Februar warst du sehr schnell - was bleibt vor allem von deinem ersten Sieg in Cortina hängen?
Maria: Das erste Rennen zu gewinnen - das ist natürlich das Ziel, auf das wir alle hinarbeiten. Und ich habe es geschafft, das heißt, dass ich es wieder schaffen kann. Es gibt viel Motivation und Selbstbewusstsein, das man braucht, um gut zu fahren und schnell zu sein.
Ski2b: Dann ist das beste an einem Sieg, dass man Selbstbewusstsein für den nächsten Erfolg tankt?
Maria: Ja, das kann man so sagen! Ich habe mir noch mehr vorgenommen.
Ski2b: Dann kam die Verletzung in Sestriere. Der Sturz sah wirklich schlimm aus - wie hast du ihn erlebt?
Maria: Ach, ich hatte schon so viele Verletzungen, da war das ja eher eine 'Kleinigkeit'. Ich musste nicht operiert werden, allerdings war die Gehirnerschütterung schon schwer. Aber alles in allem habe ich das als nicht so gravierend erlebt. Als ich den Sturz hinterher gesehen habe, war das schon etwas anderes - und wahrscheinlich kam es auch für die Zuschauer schlimmer rüber. Ich habe gleich mit der Therapie begonnen, war in der Reha und konnte ab April schon wieder normal trainieren.
Ski2b: Wie geht es dem Bein jetzt? Bist du wieder ganz fit?
Maria: Ja, ich kann absolut alles machen - Laufen, Radfahren, Ende April war ich zum ersten Mal wieder auf Skiern. Ich fühle mich sehr gut.
Ski2b: Jetzt steht also die Vorbereitung an. Am 27. Juni fährst du zu Audi nach Ingolstadt zu Windkanal-Tests. Ist das ein besonderer Termin?
Maria: Ja, schon, das ist etwas Besonderes. Wir waren früher bei BMW im Windkanal, jetzt beim ÖSV-Partner Audi. Da stellen wir uns Windgeschwindigkeiten von 100 bis 120 Kilometern pro Stunde!
Ski2b: Kann man das mit dem echten Renngefühl vergleichen? Und welche Lehren kannst du daraus ziehen?
Maria: Nein, das ist schon etwas ganz anderes. Man lernt viel. Wenn du aufrecht bist bei 100 km/h, haut es dich fast um. Du merkst tatsächlich auch kleinste Feinheiten an der Haltung, auch die Armposition. Wenn die Stöcke hinten zu weit hochkommen, gibt es sofort schlechtere Werte. Ich freu mich drauf!
Ski2b: Erst kürzlich hast du auch deinen Ausrüstervertrag mit Völkl verlängert. Hast du auch über andere Hersteller nachgedacht?
Maria: Bei Völkl bin ich jetzt schon seit über zehn Jahren und habe so viele gute Erfahrungen gemacht. Ich war immer sehr zufrieden. Aber ich habe schon ein bisschen getestet und mir andere Produkte angeschaut - mich dann aber für Völkl entschieden. Ich war letzte Saison sehr schnell, da ist Völkl das beste für mich. Und außerdem habe ich ja einen super Servicemann, den möchte ich auf keinen Fall verlieren!
Ski2b: Welche Ziele hast du dir im kommenden Weltcup-Winter gesteckt?
Maria: Ich möchte natürlich am liebsten so gut fahren, wie ich letzte Saison aufgehört habe - und wieder ein Rennen gewinnen. Und dann will ich mich auch für die WM qualifizieren, das ist ja in Österreich wirklich nicht ganz leicht. In Super-G und Abfahrt wäre ich gern dabei.
Ski2b: Stichwort WM: Die Damen-Premiere der neuen Piste dort fiel ja ins Wasser - es gab Anfang April einen Testtag auf der 'Solaise'-Piste - da konntest du aber nicht dabei sein. Ist die fehlende Pistenkenntnis ein Nachteil?
Maria: Naja, es gibt ja Videoaufzeichnungen, die werde ich mir genau anschauen. Und im Februar wird es ganz andere Schneebedingungen geben als im April. Insofern glaube ich nicht, dass es ein Nachteil ist.
Ski2b: Maria, danke für das Interview - und alles Gute in der weiteren Vorbereitung!
Ski2b.com:Hallo Maria, du steckst sicher mitten in der Vorbereitung - wo bist du derzeit und was machst du gerade?
Maria Holaus: Ich bin derzeit zuhause in Brixen, derzeit steht natürlich vor allem das Konditions- und Krafttraining auf dem Programm. Das heißt, ich bin viel mit dem Rennrad unterwegs, Laufen und Koordination ist angesagt. Die letzte Woche waren wir in Bad Zell zum Lehrgang - jetzt bin ich wieder zwei Wochen daheim.
Ski2b: Werfen wir einen kleinen Blick zurück - wie lautet dein Saisonfazit?
Maria: Für mich war es eine sehr gute Saison, weil ich meine Ziele erreicht habe und schnell gefahren bin - natürlich nur bis zu dem Moment, an dem ich mich verletzt habe.
Ski2b: Du sprichst den Sturz in Sestriere an. Davor gab es aber zunächst einige Höhen. Vor allem Ende Januar und Anfang Februar warst du sehr schnell - was bleibt vor allem von deinem ersten Sieg in Cortina hängen?
Maria: Das erste Rennen zu gewinnen - das ist natürlich das Ziel, auf das wir alle hinarbeiten. Und ich habe es geschafft, das heißt, dass ich es wieder schaffen kann. Es gibt viel Motivation und Selbstbewusstsein, das man braucht, um gut zu fahren und schnell zu sein.
Ski2b: Dann ist das beste an einem Sieg, dass man Selbstbewusstsein für den nächsten Erfolg tankt?
Maria: Ja, das kann man so sagen! Ich habe mir noch mehr vorgenommen.
Ski2b: Dann kam die Verletzung in Sestriere. Der Sturz sah wirklich schlimm aus - wie hast du ihn erlebt?
Maria: Ach, ich hatte schon so viele Verletzungen, da war das ja eher eine 'Kleinigkeit'. Ich musste nicht operiert werden, allerdings war die Gehirnerschütterung schon schwer. Aber alles in allem habe ich das als nicht so gravierend erlebt. Als ich den Sturz hinterher gesehen habe, war das schon etwas anderes - und wahrscheinlich kam es auch für die Zuschauer schlimmer rüber. Ich habe gleich mit der Therapie begonnen, war in der Reha und konnte ab April schon wieder normal trainieren.
Ski2b: Wie geht es dem Bein jetzt? Bist du wieder ganz fit?
Maria: Ja, ich kann absolut alles machen - Laufen, Radfahren, Ende April war ich zum ersten Mal wieder auf Skiern. Ich fühle mich sehr gut.
Ski2b: Jetzt steht also die Vorbereitung an. Am 27. Juni fährst du zu Audi nach Ingolstadt zu Windkanal-Tests. Ist das ein besonderer Termin?
Maria: Ja, schon, das ist etwas Besonderes. Wir waren früher bei BMW im Windkanal, jetzt beim ÖSV-Partner Audi. Da stellen wir uns Windgeschwindigkeiten von 100 bis 120 Kilometern pro Stunde!
Ski2b: Kann man das mit dem echten Renngefühl vergleichen? Und welche Lehren kannst du daraus ziehen?
Maria: Nein, das ist schon etwas ganz anderes. Man lernt viel. Wenn du aufrecht bist bei 100 km/h, haut es dich fast um. Du merkst tatsächlich auch kleinste Feinheiten an der Haltung, auch die Armposition. Wenn die Stöcke hinten zu weit hochkommen, gibt es sofort schlechtere Werte. Ich freu mich drauf!
Ski2b: Erst kürzlich hast du auch deinen Ausrüstervertrag mit Völkl verlängert. Hast du auch über andere Hersteller nachgedacht?
Maria: Bei Völkl bin ich jetzt schon seit über zehn Jahren und habe so viele gute Erfahrungen gemacht. Ich war immer sehr zufrieden. Aber ich habe schon ein bisschen getestet und mir andere Produkte angeschaut - mich dann aber für Völkl entschieden. Ich war letzte Saison sehr schnell, da ist Völkl das beste für mich. Und außerdem habe ich ja einen super Servicemann, den möchte ich auf keinen Fall verlieren!
Ski2b: Welche Ziele hast du dir im kommenden Weltcup-Winter gesteckt?
Maria: Ich möchte natürlich am liebsten so gut fahren, wie ich letzte Saison aufgehört habe - und wieder ein Rennen gewinnen. Und dann will ich mich auch für die WM qualifizieren, das ist ja in Österreich wirklich nicht ganz leicht. In Super-G und Abfahrt wäre ich gern dabei.
Ski2b: Stichwort WM: Die Damen-Premiere der neuen Piste dort fiel ja ins Wasser - es gab Anfang April einen Testtag auf der 'Solaise'-Piste - da konntest du aber nicht dabei sein. Ist die fehlende Pistenkenntnis ein Nachteil?
Maria: Naja, es gibt ja Videoaufzeichnungen, die werde ich mir genau anschauen. Und im Februar wird es ganz andere Schneebedingungen geben als im April. Insofern glaube ich nicht, dass es ein Nachteil ist.
Ski2b: Maria, danke für das Interview - und alles Gute in der weiteren Vorbereitung!
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