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Brydon holte im Super-G ersten Weltcup-Sieg vor Görgl und Götschl

Götschl - Presse am 03.02.2008 - 16:40 Uhr

Die Kanadierin verwies die Österreicherinnen Elisabeth Görgl und Renate Götschl auf die Plätze zwei und drei. Götschl fuhr im 100. Super-G zum 41. Mal in dieser Disziplin aufs Podest.

Emily Brydon hat am Sonntag ihren ersten Sieg im alpinen Ski-Weltcup gefeiert. Die 27-jährige Kanadierin gewann den Super-G in St. Moritz vor den beiden Steirerinnen Elisabeth Görgl (+0,25 Sek.) und Renate Götschl (0,29), die damit in ihrem 100. Super-G zum insgesamt 41. Mal in dieser Disziplin aufs Podest fuhr. Im Gesamt-Weltcup führt weiter die Tirolerin Nicole Hosp (0,41), die Sechste wurde.

Überglücklich. Die 1,85 m große Brydon, die Mitte Dezember in St. Moritz (Ersatzrennen für Val d'Isere) hinter Anja Pärson bereits Zweite geworden war, avancierte zur ersten kanadischen Super-G-Siegerin seit Genevieve Simard, die am 14. Jänner 2004 in Cortina d'Ampezzo triumphiert hatte. "Ich habe mein Bestes gegeben und bin sehr glücklich, dass es zum Sieg gereicht hat", lautete der Kommentar von Brydon, die aus der kanadischen Provinz British Columbia kommt, wo 2010 die Olympischen Winterspiele stattfinden.

Schwerer Fehler. Görgl wusste, wo sie den Sieg liegengelassen hatte. "Ich hatte einen schweren Fehler, war einmal zu direkt und habe gerade noch das nächste Tor erwischt", erklärte die 26-Jährige, die bereits vor 13 Tagen in Cortina Zweite geworden war und nun ihr bestes Super-G-Resultat egalisierte. "Und unten ist Emily perfekt gefahren. Aber ich bin auf dem richtigen Weg und habe mir über den Riesentorlauf Stabilität für alle Disziplinen geholt."

Neue Ski. Götschl bestritt ihren Jubiläums-Super-G mit nagelneuen Skiern. "Ich bin froh, dass ich wieder vorne dabei bin, und kann mit dem Lauf zufrieden sein", betonte die 32-Jährige nach ihrem 398. Einzelrennen im Weltcup. Auch Hosp sprach von einer guten Super-G-Leistung: "Oben war ich sehr gut, aber unten habe ich viel verloren. Ich weiß nicht, was die Emily da in den Schnee gezaubert hat. Die fährt momentan allen davon."
Selbstkritik. Neben Görgl, Götschl und Hosp landete auch noch Andrea Fischbacher (0,70/"Ich hatte einen Fehler, der viel Zeit gekostet hat") als Achte in den Top Ten, während Maria Holaus (1,03), am Vortag in der Abfahrt Zweite, nicht über Rang 17 hinauskam. "Ich habe nicht so alles erwischt, wie ich es mir im Kopf vorgestellt habe. Das war nicht so optimal", übte die Tirolerin Selbstkritik.

Gut wieder gut. Unmittelbar hinter Holaus landete die Slowenin Tina Maze (1,04), die am Samstag mit Startnummer 47 (höchste Siegernummer in einer Damen-Abfahrt) sensationell gewonnen hatte, auf dem 18. Platz. Lediglich Lara Gut bestätigte damit ihren Podestplatz vom Vortag. Das 16-jährige "Jahrhunderttalent" aus der Schweiz wurde nur 9/100 hinter Götschl Fünfte. Der viertplatzierten US-Amerikanerin Lindsey Vonn, mit 89 Punkten Rückstand die erste Verfolgerin von Hosp in der Gesamtwertung, fehlte wie zuletzt in Cortina sogar nur eine hundertstel Sekunde auf Platz drei, der auch damals an Götschl gegangen war.

Kleine Zeitung, 03.02.2008


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