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Zwei Rennen an einem Tag?

Martin Fiala am 13.01.2001 - 13:21 Uhr
Da ist diese besondere Situation wieder.. Zwei Rennen an einem Tag. Wie sehen es die Aktiven und wie die Trainer?

Ich greife mit der Antwort ein wenig vor: „Die Lager sind gespalten!“

Das letzte mal fand diese Situation bei der Generalprobe für die WM in St. Anton in 1999. Beide Rennen gewann Corinne Rey Bellet aus der Schweiz.

Die meisten Damen begrüßen die Entscheidung beide Rennen an einem Tag zu fahren mit folgenden Überlegungen:

Dadurch, dass ein Rennen nicht abgesagt wird, hat man eine Möglichkeit mehr, sich für die WM zu qualifizieren, Leistung zu bringen...
Die Stars haben je nach Anzahl der Disziplinen, die Sie fahren, zwischen ca. 18 (zwei Disziplinen) - 38 (alle Disziplinen) Möglichkeiten Preisgelder einzufahren. Ein Rennen mehr oder weniger zählt da schon!
Man denkt positiv und versucht das Beste aus der Situation zu machen. Man fühlt sich konditionell gut drauf.

Einige der Damen machen sich vielleicht mehr oder für manche „zu viele Gedanken“ :

Die TV Zeiten sind meistens nur für ein Rennen begrenzt. Deswegen wird man, um die Möglichkeit sich und die Sponsoren der Öffentlichkeit zu präsentieren, „betrogen“.
Es ist konditionell eine Gradwanderung und das bereits hohe Risiko in den Disziplinen Abfahrt und Super-G wird nur unnötig erhöht.
Aktive, die an diesem Tag mit dem „linken Fuß“ aufgestanden sind oder gesundheitliche Probleme haben, sind um eine Möglichkeit ärmer, ihre Ziele zu erreichen.

Termin-Enge:
Die Problematik entsteht aus einem einfachen Grund; die Renn-Termine sind in einem zeitlich begrenzten Raum geplant. Muss es so sein? Einige Fragen müssen sich die Damen und Herren von der FIS gefallen lassen:

Kritische Fragen:
Sollte man nicht einen offiziellen Nachholtermin von Anfang an einplanen? Muss der Welt-Cup Winter Mitte März beendet sein? Besteht nicht die Möglichkeit einige Rennen im Sommer in der südlichen Hemisphäre durchzuführen? Die Mannschaften sind eh meistens in Chile, Argentinien, Neu Zeeland und Australien zum Training unterwegs!

Stürze machen nachdenklich:
Die Abfahrtsstrecke und auch die Super-G Strecke in Haus zählen zu den längsten im Damen Weltcup. Die Hoffnung, dass alle Damen ohne Sturz das Ziel erreichen, ging nicht in Erfüllung. Kleine Fehler in dieser Sportart (Super-G und Abfahrt) haben leider oft große Folgen.
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