Am 11. Februar ging schon früh morgens zum Münchener Flughafen, von da hatten wir einen Direktflug nach Seoul. Dort gelandet ging hier bereits die Sonne auf, wir hatten auf unserer Reise die Nacht übersprungen.
Neue Eindrücke im fremden Land
Es dauerte nicht lange bis unser Bus, der uns ins Kangwonland das Koreanische Schigebiet brachte, hier angekommen war. In dem Hotel angekommen, war ich wirklich beeindruckt, die Gondel zum Schigebiet ging direkt aus unserem Hotel, solch einen Luxus hatten wir wirklich noch nie gehabt.
Zimmer beziehen, und danach hieß es warten, auf das Gepäck, das am späten Nachmittag kommen sollte. Das Abendessen sollte noch etwas spannend sein, wir aßen A La Card, und kannten die meisten der Gerichte nicht. Wir bestellten viel zu viel, doch so konnten wir mit den anderen tauschen was nicht schmeckte und anderes einfach probieren.
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Sonnenschein und Pisten nach Maß
Der nächste Tag begann schon mit Sonnenschein, wie es in allen Tagen hier sein sollte. Gemütlich Frühstücken und danach den Luxus mit der Rolltreppe zur Gondel und dann auf die Piste, ohne vorher draußen gewesen zu sein. Die Pisten waren perfekt präpariert, ein drei Jahre altes Schigebiet, wo der Naturschutz keine Rolle gespielt hatte. Pisten wurden geplant und dann gebaut, egal ob der halbe Hang weggesprengt werden musste, aber es hatte zum Vorteil, dass es wirklich traumhaft zu fahren war. So etwas hatte selbst ich selten erlebt, Perfektionismus einfach überall.
Am Donnertag hatten wir ebenfalls noch kein Rennen, wir durften nur den Rennhang für den morgigen Super-G besichtigen. Am gegenüberliegenden Hang wurde ein Super-G Training aller Nationen durchgeführt, zu warten war dann etwas länger, da ja bis zu 70 Sportler diese Chance nutzten. Danach waren wir froh ins Warme zu kommen, es war trotz des schönen Wetters sehr kalt.
Buffet mit Stäbchen
Am Abend hatten wir dann die Eröffnungszeremonie, bei dem das Buffet etwas reichhaltiger als an den anderen Tagen war. Das Essen war für mich sehr gut, ich mag normalerweise zu Hause keinen Fisch, doch hier musste man sich einfach daran gewöhnen. Ich gebe zu, durch meine Nahrungsmittelinoleranz etwas offener zu sein, gewisse Sachen wie Fisch und Sushi zu probieren als noch vor zwei Jahren. Mit Stäbchen zu essen wurde hier wie immer schon zur Gewohnheit, dieses liebe ich seit Jahren.
Erstes Rennen in Korea
Der Super-G wurde für mich zu einem Fiasko, die Unsicherheit, die bei den Rennen in mir steckt, kommt immer wieder hoch. Es funktionierte einfach gar nichts, ich kam von Anfang an nicht ins Fahren, verpasste sämtliche Übergänge. Sonst waren gerade diese flachen Pisten und solche Verhältnisse meine Stärken gewesen.
Wie am Vortag von den meisten Nationen beschlossen wurde, war aus dem geplanten Super-G ein Slalom zur Super Kombi drangehängt worden, mit zwei Wertungen.
So hieß es anschließend das ganze Schimaterial zu wechseln und Slalomschützer umwerfen. Dieser verlief mit den harten Stangen auch nicht wie gewünscht, es war eindeutig nicht mein Tag.
Fünfter Platz im technischen Wettbewerb
Am nächsten Tag RTL, dieser war sowieso in dieser Saison nicht meine Stärke. Nach dem Lauf musste ich zugeben, die Einstellung allein war falsch, denn hier war es einfach ein Traum zu fahren. Noch dazu war die Kurssetzung ein Traum, und dies allein ist bei uns eher die Seltenheit. Auch der zweite Durchgang war gut, ich hatte es einfach wieder einmal verschlafen!
Der Tag danach sehr ähnlich dem vorigen, nur mit der Ausnahme, einen guten fünften Platz zu erreichen.
Am letzten dieser Tage war wieder einmal Slalom an der Reihe, mit Schaudern denke ich an die Torstangen, die noch dem alten Reglement von uns entsprechen. Ich bin noch vom Super Kombislalom mit blauen Flecken am Arm übersäht.
Es lief nicht so gut, aber auch nicht so schlecht, ein fünfter Platz sollte das Beste hier in Korea sein, aber die Reise war ja noch nicht zu Ende, wir fuhren Morgen früh nach Japan weiter.
Bevor ich in unser Hotel fuhr musste ich das letzte Mal noch am Berg zu Mittag essen. Die Tradition, die ich mit meiner Kollegin aus der Schweiz eingeführt hatte, sich nämlich eine Tütensuppe mittags zu holen, musste ich das letzte Mal alleine mache, sie war leider im ersten Durchgang ausgefallen.
Im Hotel wurde kräftig eingepackt, abends war wie jedes Mal die Siegerehrung, nur fand heute auch eine "Closing Ceremonie" statt.
Zuerst sah es aus, als gäbs danach keine Party, doch den Spaß muss man sich einfach selber machen. Zuerst saß ich mit den Italienern und Schweizern zusammen, wobei die Australier auch sehr lustig sind und später noch an der Bar mit meinen Kollegen aus der Heimat ... Schweiz, Italien und Österreich!
Lustig war’s, für die einen kürzer die andren länger!