Danja Haslacher beim Weltcup im französischen Queyras
Danja Haslacher am 29.01.2008 - 13:09 Uhr
Die Anreise war nicht so schlimm, ich wurde um acht Uhr Sonntagmorgens abgeholt, dann gings über Innsbruck – Brenner – Mailand – Turin – knapp an Sestriere vorbei, von hier hatten wir noch zwei Stunden durchs Gebirge.
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Gutes Gefühl kehrt zurück
Ich kannte die Gegend schon, wir hatten hier im Jahr 2002 bereits Weltcup-Rennen, ein wunderschönes verschneites Tal mit alten Häusern und viel, viel Gegend! Am Montag begannen wir mit dem ersten Riesentorlauf, ich versuchte mich aufzubauen, die Niederlagen von Abtenau zu vergessen. Erst im Ziel wurde mir so richtig bewusst, wie wunderschön der Lauf gewesen war, ich hatte zum ersten Mal wieder das Gefühl, gerne Rennen zu fahren. Die Zeit war nicht so gut, doch war ich über meine Steigerung von Lauf zu Lauf erleichtert.
Ein perfekter Lauf ...
Am nächsten Tag eine neue Chance, der erste Durchgang war wunderschön, die Piste einfach genial, und das Wetter perfekt! Ich fuhr einen für mich relativ super Riesentorlauf mit einer guten Zeit, schön langsam kam ich zu meiner Form zurück. Leider habe ich den zweiten Durchgang verhauen, es gelingt mir zur Zeit immer nur ein guter Lauf, aber daraufs musste ich Aufbauen.
Pause aufgrund von zu viel Schnee
Am Mittwoch hatten wir zum Glück einen freien Tag, es schneite die ganze Nacht und den ganzen Vormittag über, ein Rennen im Tiefschnee zu fahren wär lustig geworden. Wir genossen es einfach einmal, ausschlafen zu können, einige von uns gingen Tiefschneefahren, doch ich blieb mit meinen Zimmerkolleginnen in unseren Appartements.
Zeitmessung defekt - dennoch vierter Rang
Donnerstag gings bei strahlendem Sonnenschein weiter. Der erste Durchgang gelang mir ganz gut, nur im Ziel gabs einige Probleme. Die Zeitnahme funktionierte durch die Kälte nicht, so mussten alle Zeiten kontrolliert werden. Das hieß für uns Sportler keine Zeiten, erst zu Beginn des zweiten Durchganges erfuhr ich, dass ich an der fünften Position lag. Wieder im Ziel selbes Prozedere, keine Zeit! Da ich mir sicher war, keinen Podestplatz zu haben, fuhr ich ins Hotel.
Erst dort erfuhr ich später von meinen Zimmerkolleginnen das ich mit knappen Rückstand zum dritten Platz an der vierten Position lag. An diesem Tag freute ich mich rießig über den sogenannte "Blechernen".
Im Slalom knapp am Podest vorbei
Der letzte Tag dieser Weltcupwoche war gekommen, Slalom wie am gestrigen Tag. Der erste Durchgang, vom Österreichischen Trainer gesetzt, war wunderschön zu fahren, ein genialer Lauf. Diesmal schaffte ich es "oh Wunder" an die dritte Position, endlich wieder einmal Licht in Sicht! Nach der Besichtigung des zweiten Durchganges wusste ich allerdings schon, dass es schwierig werden würde, ... eckig, unrythmisch, und einfach nicht meins. Ja, es wurde wie am Vortag ein vierter Platz, heute freute ich mich natürlich nicht mehr so darüber, doch ein positiver Abschluss war es allemal für mich!
Den letzten Abend verbrachten wir noch mit gemütlichem Beisammensitzen und Activity spielend in der Lobby, eine schöne Woche ging hiermit zu Ende!