Das Training am ersten Tag war sehr spektakulär. Der Kurs war ein wenig zu schnell für die vielen Sprünge. So wurde am nächsten Tag der Kurs ein wenig umgesetzt. Wir hatten an diesem Tag ein volles Programm abzuwickeln. Erst Training, dann Qualifikation und danach das Finale.
Volle Attacke im Qualilauf
Im Training lief alles nach Plan. Ich hatte nirgendwo Probleme mit dem Kurs und war zufrieden. Da es in der Nacht kälter geworden war, mussten zuerst die Herren den Qualifikationslauf absolvieren. Nach mehr als 60 Herren war die Piste schon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen, da es extrem viele Schläge gab. Leider war für unser Team niemand am Start und auch keiner auf der Piste. So bekam ich auch keine Meldung, dass ich mich darauf einstellen konnte. Ich fuhr voll drauflos, schließlich zählt die Zeit im Qualilauf für die Aufstellung der Heats!
Nach Sturz viel Zeit verloren
Schon nach dem ersten mit vielen Wellen versehenen Flachstück kam die erste Kurve, bei der ich durch die unruhige Strecke weit abgetragen wurde. Danach kamen zwei Sprünge und einige sehr spitze Wellen. Vor dem zweiten Sprung konnte ich den Schwung nicht weit genug zumachen und kam mit weniger Richtung als geplant auf den Sprung. Ich wurde hoch hinaufgetragen und kam auch noch mit verdrehtem Oberkörper auf. Die Landung war dementsprechend schwierig. Ich konnte den Sprung nicht stehen und stürzte. Ich bin sofort aufgestanden, quer zum nächsten Tor und weitergefahren. Im Ziel stand mir die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, aber es half alles nichts. Es war fast klar, dass damit die WM für mich vorbei war. Eine Hoffnung blieb mir noch. 16 Damen sind für das Finale qualifiziert. Ich war 16.
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Knapp das Finale verpasst
Da es während der Quali viele Stürze gab, musste eine meiner Mitstreiterinnen noch mal starten, da sie abgewunken wurde. Das wurde mir dann zum Verhängnis. Sie kam ohne Sturz runter und schob mich dadurch aus den besten 16 raus. Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, mich nicht fürs Finale zu qualifizieren. Ich war in jedem Rennen Top drei. So gingen die Skicross-Weltmeisterschaften ohne einen Start von mir zu Ende.
Das ist das Leben und der Sport, es geht nicht immer alles nach Wunsch...;-))