Die Zillertaler Berge sind im Sommer wie auch im Winter sehr beliebt. Wo zur kalten Jahreszeit die Skifahrer talwärts kurven, grasen während der Sommermonate in aller Ruhe die Kühe. Hoch oben auf den Almwiesen gefällt es dem Vieh besonders gut. Dort haben sie nicht nur Auslauf, dort wachsen auch gehaltvolle Kräuter. Die ganz natürliche und traditionelle Art der Ernährung, so wie es seit Jahrhunderten Brauch ist. Das freut auch Heinz Kröll.
Heinz Kröll ist stolz auf geschmackvolle Milch
Der Chef der Erlebnissennerei Zillertal in Mayrhofen ist ganz besonders stolz auf die Milch der Zillertaler Kühe, denn sie ist aufgrund der naturbelassenen Entstehung besonders geschmackvoll und hochwertig. 380 regionale Heubauern liefern die Milch nach Mayrhofen, die dort zu typischen Produkten wie Topfen oder Sennerei-Butter verarbeitet wird.
Käserei mit Erlebniswert
Neben dem klassischen Graukäse werden auch zahlreiche andere Käsesorten wie der Bergtilsiter produziert. Übrigens entstehen dort auch Schafskäse oder Ziegenfrischkäse. Dass dies keine Werbesprüche sind, davon kann sich jeder überzeugen. Denn in der Erlebnissennerei, nomen est omen, kann man auf elf Stationen direkt zuschauen, wie die Käsemeister den Rohstoff Milch zu schmackhaften und gesunden Produkten verarbeiten.
Hausgemachte Spezialitäten für zu Hause
Man schmeckt es sofort, denn unten in dem stilvollen Restaurant werden frische Speisen serviert, bei denen natürlich Milch, Butter und Käse eine dominierende Rolle spielen. Und wer auf den Geschmack kommt, der kann sich im Sennereiladen gleich für zu Hause eindecken. "Guat und gschmackig" essen und trinken, das ist den Zillertalern immer schon wichtig gewesen. Dort werden regionale Spezialitäten ganz traditionell und mit viel Sinn für die Natur und gesunde Lebensweise hergestellt. Meist geschieht das recht unauffällig und unspektakulär, dafür aber mit Liebe und Sorgfalt. Geheimtipps also, die es wert sind, entdeckt zu werden.
Meisterliche Schnapsbrennereien seit vielen Generationen
Die Zillertaler Bauern sind heute wichtiger denn je. Nicht nur als Landschaftspfleger, die dafür sorgen, dass die Almweisen intakt bleiben, sondern auch als Lieferant von typischen Lebensmitteln. Dazu gehört natürlich der hochwertige Zillertaler Heumilchkäse, wie er auch in der Erlebnissennerei hergestellt wird und den viele Bauern rund um Mayrhofen auch direkt verkaufen. Fast schon Ehrensache ist für die Zillertaler vor allem die Schnapsbrennerei. Seit vielen Generationen wird im Tal gebrannt. Das Obst wächst draußen auf der Wiese und der Brennofen steht drinnen im Haus. Das sieht man und das schmeckt man. Zum Beispiel beim klassischen Birnenbrand, bei der kostbaren Vogelbeere oder bei einer besonderen Zillertaler Spezialität, dem Meisterwurz. Beliebt sind auch die diversen Liköre, wenn das Hochprozentige milder munden soll.
Brettljause nach Tiroler Art
Noch so ein Tiroler Nationalheiligtum, könnte man fast sagen, gehört natürlich auch auf den Teller. Der Speck wird natürlich auch im Zillertal gehegt und gepflegt. Und zwar als Bauch- oder Schinkenspeck und ebenfalls ganz typisch als Selchkarree. Nimmt man dazu noch die geräucherten Forellen aus den kristallklaren Gebirgsbächen und das selbstgebackene Bergbauernbrot, das wieder wie früher im Holzofen gebacken wird, dann hat man schon eine herrliche Brettljause zusammen.
Ein kleines Detail fehlt
Fast, denn natürlich gehört noch das würzige Zillertaler Bier dazu. Damit ist auch der letzte und wahrscheinlich wichtigste Punkt schon erreicht. Wie man das alles am besten genießen kann. Natürlich bei einer originalen Zillertaler Mahlzeit in einem Gasthaus oder Restaurant. Auch in den Klassikern der lokalen Küche, den Zillertaler Krapfen und den Kiachln trifft man auch wieder auf Topfen, Butter und anderes von der Zillertaler Heumilch. So haben es die Einheimischen selbst auch am liebsten. Gut soll es sein, gesund, frisch und vor allem authentisch. Darauf legen heutzutage immer mehr Menschen wert. So bodenständig wie sie sind, so sind die Zillertaler Bauern zu echten Trendsettern geworden.