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Renate Götschl

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Renate Götschl

Götschl im Interview

Thomas Janz/Eurosport am 17.12.2002 - 13:39 Uhr

Nur neun Monate nach ihrem schweren Sturz im schweizerischen Lenzerheide hat sich Renate Götschl wieder in der Weltelite des alpinen Ski-Zirkus etabliert. Im Interview bei eurosport.de sprach die Abfahrts-Weltmeisterin von 1999 über das Geheimnis ihres Blitz-Comebacks.
Von einem Stockerlplatz im zweiten Rennen nach ihrem Kreuzbandriss und der Unterschenkelfraktur hatte Renate Götschl nicht zu träumen gewagt. Doch damit nicht genug: Mit drei Platzierungen unter den Top 15 im Gepäck reiste die Österreicherin von Lake Louise über den großen Teich nach Val d´Isère, wo sich das Weltcup-Karussell in den nächsten Tagen weiter dreht. In Frankreich will sie den Riesenslalom und Super-G bestreiten und an die Erfolge von Kanada anknüpfen.
In den Stunden der Glückseligkeit vergisst die Gesamtweltcupsiegerin des Jahres 2000 jene Menschen nicht, welche ihr auf dem beschwerlichen Weg zurück, zur Seite standen: "Es haben einfach einige Dinge gut zusammengepasst", so Götschl, die weiter meinte: "Ich war bei Dr. Christian Schenk, der mich operiert hat, in sehr guten Händen. Ebenfalls bei der Rehabilitation in Schruns. Dort habe ich mit Martin Kessler, einem klasse Therapeuten, zusammengearbeitet."
Nach den Trainingstagen von Lake Louise, wo Götschl bereits das Gefühl für Schnee wieder entdeckte, wollte sie sich im Rennen langsam wieder herantasten. Äußerst wichtig sei auch die Tatsache, vollkommen schmerzfrei in Übungseinheiten und Wettkämpfen zu agieren: "Sonst könnte ich im Weltcup nicht oben mitfahren", unterstrich die 27-Jährige. Die Schwerpunkte will die Speed-Spezialistin in diesem Winter in ihren Paradedisziplinen Abfahrt und Super-G setzten.
An ihre Grenzen gehen und sich weiter nach vorne tasten, lautet die Marschroute bis zur WM in St. Moritz, wo die mehrfache Medaillengewinnerin einmal mehr nach Edelmetall greifen will: "So wie es im Moment aussieht, will ich bei der WM dabei sein und in der Abfahrt und im Super-G alles daran setzten, oben mitzufahren", strahlte Götschl, die es nicht versäumte, Genesungswünsche Richtung Hilde Gerg, die sich einen Kreuzbandriss zuzog, zu senden:
"Ich wünsche Hilde von Herzen, dass sie so schnell wie möglich zurück kommt. Es ist wirklich schade, sich gerade jetzt zu verletzten, wo sie sich in einer derart bestechenden Form befand", meinte Götschl, die an eine Rückkehr der Olympiasiegerin glaubt: "Sie hat schon einmal eine schwere Verletzung bestens gemeistert, ich hoffe, dass sie sich erneut durchbeißt", sagte Götschl abschließend im Interview bei eurosport.de.

Eurosport
Thomas Janz



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